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Leni Hoffmann und Angelika Hoerle, Museum Ludwig Köln


Eingabedatum: 22.09.2009

Die Düsseldorfer Künstlerin Leni Hoffmann schafft neue Arbeiten im Dialog mit der Architektur des Museum Ludwig. Die Skulpturen der „Enkelin des Konstruktivismus" laden den Besucher ein, sie zu „besitzen"; ihre Boden- und Wandmalereien aus Knete archivieren die Spuren des Publikums.

Ab 2009 setzt das Museum Ludwig einen neuen Schwerpunkt. Die Sammlung der russischen Avantgarde, die über 800 Werke der vor- und nachrevolutionären Zeit beinhaltet wird neu vorgestellt. In diesem Rahmen lädt das Museum Ludwig zeitgenössische Künstler ein, deren eigenes Schaffen die Aktualität der Fragestellungen der „Russen" deutlich macht. Die erste Künstlerin dieser Reihe ist Leni Hoffmann.

Diese „Enkelin" des Konstruktivismus führt das Ziel eines El Lissitzky weiter. Neben der Eigengestalt ihrer Werke, stellt sie die Autonomie der Kunst, und insbesondere der Malerei, in Frage. Durch Ihre ortsbezogenen, meist temporären Malereien im Raum, erzeugt die in Düsseldorf lebende Künstlerin einen neuen, oft aktiven Dialog und Zusammenhang zwischen Kunstwerk, Ort / Raum und Betrachter bzw. Benutzer. Ihre Arbeiten werden von einem spezifischen Ort - meistens im öffentlichen Raum oder einer bestimmten Architektur - angeregt, und unterstreichen häufig das Ungewöhnliche im alltäglichen Umfeld.

Ab September 2009 wird die Künstlerin sechs neue Arbeiten zeigen, die sie spezifisch für das Museum Ludwig entwickelt hat. Ihrer „nomadischen" Arbeitsweise entsprechend hat die Künstlerin unterschiedliche und oft unerwartete Orte des Museums ausgewählt. Jede Arbeit setzt sich mit einem anderen Teil des Museums auseinander, von der Eingangshalle bis zur Südterrasse, sowie dem direkten Außengelände, und agiert im Dialog mit unterschiedlichen architektonischen Merkmalen des Gebäudes. Diese farbigen, eher geometrischen Malereien im Raum laden den Besucher ein, sie zu „besitzen" und Teil der Arbeit zu werden, indem sie häufig Sitzflächen anbieten. Diese benutzbaren Skulpturen dehnen sich über den Raum (Fußboden, Wand) hinaus vertikal und horizontal aus. Es entstehen monochrome Bodenflächen und Wandmalereien aus Knete, die die Spuren des Besuchers archivieren und dadurch im Verlauf der Ausstellungszeit ihr eigenes Bildgedächtnis schaffen.

Für die Gesamtauflage des Kölner Stadtanzeigers wird Leni Hoffmann ihre Arbeit „pizzicato" realisieren. Hierbei lässt sie gemeinsam mit drei Helfern die vier Farben des Offsetdrucks cyan, magenta, yellow und schwarz über die Rollen während des Drucks der Zeitung laufen. So entstehen farbige Linien, die sich über einige der Zeitungsseiten erstrecken.

Für die Oktober-Ausgabe der StadtRevue gestaltet Leni Hoffmann ein Insert.

Diese Ausstellung wird am Freitag, 25. September um 20 Uhr im Rahmen von plan09 Forum aktueller Architektur in Köln eröffnet. Für das Programmheft von plan09 wird Leni Hoffmann das Cover und einen Bildbeitrag gestalten. plan (25.09.-02.10.2009) ist diesmal mit seinem meetingpoint, dem Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum der Architekturwoche, zu Gast in der KHM Kunsthochschule für Medien.

Die Ausstellung wird unterstützt vom Land Nordrhein-Westfalen, Dyckerhoff Beton und BFP, Betonfertigteile Pulheim.

Abbildung: Leni Hoffmann, memnun oldum, 2008-2010, Köln Stadtraum,© LH09, © VG Bild-Kunst, Leni Hoffmann

Ausstellungsdauer: 26.09.2009 bis 29.03.2010

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Das Museum Ludwig zeigt das künstlerische Gesamtwerk von Angelika Hoerle, einer wichtigen Figur der Kölner Dada-Bewegung, die mit nur 23 Jahren starb. Die Ausstellung erforscht die künstlerischen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen während der ersten Tage der Weimarer Republik. Vor allem aber eröffnet sie einen spannenden neuen Blick auf Kölns Kunstgeschichte aus der Perspektive einer jungen, politisch engagierten Künstlerin.

Die Kuratorin dieser Ausstellung, Angie Littlefield, eine Großnichte der Künstlergeschwister Angelika Fick Hoerle und Willy Fick, entdeckte 1967 in Ficks Gartenhäuschen in Köln-Vogelsang die Werke von Angelika Hoerle. Dort hatte sie ihr Bruder vor den Nationalsozialisten versteckt.

Trotz ihres kurzen Lebens hinterließ Angelika Hoerle ein vielversprechendes künstlerisches Erbe. Sie erlebte den Ersten Weltkrieg, die Novemberrevolution und Dada, die allesamt Einfluss auf sie ausgeübt haben, und entwickelte künstlerische Ausdrucksformen, die auf den Surrealismus und die Kölner Progressiven vorausweisen.

Angelika Hoerles Wohnung in Köln-Lindenthal, das „dadaheim", diente als Versammlungsort für Kölner Dada-Künstler und beherbergte den Schloemilch Verlag, der Fiat Modes (eine Lithografien-Mappe) von Max Ernst und die internationale dadaistische Zeitschrift Die Schammade herausbrachte. Angelika Hoerle - eine Tageszeitung nannte sie die deutsche Meisterin des Dada - gehörte zu den Mitbegründern der Gruppe Stupid und war, gemeinsam mit ihrer besten Freundin Martha Hegemann, ein Sprachrohr der Frauen. Als sie mit 23 Jahren an Tuberkulose starb, beglich ihr Bruder, Willy Fick, die Mietschulden für die Wohnung, in der sie seit Herbst 1922 allein gelebt hatte; er wollte ihre Werke retten.

Die Ausstellung wurde von der Art Gallery of Ontario organisiert.

Ausstellungsdauer: 26.09.2009 - 17.01.2010

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag (inkl. Feiertage): 10 – 18h
jeden ersten Donnerstag im Monat: 10 – 22h
montags geschlossen

Eintrittspreise:
Eintrittskarten sind den ganzen Tag gültig und berechtigen zum Eintritt in die Sammlungsräume und in alle Sonderausstellungen.
Erwachsene: 9,00 EUR ermäßigt: 6,00 EUR
Familien: 18,00 EUR
Gruppen (ab 20 Personen): 6,50 EUR pro Person
Schulklassen: 3,00 EUR pro Schüler
Am ersten Donnerstag im Monat gilt ab 17 Uhr ein um 50Prozent reduzierter Eintrittspreis für die Sammlung und alle Sonderausstellungen von 4,50 EUR (ermäßigt: 3,00 EUR).

Führungen
Führungen per tourguide für Menschen mit Hörbehinderung.
Das Museumsgebäude ist für Rollstuhlfahrer geeignet.
Buchungen: Museumsdienst Köln
Tel: +49-221-22127380/221123468

Öffentliche Führungen: museum-ludwig.de

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Tel:+49-221-221-26165
Fax:+49-221-221-24114

museum-ludwig.de


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