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To move with the ground, to bend the wind

22.08. - 08.11.2026 | Haus Coburg | Städtische Galerie Delmenhorst

Eingabedatum: 19.08.2026

Werkabbildung
Abb.: Videostill: Bárbara Wagner & Benjamin de Burca, Faz que vai / Set to go, 2015, 2K, HD, Farbe, Stereo Ton, 16:9, 12 Min., Courtesy of the artists and Fortes D'Aloia & Gabriel, São Paulo / Rio de Janeiro
Tanz ermöglicht es, mit einer ganz eigenen Sprache von den individuellen und kollektiven Geschichten zu erzählen, die sich in unsere Körper einschreiben. Im Fokus dieser Gruppenausstellung stehen soziale und politische Dimensionen des Tanzes, der gesellschaftliche Verhältnisse spiegelt und sie zugleich verhandelbar machen kann, indem er Raum für Reflexion, Widerstand und Transformation öffnet. Die Arbeiten in der Ausstellung kreisen um die Sichtbarmachung marginalisierter Stimmen, Körperpolitiken, Machtverhältnisse, Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Tanz wird dabei multiperspektivisch erfahrbar – übertragen in Medien wie Malerei oder Video und als Performance im Museumsraum.

Kuratiert von Viktor Hömpler

22.08.2026 - 08.11.2026
Haus Coburg

Fischstraße 30, 27749 Delmenhorst

https://hauscoburg.de/

Presse

Kontext

Einordnung:
Die von Viktor Hömpler kuratierte Gruppenausstellung verortet sich im zeitgenössischen Diskurs der Body Politics und knüpft kunsthistorisch an den „Performative Turn“ der 1960er und 70er Jahre an, durch den der menschliche Körper als politischer Austragungsort etabliert wurde. Dass Tanz hier intermedial – von klassischer Malerei über Videokunst bis hin zur Live-Performance im musealen Raum – verhandelt wird, belegt einerseits die postmoderne Entgrenzung der Gattungen und verweist andererseits auf die zunehmende Musealisierung ursprünglich ephemerer, oft anti-institutioneller Praktiken. Da der Text keine spezifischen Künstler:innen nennt, steht das kuratorische Konzept selbst im Fokus: Die Konzentration auf marginalisierte Stimmen, Repräsentation und Machtverhältnisse rückt die gezeigten Arbeiten in die direkte Tradition aktueller postkolonialer, queerer und feministischer Kunstdiskurse. Tanz wird in diesem Kontext nicht als rein ästhetisches oder formales Motiv begriffen, sondern als subversives, körperliches Archiv und als emanzipatorisches Werkzeug zur Transformation gesellschaftlicher Hierarchien.
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