Richard Paul Lohse
14.06. - 11.10.2026 | Josef Albers Museum Quadrat, Bottrop
Eingabedatum: 17.06.2026

Das Josef Albers Museum im Museumszentrum Quadrat präsentiert eine umfassende Einzelausstellung des Malers, Grafikers und Theoretikers Richard Paul Lohse (1902–88). Im Jahr 1976 war ihm die erste Einzelausstellung im frisch eröffneten »Quadrat« gewidmet und sein Werk »Drei horizontale Teilungen« (1949/72) stellt den ersten Ankauf des Bottroper Museums und damit den Grundstein der Kunstsammlung »jenseits von Josef Albers« dar. Bei der aktuellen Ausstellung handelt es sich um die erste große Retrospektive von Lohse, einem der Hauptvertreter*innen der konstruktiv-konkreten Kunst, seit mehr als 20 Jahren. Sie erzählt eine wesentliche Episode der Bottroper Museumsgeschichte und verhandelt aktuelle Fragen nach gesellschaftlichen Utopien und sozialer Gleichheit.
Mit weiteren Werken von Josef Albers, Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger, Camille Graeser, Gotthard Graubner, Donald Judd, Verena Loewensberg, François Morellet, Bridget Riley, Jan Schoonhoven, Günther Uecker sowie Victor Vasarely.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Richard Paul Lohse-Stiftung in Zürich sowie dem MASI Lugano, dem Museum Haus Konstruktiv in Zürich und dem Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen.
Mit weiteren Werken von Josef Albers, Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger, Camille Graeser, Gotthard Graubner, Donald Judd, Verena Loewensberg, François Morellet, Bridget Riley, Jan Schoonhoven, Günther Uecker sowie Victor Vasarely.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Richard Paul Lohse-Stiftung in Zürich sowie dem MASI Lugano, dem Museum Haus Konstruktiv in Zürich und dem Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen.
14.06. - 11.10.2026
Josef Albers Museum Quadrat, Bottrop
Anni-Albers-Platz 1, 46236 Bottrop
Presse
Kontext
Einordnung:Richard Paul Lohse markiert als Hauptvertreter der Zürcher Schule der Konkreten Kunst eine entscheidende Schnittstelle zwischen strenger geometrischer Abstraktion und politisch-ethischem Anspruch. Seine systematischen, rasterbasierten Werke – beispielhaft in der Überwindung traditioneller Bildhierarchien – übersetzen Ideale wie soziale Gleichheit und gesellschaftliche Utopien in eine radikal egalitäre, visuelle Ordnung. Im Dialog mit den grundlegenden Farb- und Formuntersuchungen Josef Albers’ sowie Arbeiten seiner Zürcher Weggefährten (Graeser, Loewensberg) wird die historische Basis dieser rational-mathematischen Bildsprache greifbar. Die kuratorische Gegenüberstellung mit Positionen von Vasarely und Riley (Op-Art), Judd (Minimalismus) oder Uecker (ZERO) verortet Lohse in einem breiten, internationalen Kontext. Sie verdeutlicht, wie das Prinzip der seriellen, konstruktiven und ungegenständlichen Kunst nach 1945 gattungsübergreifend weiterentwickelt wurde, um durch entindividualisierte Strukturen neue, objektive Erfahrungsräume zu schaffen.










