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kunstsammlung

From Beckmann to Warhol. 20th- and 21st-century art

22.03 - 09.06.2013 | Martin Gropius Bau Berlin
Eingabedatum: 20.03.2013


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The Bayer Collection is among the oldest art collections in Germany. Conceived as a educational facility for company employees in the early 20th century, it now includes around 2,000 works. Although the list of works does not have the character of a systematic encyclopaedic index, it actually reads like a who's who of the 20th and 21st centuries. It includes works by the great expressionists like Beckmann, Kirchner and Pechstein as well graphics and paintings by Pablo Picasso, Sam Francis, Miró, Gerhard Richter, Andy Warhol, Andreas Gursky, Imi Knoebel and young Ars Viva Prize winners.
With over 240 works from 89 artists this exhibition presents a piece of art and company history. To mark the company's 150th anniversary the collection is to be shown in public for the first time.
The collection can be roughly divided into four art-historical areas. It presented German Expressionism with works by Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde, Max Pechstein and Karl Schmidt-Rottluff. The Modernism of the École de Paris – this covers the entire Paris art scene at the beginning of the 20th centuries – represented by works by the artists George Braque, Marc Chagall, Joan Miró and Pablo Picasso. Representing post-war and informal art the collection includes artwork by Ernst Wilhelm Nay. With his free and spontaneous drawings and his intuitive use of colour this participant of the 2nd and 3rd "documenta" occupies a key position in German post-war art. The main focus is on art produced between the 1970s and today. It is in this context that the collection takes in the works by American West Coast artists like David Hockney, Sam Francis and Ed Ruscha. On display also are canvasses from German artists Gerhard Richter, Albert Oehlen, Martin Kippenberger, Jan Voss as well as photographic works by Candida Höfer and the large format polaroids of Marina Abramovic and Ulvi Ulay.

MARTIN-GROPIUS-BAU BERLIN
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin
http://www.gropiusbau.de

PM








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Kunstszenarien in Unternehmen


Anhand dreier unterschiedlicher "Kunstszenarien in Unternehmen" untersucht Elisabeth Wagner in ihrem gleichnamigen Buch das Zusammenspiel von Wirtschaft und Kunst. Im Vordergrund steht hierbei die kunsthistorische Betrachtung der von den Unternehmen erworbenen Kunstwerke sowie die Offenlegung von Primärstrukturen in der Unternehmenspraxis, welche die Bedingungen für einen aufgeschlossenen Umgang mit zeitgenössischer Kunst ermöglichen.

In ihrem 1.Szenario behandelt die Autorin Ben Willikens´ Gemälde im Auditorium der Daimler-Benz-Hauptverwaltung und reflektiert Gründe, die Anfänge und Aufbau der Sammlung von Daimler-Benz bestimmten. Argumente liefern in erster Linie die Kunstverantwortlichen des Unternehmens selbst. So wurde die Sammlung nach den Worten von Edzard Reuter (einem der Anreger) angelegt, "...um damit Aufgeschlossenheit über die unmittelbare unternehmerische Zweckorientierung hinaus zu demonstrieren". Gleichzeitig soll die Kunst Kommunikationsebenen berühren, welche die Wertvorstellungen der Mitarbeiter ansprechen. Die Arbeiten von Willikens stehen hierbei für ein Potential, das dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern Raum für Phantasie und Imagination eröffnet. Kunst impliziert hier Ressourcen, die sich Kraft ihrer ästhetischen Möglichkeiten produktiv auf das Unternehmen auswirken.
Aber auch bei dem 2. Szenario dem "Farbfeld 845/91" von Rupprecht Geiger im Betriebsrestaurant der Siemens AG in München macht Elisabeth Wagner deutlich, daß ein Unternehmen als "lernende Organisation" von flexiblen und kreativen Strukturen künstlerischen Denkens profitieren kann. So heißt es im Rahmen des Siemens Kulturprogramms: "Man will Situationen schaffen, in denen ungewöhnliche Initiativen aufeinander treffen, unterschiedliche Disziplinen und Diskurse miteinander in Verbindung treten, so daß allein schon aus der ungewohnten Kombination ein Innovationsgewinn resultiert."
Das 3. Szenario verweist auf "Angewandte Kunstwissenschaft im Unternehmen: Max Imdahl diskutiert moderne Kunst mit Vertrauensleuten der Bayer AG". Erinnert wird an die regelmäßigen Diskussionen, die der Kunsthistoriker Max Imdahl in einem Zeitraum von fast 10 Jahren mit den Mitarbeitern der Bayer AG über Werke moderner Kunst führte. Kunst sollte als eigenständige Kommunikationsebene erfahren werden, um ihre spezifische Kreativität zu erkennen und sie sowohl individuell als auch produktiv zu nutzen.

2 Fernsehtipps: "Turner Prize live" + "Kulturgespräch"


Auf Channel4 wird am 8.12.02 um 20Uhr live aus der Tate Britain in London die diesjährige Turner Prize Vergabe übertragen. Für den mit 20.000 Pfund dotierten Preis sind die Künstler Catherine Yass, Fiona Banner, Keith Tyson, Liam Gillick nominiert. Wem es reicht, die Neuigkeiten am nächsten Tag zu erfahren, wird auf dieser Site darüber informiert.
Nachtrag: Der Maler Keith Tyson ist durch die Jury ausgezeichnet worden.
Tyson, dessen Werke stark von Elementen aus Wissenschaft, Philosophie und Science-Fiction geprägt sind, ist seit Jahren der erste Maler, der den Turner Preis erhält.

"Der Turner-Preis 2002" ist gleichfalls Thema bei einem "Kulturgespräch", das am 8. 12.02 um 11.00 unter dem Titel "Die Inszenierung des Skandals" im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wird. Carla Schulz-Hoffmann (Bayer. Staatsgemäldesammlungen), Chris Dercon (zukünftiger Leiter Haus der Kunst ), Maria Lind (Münchner Kunstverein), Axel Hecht (Chefredakteur, ART) sowie Michael Skasa / Moderation und Sabine Reeh / Redaktion werden außerdem darüber diskutieren: Warum ein zerwühltes Bett (Tracey Emin) oder ein Tierkadaver in Formaldehyd (Damien Hirst) eigentlich Kunst ist? ; oder, inwieweit es sinnvoll erscheint, und welche Auswirkungen es hat, einen Kanon der angeblich „25 wichtigsten zeitgenössischen Kunstwerke" aufzustellen, wie es das Magazin "Art" in seiner Dezember-Ausgabe tut.