Beispiel Schweiz. Entgrenzungen und Passagen als Kunst


Eingabedatum: 01.10.2011

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Die Ausstellung "Beispiel Schweiz" zeigt in einem offenen thematischen Parcours eine Auswahl von Arbeiten raumorientierter Kunst aus der Schweiz, Installationen, aber auch Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Objekte.

Die Ausstellung betont durch die ausgewählten Werke und deren Inszenierung den hohen Stellenwert von Raumkonzepten in der neueren Kunst aus der Schweiz. Sichtbar werden Formen der Konzeptualisierung und Entgrenzung des Kunstwerkbegriffs. Die im frühen 20. Jahrhundert einsetzende Erweiterung des Werkbegriffs durch die Künstler und die damit einhergehende Befragung von Raum und Zeit ist ein bis heute unabgeschlossener Prozess. Zahlreiche Arbeiten der zeitgenössischen Kunst, insbesondere installative Werke, bilden in sich räumliche Konstellationen, die nicht wie Werke der Malerei oder Skulptur betrachtet werden, sondern die man erleben kann.

Entgrenzungen und Passagen gehören im doppelten Sinne zur Kunst der Gegenwart, denn Werke der zeitgenössischen Kunst können nicht nur Prozesse auslösen, welche Raumerfahrungen betreffen, sondern sind nicht selten selbst Ergebnis bildnerischer Prozesse, in denen der Kunstbegriff geprüft und auf seine Veränderbarkeit hin getestet wurde. Die Entgrenzung betrifft somit sowohl den Werkbegriff selbst als auch die ästhetische Erfahrung mit einer einzelnen Arbeit und deren gestaltbildenden Eigenschaften.

Die Ausstellung versteht sich als geografisch lokalisierbare Erzählung innerhalb dieser inter-nationalen Geschichte von Kunst, welche sich mit der Erfahrung, der Reflexion und dem Entwurf von Raum und Zeit befasst. Zu entdecken ist eine offene Schweiz, die an diesem dynamischen, die nationalen Grenzen überwindenden Diskurs der Kunst seit langem aktiv beteiligt ist.

Ein Ausstellungskatalog, herausgegeben von Roman Kurzmeyer und Friedemann Malsch, mit Beiträgen von Jacqueline Burckhardt, Helmut Federle, Christian Kerez, Thomas Hirschhorn, Mai-Thu Perret, Peter Suter und Adam Szymczyk erscheint Mitte Oktober 2011 im HatjeCantz Verlag. Zur Ausstellung erscheinen zudem Editionen von Latifa Echakhch, Bruno Jakob, Vaclav Pozarek, Pamela Rosenkranz und Erik Steinbrecher.

Beteiligte Künstler:
John M Armleder (*1948)
Silvia Bächli (*1956)
Bruno Bertozzi (1945–2000)
Max Bill (1908–1994)
Miriam Cahn (*1949)
Valentin Carron (*1977)
Andreas Christen (1936–2006)
Latifa Echakhch (*1974)
Hans Emmenegger (1866–1940)
Helmut Federle (*1944)
Fischli/Weiss (David Weiss *1946, Peter Fischli *1952)
Sylvie Fleury (*1961)
Clara Friedrich (1894–1969)
Alberto Giacometti (1901–1966)
Camille Graeser (1892–1980)
Thomas Hirschhorn (*1957)
Karin Hueber (*1977)
Bruno Jakob (*1954)
Emma Kunz (1892–1963)
Verena Loewensberg (1912–1986)
Richard Paul Lohse (1902–1988)
Christian Marclay (*1955)
Mario Merz (1925–2003)
Karim Noureldin (*1967)
Mai-Thu Perret (*1976)
Vaclav Pozarek (*1940)
René Pulfer (*1949)
Pamela Rosenkranz (*1979)
Dieter Roth (1930–1998)
Adrian Schiess (*1959)
Shirana Shahbazi (*1974)
Roman Signer (*1938)
Erik Steinbrecher (*1963)
Sophie Taeuber-Arp (1889–1943)
André Thomkins (1930–1985)
Niele Toroni (*1937)
Felice Varini (*1952)
Ben Vautier (*1935)
Hannah Villiger (1951–1997)
Aldo Walker (1938–2000)
Caspar Wolf (1735–1783)

Abbildung: Max Bill, Höhensonne, 1951
Metall lackiert, vernickelt / metal varnished, nickel-plated, 60 x 14,5 cm

Öffnungszeiten: Di-So 10:00-17:00, Do 10:00-20:00 Uhr

Kunstmuseum Liechtenstein
Städtle 32
9490 Vaduz, Liechtenstein
Telefon: +423-235 03 00
http://www.kunstmuseum.li


Medienmitteilung










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