Künstler als Auftragger von zeitgenössischer Architektur

25.04. - 12.07.2015 | Bielefelder Kunstverein
Eingabedatum: 01.05.2015

bilder

AUSSTELLUNG MIT PROJEKTEN VON: augustinundfrankarchitekten, Andreas Fuhrimann Gabrielle Hächler Architekten, Brinkworth, Bundschuh Architekten, Etienne Descloux, Estudio Aire, June14 Meyer-Grohbrügge & Chermayeff, MoDus Architects und Sauerbruch Hutton

IM AUFTRAG VON: Michael Beutler, Monica Bonvicini, Dinos Chapman, Katharina Grosse, Werner Huthmacher, Hubert Kostner, Baugruppe Kurfürstenstraße, Marcela Mónaco, Olaf Nicolai, Henrik Olesen, Ugo Rondinone, Karin Sander, Shirana Shahbazi, Ketuta Alexi-Meskhishvili & Andro Wekua und Amelie von Wulffen
Die Entstehung von Architektur ist ein komplexer Prozess, der von unterschiedlichsten Parametern beeinflusst wird. Dabei spielt, anders als in der Bildenden Kunst, die Auseinandersetzung mit den persönlichen Bedürfnissen und Ansprüchen der Auftraggeber eine zentrale Rolle. Sie ist eine unabdingbare Vorrausetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Auch wenn die BauherrInnen in der Regel Laien sind, werden die Entwürfe hinsichtlich Form, Material und Farbe von ihnen entscheidend mitbestimmt.

Angesichts dieses erheblichen Einflusses widmet sich die internationale Architekturausstellung im Bielefelder Kunstverein zeitgenössischen Bauten, die von KünstlerInnen in Auftrag gegeben worden sind. Mit einer Auswahl exemplarischer Bauprojekte aus Argentinien, Deutschland, England, Italien und der Schweiz beleuchtet sie die aktuellen Wechselbeziehungen von Architektur und Kunst in der Gegenwart. Die präsentierten Arbeiten umfassen sowohl funktional ausgerichtete als auch experimentelle Bauten. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Bedeutung der künstlerischen Motivation und ihrer Auswirkung auf das Bauvorhaben. Die Exponate reichen von raumgreifenden Architekturfotografien sowie Grundrissen, Videos und Modellen der Entwurfsprozesse bis hin zu Skizzenbüchern, Statements und Korrespondenzen. Vielfach werden auch Arbeiten der künstlerischen AuftraggeberInnen in die Präsentation integriert oder sind in der Dokumentation der Gebäude präsent.

Alle Bauvorhaben verbindet, dass sie nicht für einen Investor entstehen, sondern für den Eigenbedarf bestimmt und damit von ganz individuellen Anforderungen geprägt sind. Jedem Auftrag geht die künstlerische Entscheidung für ein bestimmtes Bauvorhaben, die Wahl des Architekturbüros oder im Fall von Olaf Nicolai gar ein eigens organisierter Architekturwettbewerb voraus. Mit dieser Bandbreite an unterschiedlichen Gebäudetypen und architektonischen Ansätzen untersucht die Ausstellung, inwiefern es in der Zusammenarbeit von KünstlerInnen und ArchitektInnen zu einer Verlagerung der architektonischen Verhältnisse von Gestaltung, Konstruktion und Funktion kommt. Sie stellt damit die Frage, welche architektonische Qualität durch die besondere Kollaboration entstehen kann.

Kuratoren: Thomas Thiel und Andreas Wannenmacher

PUBLIKATION: Zur Eröffnung der Ausstellung im Bielefelder Kunstverein erscheint eine 48-seitige Broschüre (Deutsch/Englisch).

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ARTISTS COMMISSIONING
CONTEMPORARY ARCHITECTURE
APRIL 25 – July 12, 2015

OPENING: FRIDAY, APRIL 24, 2015, 7 PM

ARCHITECTURE TALK: SATURDAY, APRIL 25, 2015, 3 PM
Talk and guided tour with augustinundfrankarchitekten, Brinkworth, Bundschuh Architekten, Etienne Descloux, June14 Meyer-Grohbrügge & Chermayeff, Sauerbruch Hutton together with the curators of the exhibition

EXHIBITION WITH PROJECTS BY: augustinundfrankarchitekten, Andreas Fuhrimann Gabrielle Hächler Architekten, Brinkworth, Bundschuh Architekten, Etienne Descloux, Estudio Aire, June14 Meyer-Grohbrügge & Chermayeff, MoDus Architects and Sauerbruch Hutton

COMMISSIONED BY: Michael Beutler, Monica Bonvicini, Dinos Chapman, Katharina Grosse, Werner Huthmacher, Hubert Kostner, Baugruppe Kurfürstenstraße, Marcela Mónaco, Olaf Nicolai, Henrik Olesen, Ugo Rondinone, Karin Sander, Shirana Shahbazi, Ketuta Alexi-Meskhishvili & Andro Wekua und Amelie von Wulffen

How architecture comes about is a complex process influenced by the most diverse parameters. It differs from the fine arts in that engaging with the personal needs and requirements of clients plays a central role. That is an indispensible precondition for any successful collaboration. Even if the clients are, generally, laypersons, the designs are crucially influenced by them in terms of form, materials and colours.

In the light of this considerable influence, the international architecture exhibition at the Bielefelder Kunstverein is being devoted to contemporary buildings commissioned by artists. It is shedding light on the interaction existing at present between architecture and art through a selection of exemplary building projects from Argentina, Germany, England, Italy and Switzerland. The works being presented take in both functionally-configured buildings and experimental ones. The focus of the exhibition is directed towards the significance of artistic motivation and its effect on the building envisaged. The exhibits range from extensive architectural photographs as well as ground plans, videos and models from the design process as far as sketch books, statements and correspondence. In many cases, works by the artist-clients are integrated into the presentation or are present in the documentation to the buildings.

All of the building projects are linked by the fact that they are not being developed for an investor but are intended for personal use and are thus shaped by very individual requirements. Each commission is preceded by the artistic choice of a particular building concept, the choice of which architectural practice to engage, or, in the case of Olaf Nicolai, even by an architectural competition he organised for himself. This range of different types of building means the exhibition can investigate the extent to which collaboration between artists and architects produces a shift in the relationships of design, construction and function. With that, it poses the question as to the sort of architectural quality capable of arising from this particular collaboration.

Curators: Thomas Thiel and Andreas Wannenmacher

PUBLICATION: To mark the exhibition, a 48-page brochure will be published (German/English).

Bielefelder Kunstverein
im Waldhof
Welle 61
D-33602 Bielefeld

bielefelder-kunstverein.de

Presse






Daten zu Ugo Rondinone:

- Almine Rech Gallery
- Art Basel 2013
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art berlin 2017
- art cologne 2015
- Berlin Biennale 1998
- Biennale Venedig 2015,Pav
- Daimler Art Collection
- Esther Schipper, Galerie
- evn sammlung
- Frieze London 2013
- Galerie Eva Presenhuber
- Galleria Raucci/Santamaria
- Istanbul Biennial, 1999
- KIAF 2016
- Kunstverein Freiburg
- Migros Museum, Sammlung
- MoMA Collection
- Sadie Coles HQ - Gallery
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sydney Biennale, 2014

Weiteres zum Thema: Ugo Rondinone



Art 33 Basel: Kunst ohne Grenzen


Die Plattform «Art Unlimited», welche im Jahr 2000 von der Art Basel als Experiment gestartet wurde, hat sich schnell als beliebte Ergänzung der Kunstmesse etabliert. In einer offenen Ausstellungsarchitektur zusammen gefasst, präsentieren sich dieses Jahr 66 spannende Projekte und machen so «Art Unlimited» zu einem aufsehenerregenden Bestandteil der Art 33 Basel, die vom 12. - 17. Juni 2002 stattfindet. Neu wird in der «Art Unlimited»-Halle eine Lounge eingerichtet, welche Kunstbuchhandlung, Videothek und E-Lounge vereint und der Begegnung von Publikum und Künstlern dient.

In der Messehalle 1, die der Schweizer Stararchitekt und Kunstsammler Theo Hotz 1999 für die Messe Basel gebaut hat, sind auf 12‘000 Quadratmetern Fläche Wandmalerei, Grossskulpturen, Videoprojektionen, Installationen, Wandmalerei, Fotoserien, Performances und digitale Kunst zu sehen. Mit der Etablierung von «Art Unlimited» als eigenständige Plattform, hat die Art Basel nicht nur das traditionelle Konzept des einzelnen Messestandes gesprengt, sondern auch Grenzen überwunden, die der Kunst vielerorts gesetzt werden: Grenzen wie Raumbedarf, Bodenbelastung, Lichtverhältnisse, Akustik, Sicherheit und andere technische Anforderungen, aber auch konzeptionelle Einschränkungen – künstlerische wie kuratorische – und nicht zuletzt zeitliche und finanzielle.
Als pauschaler Kostenbeitrag werden CHF 7.000.- erhoben.
Neu wird in der «Art Unlimited»-Halle ein Begegnungs- und Vermittlungszentrum eingerichtet. Dies beinhaltet ein Informationsdesk mit Katalogen und Dokumentationen zu den ausgestellten Künstlern, eine umfassende Kunstbuchhandlung, eine Videothek mit individuell visionierbaren Künstlervideos, sowie Terminals mit digitalen Kunstprojekten im Internet oder auf elektronischen Datenträgern. In der dazugehörigen Lounge wird ein aktiver Kommunikationsort zum Austausch mit Künstlern, Galeristen, Kritikern, Kuratoren, Kunstsammlern und Publikum initiiert. Unzählige Protagonisten besuchen die Art Basel. In der neuen Networkplattform kann sich das kunstinteressierte Publikum mit ihnen unterhalten.
An den ersten drei Ausgaben von «Art Unlimited» nahmen u.a. teil: Paul McCarthy , Pipilotti Rist, Chris Burden, Sylvie Fleury, Frank Thiel, Jeff Wall, Bruce Nauman, Heimo Zobernig, James Turrell, Erwin Wurm, Diana Thater, Isa Genzken, Atelier van Lieshout, Michel Verjux, Mario Merz, Andrea Zittel, Ugo Rondinone, Ilya Kabakov, Katharina Fritsch, Luciano Fabro, Gerwald Rockenschaub, Richard Serra, Rodney Graham, Wim Delvoye, Louise Bourgeois.

Ausgewählt wurden die 66 Projekte für die diesjährige Ausgabe von «Art Unlimited» aus über hundert Bewerbungen durch das Art Committee. Platziert werden sie von den beiden Kuratoren Martin Schwander und Simon Lamunière in Form einer offenen Ausstellung.
«Art Unlimited» wird auch dieses Jahr von einem separaten, attrak-tiven Katalogbuch (CHF 20.-) begleitet, in dem jedes einzelne Projekt ausführlich vorgestellt wird. Dieses erscheint zur Eröffnung, welche mit einer Preview für geladene Gäste am Abend des
10. Juni 2002 beginnt.



Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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    Atelier




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    Maik + Dirk Löbbert: Hauptstraße

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