Künstler als Auftragger von zeitgenössischer Architektur

25.04. - 12.07.2015 | Bielefelder Kunstverein
Eingabedatum: 01.05.2015

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AUSSTELLUNG MIT PROJEKTEN VON: augustinundfrankarchitekten, Andreas Fuhrimann Gabrielle Hächler Architekten, Brinkworth, Bundschuh Architekten, Etienne Descloux, Estudio Aire, June14 Meyer-Grohbrügge & Chermayeff, MoDus Architects und Sauerbruch Hutton

IM AUFTRAG VON: Michael Beutler, Monica Bonvicini, Dinos Chapman, Katharina Grosse, Werner Huthmacher, Hubert Kostner, Baugruppe Kurfürstenstraße, Marcela Mónaco, Olaf Nicolai, Henrik Olesen, Ugo Rondinone, Karin Sander, Shirana Shahbazi, Ketuta Alexi-Meskhishvili & Andro Wekua und Amelie von Wulffen
Die Entstehung von Architektur ist ein komplexer Prozess, der von unterschiedlichsten Parametern beeinflusst wird. Dabei spielt, anders als in der Bildenden Kunst, die Auseinandersetzung mit den persönlichen Bedürfnissen und Ansprüchen der Auftraggeber eine zentrale Rolle. Sie ist eine unabdingbare Vorrausetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Auch wenn die BauherrInnen in der Regel Laien sind, werden die Entwürfe hinsichtlich Form, Material und Farbe von ihnen entscheidend mitbestimmt.

Angesichts dieses erheblichen Einflusses widmet sich die internationale Architekturausstellung im Bielefelder Kunstverein zeitgenössischen Bauten, die von KünstlerInnen in Auftrag gegeben worden sind. Mit einer Auswahl exemplarischer Bauprojekte aus Argentinien, Deutschland, England, Italien und der Schweiz beleuchtet sie die aktuellen Wechselbeziehungen von Architektur und Kunst in der Gegenwart. Die präsentierten Arbeiten umfassen sowohl funktional ausgerichtete als auch experimentelle Bauten. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Bedeutung der künstlerischen Motivation und ihrer Auswirkung auf das Bauvorhaben. Die Exponate reichen von raumgreifenden Architekturfotografien sowie Grundrissen, Videos und Modellen der Entwurfsprozesse bis hin zu Skizzenbüchern, Statements und Korrespondenzen. Vielfach werden auch Arbeiten der künstlerischen AuftraggeberInnen in die Präsentation integriert oder sind in der Dokumentation der Gebäude präsent.

Alle Bauvorhaben verbindet, dass sie nicht für einen Investor entstehen, sondern für den Eigenbedarf bestimmt und damit von ganz individuellen Anforderungen geprägt sind. Jedem Auftrag geht die künstlerische Entscheidung für ein bestimmtes Bauvorhaben, die Wahl des Architekturbüros oder im Fall von Olaf Nicolai gar ein eigens organisierter Architekturwettbewerb voraus. Mit dieser Bandbreite an unterschiedlichen Gebäudetypen und architektonischen Ansätzen untersucht die Ausstellung, inwiefern es in der Zusammenarbeit von KünstlerInnen und ArchitektInnen zu einer Verlagerung der architektonischen Verhältnisse von Gestaltung, Konstruktion und Funktion kommt. Sie stellt damit die Frage, welche architektonische Qualität durch die besondere Kollaboration entstehen kann.

Kuratoren: Thomas Thiel und Andreas Wannenmacher

PUBLIKATION: Zur Eröffnung der Ausstellung im Bielefelder Kunstverein erscheint eine 48-seitige Broschüre (Deutsch/Englisch).

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ARTISTS COMMISSIONING
CONTEMPORARY ARCHITECTURE
APRIL 25 – July 12, 2015

OPENING: FRIDAY, APRIL 24, 2015, 7 PM

ARCHITECTURE TALK: SATURDAY, APRIL 25, 2015, 3 PM
Talk and guided tour with augustinundfrankarchitekten, Brinkworth, Bundschuh Architekten, Etienne Descloux, June14 Meyer-Grohbrügge & Chermayeff, Sauerbruch Hutton together with the curators of the exhibition

EXHIBITION WITH PROJECTS BY: augustinundfrankarchitekten, Andreas Fuhrimann Gabrielle Hächler Architekten, Brinkworth, Bundschuh Architekten, Etienne Descloux, Estudio Aire, June14 Meyer-Grohbrügge & Chermayeff, MoDus Architects and Sauerbruch Hutton

COMMISSIONED BY: Michael Beutler, Monica Bonvicini, Dinos Chapman, Katharina Grosse, Werner Huthmacher, Hubert Kostner, Baugruppe Kurfürstenstraße, Marcela Mónaco, Olaf Nicolai, Henrik Olesen, Ugo Rondinone, Karin Sander, Shirana Shahbazi, Ketuta Alexi-Meskhishvili & Andro Wekua und Amelie von Wulffen

How architecture comes about is a complex process influenced by the most diverse parameters. It differs from the fine arts in that engaging with the personal needs and requirements of clients plays a central role. That is an indispensible precondition for any successful collaboration. Even if the clients are, generally, laypersons, the designs are crucially influenced by them in terms of form, materials and colours.

In the light of this considerable influence, the international architecture exhibition at the Bielefelder Kunstverein is being devoted to contemporary buildings commissioned by artists. It is shedding light on the interaction existing at present between architecture and art through a selection of exemplary building projects from Argentina, Germany, England, Italy and Switzerland. The works being presented take in both functionally-configured buildings and experimental ones. The focus of the exhibition is directed towards the significance of artistic motivation and its effect on the building envisaged. The exhibits range from extensive architectural photographs as well as ground plans, videos and models from the design process as far as sketch books, statements and correspondence. In many cases, works by the artist-clients are integrated into the presentation or are present in the documentation to the buildings.

All of the building projects are linked by the fact that they are not being developed for an investor but are intended for personal use and are thus shaped by very individual requirements. Each commission is preceded by the artistic choice of a particular building concept, the choice of which architectural practice to engage, or, in the case of Olaf Nicolai, even by an architectural competition he organised for himself. This range of different types of building means the exhibition can investigate the extent to which collaboration between artists and architects produces a shift in the relationships of design, construction and function. With that, it poses the question as to the sort of architectural quality capable of arising from this particular collaboration.

Curators: Thomas Thiel and Andreas Wannenmacher

PUBLICATION: To mark the exhibition, a 48-page brochure will be published (German/English).

Bielefelder Kunstverein
im Waldhof
Welle 61
D-33602 Bielefeld

bielefelder-kunstverein.de

Presse






Daten zu Ugo Rondinone:

- Almine Rech Gallery
- Art Basel 2013
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art cologne 2015
- Berlin Biennale 1998
- Biennale Venedig 2015,Pav
- Daimler Art Collection
- Esther Schipper, Galerie
- evn sammlung
- Frieze London 2013
- Galerie Eva Presenhuber
- Galleria Raucci/Santamaria
- Istanbul Biennial, 1999
- KIAF 2016
- Kunstverein Freiburg
- Migros Museum, Sammlung
- MoMA Collection
- Sadie Coles HQ - Gallery
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sydney Biennale, 2014

Weiteres zum Thema: Ugo Rondinone



Art 33 Basel: Kunst ohne Grenzen


Die Plattform «Art Unlimited», welche im Jahr 2000 von der Art Basel als Experiment gestartet wurde, hat sich schnell als beliebte Ergänzung der Kunstmesse etabliert. In einer offenen Ausstellungsarchitektur zusammen gefasst, präsentieren sich dieses Jahr 66 spannende Projekte und machen so «Art Unlimited» zu einem aufsehenerregenden Bestandteil der Art 33 Basel, die vom 12. - 17. Juni 2002 stattfindet. Neu wird in der «Art Unlimited»-Halle eine Lounge eingerichtet, welche Kunstbuchhandlung, Videothek und E-Lounge vereint und der Begegnung von Publikum und Künstlern dient.

In der Messehalle 1, die der Schweizer Stararchitekt und Kunstsammler Theo Hotz 1999 für die Messe Basel gebaut hat, sind auf 12‘000 Quadratmetern Fläche Wandmalerei, Grossskulpturen, Videoprojektionen, Installationen, Wandmalerei, Fotoserien, Performances und digitale Kunst zu sehen. Mit der Etablierung von «Art Unlimited» als eigenständige Plattform, hat die Art Basel nicht nur das traditionelle Konzept des einzelnen Messestandes gesprengt, sondern auch Grenzen überwunden, die der Kunst vielerorts gesetzt werden: Grenzen wie Raumbedarf, Bodenbelastung, Lichtverhältnisse, Akustik, Sicherheit und andere technische Anforderungen, aber auch konzeptionelle Einschränkungen – künstlerische wie kuratorische – und nicht zuletzt zeitliche und finanzielle.
Als pauschaler Kostenbeitrag werden CHF 7.000.- erhoben.
Neu wird in der «Art Unlimited»-Halle ein Begegnungs- und Vermittlungszentrum eingerichtet. Dies beinhaltet ein Informationsdesk mit Katalogen und Dokumentationen zu den ausgestellten Künstlern, eine umfassende Kunstbuchhandlung, eine Videothek mit individuell visionierbaren Künstlervideos, sowie Terminals mit digitalen Kunstprojekten im Internet oder auf elektronischen Datenträgern. In der dazugehörigen Lounge wird ein aktiver Kommunikationsort zum Austausch mit Künstlern, Galeristen, Kritikern, Kuratoren, Kunstsammlern und Publikum initiiert. Unzählige Protagonisten besuchen die Art Basel. In der neuen Networkplattform kann sich das kunstinteressierte Publikum mit ihnen unterhalten.
An den ersten drei Ausgaben von «Art Unlimited» nahmen u.a. teil: Paul McCarthy , Pipilotti Rist, Chris Burden, Sylvie Fleury, Frank Thiel, Jeff Wall, Bruce Nauman, Heimo Zobernig, James Turrell, Erwin Wurm, Diana Thater, Isa Genzken, Atelier van Lieshout, Michel Verjux, Mario Merz, Andrea Zittel, Ugo Rondinone, Ilya Kabakov, Katharina Fritsch, Luciano Fabro, Gerwald Rockenschaub, Richard Serra, Rodney Graham, Wim Delvoye, Louise Bourgeois.

Ausgewählt wurden die 66 Projekte für die diesjährige Ausgabe von «Art Unlimited» aus über hundert Bewerbungen durch das Art Committee. Platziert werden sie von den beiden Kuratoren Martin Schwander und Simon Lamunière in Form einer offenen Ausstellung.
«Art Unlimited» wird auch dieses Jahr von einem separaten, attrak-tiven Katalogbuch (CHF 20.-) begleitet, in dem jedes einzelne Projekt ausführlich vorgestellt wird. Dieses erscheint zur Eröffnung, welche mit einer Preview für geladene Gäste am Abend des
10. Juni 2002 beginnt.

Abschlußbericht: Art 34 Basel (24.6.03)


Gestern (23.6.) ging die 34. Art Basel zu Ende. Wie Galeristen, Sammler, Künstler und sonstige Kunstinteressierte das Ergebnis der diesjährigen Veranstaltung bewerten, lesen Sie hier:

Pressemitteilung / Auszug: " Die diesjährige Art Basel wurde von den teilnehmenden Galerien, dem Show Management, den Kunstkennern und den Medien einhellig als ein herausragender Jahrgang gewertet. Dies auf Grund der Qualität der ausgestellten Kunstwerke, dem Andrang von Kunstsammlern und -liebhabern, den hervorragenden Verkaufsergebnissen, der internationalen Bedeutung der Veranstaltung sowie der positiven Impulse für den Kunstmarkt. Die Art Basel hat ihre Stellung als weltweit führender Marktplatz für die Kunst der Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst eindrücklich bestätigt und ausgebaut. Über 50.000 Besucher (+19% verkaufte Eintritte, -15% Gäste an der Vernissage wegen Reduktion der Einladungskarten), darunter 1.500 Medienschaffende, haben die internationale Kunstmesse besucht. Die 270 Aussteller aus allen Kontinenten zogen nach sieben ereignis-, entdeckungs- und ertragsreichen Tagen eine positive Bilanz.

... Das grosse Interesse der Medien an der Art Basel bietet auch den ausstellenden Galerien zusätzliche Aufmerksamkeit und Resonanz in der Presse. Die deutsche Tageszeitung «Frankfurter Allgemeine Zeitung» kommentierte lakonisch «Die Kunst als Naturgewalt oder Besser geht´s nicht.», ... die «Welt am Sonntag» vermerkte: «Nirgendwo auf der Welt wird so viel und so ausnahmslos hochklassige, moderne Kunst gezeigt wie in Basel. Keine Messe ist so wichtig für Galeristen und so beliebt bei Besuchern.»

Das aufwendig gestaltete Katalogbuch, das eine umfassende Übersicht über das aktuelle Angebot des internationalen Kunstmarktes bietet, war am letzten Tag der Kunstmesse ausverkauft, wie auch der «Art Unlimited»-Katalog.

Die diesjährige Ausgabe von «Art Unlimited» mit 66 spannenden Grossprojekten wurde vom Fachpublikum und Kunstliebhabern aus aller Welt als interessant und qualitativ hochstehend gewertet. Die Art Basel hat als international wichtigster, jährlicher Treffpunkt der Kunstwelt nochmals an Bedeutung gewonnen. Dazu trugen auch die Ausstellungen in den Museen und die zahlreichen Veranstaltungen rund um die Art 34 Basel bei. Auf ein grosses Interesse stiess zudem das breite Dienstleistungsangebot für die Besucher der internationalen Kunstmesse. So war das Gourmet-Restaurant «Stucki» fast jeden Tag ausgebucht, aber auch der Kindergarten «Art Kids» und das Wellness-Studio, wo müde Messebesucher sich erholen konnten, wurden rege benutzt.

In diesem Jahr feierte das internationale Finanzunternehmen UBS, sein zehnjähriges Jubiläum als Hauptsponsorin der Art Basel. Die langjährige Beziehung wurde letztes Jahr um die erstmals organisierte Schwestermesse Art Basel Miami Beach erweitert. Die Art Basel ist eines der wichtigsten Engagements von UBS im Bereich zeitgenössischer Kunst, wozu auch die renommierte UBS PaineWebber Collection gehört.


Die Besucher

In der Tat bewerteten alle Teilnehmer die Art 34 Basel als hervorragenden Jahrgang und zeigten sich mit dem Verlauf zufrieden bis begeistert. Das Besucherinteresse sei ausserordentlich gewesen. Noch nie sind so viele bedeutende Kunstsammler aus der ganzen Welt an die Art Basel gekommen. Die Hotelzimmer in und um Basel waren ausgebucht und der EuroAirport, Flughafen Basel Mulhouse Freiburg, meldete eine stark erhöhte Zahl von Starts und Landungen von Privatflugzeugen. Neben Privatsammlern aus allen Kontinenten haben annähernd alle grossen Museen der Welt Abordnungen an die Art 34 Basel gesandt. Besonders aus den Benelux-Ländern, Skandinavien, Frankreich, Spanien, Österreich, Italien, den Niederlanden, Grossbritannien sowie den USA haben mehr Sammlergruppen die Art 34 Basel besucht. Sowohl das Fachpublikum wie auch die Zahl der Besucherinnen und Besucher aus der Region Basel und dem Süddeutschen Raum haben zugenommen. Wiederum haben auch dieses Jahr viele Künstler die internationale Kunstmesse besucht: Sylvie Fleurie, Jim Lambie, Paul McCarthy , Ugo Rondinone, Santiago Sierra, John Baldessari , Robert Gober, Fischli/Weiss, Gilbert & George, Muntean/Rosenblum und viele andere. Viele von ihnen haben, speziell für die Plattform «Art Unlimited» neue Werke geschaffen und diese selbst installiert. Die Art Basel ist mehr denn je weltweit die internationalste aller Kunstveranstaltungen.


Die Zahlen

Trotz des schönen und heissen Sommerwetters während der sieben Messetage haben über 50.000 Besucherinnen und Besucher (+19% verkaufte Eintritte) die Art 34 Basel besucht. Wegen der Reduktion der Einladungskarten kamen 15% weniger Gäste zur Vernissage. Trotzdem durfte die internationale Kunstmesse am Dienstag mehr als 10.000 hochkarätige Gäste am empfangen. Rund 1.500 Medienvertreter aus allen Kontinenten kamen zur Kunstmesse, um sich über Angebot und Entwicklungen zu informieren. Das Show Management und die ausstellenden Galerien freuen sich über die grosse Aufmerksamkeit und die Resonanz in den Medien.


Die Verkäufe

Nach Umfragen des Show Managements konnten sämtliche ausstellenden Galerien Interessenten für ihre Kunstwerke finden. Alle Teilnehmer sprachen von guten bis ausgezeichneten Verkaufsergebnissen. Langjährige Aussteller werteten die diesjährige Art Basel als ein hervorragender Jahrgang. Exzellent wurde im Preissegment von EUR 5.000.- bis EUR 50.000.- verkauft. Ausgezeichnet waren auch die Verkäufe für Werke zwischen EUR 50'000.- und EUR 500'000. Im Preissegment über EUR 500.000.- konnten diverse Werke verkauft werden. Die in diesen Jahr vom Art Committee und dem Show Management gestartete Initiative, dass die Aussteller Kunstwerke, welche weniger als EUR 5.000.- kosten mit einem gelben Punkt versehen, fand bei den Besuchern und Medien ein positives Echo und trug zur Preistransparenz bei. Das Sammlerinteresse galt sowohl den Werken der Klassischen Moderne als auch der zeitgenössischen Kunst. Auch von den, in «Art Unlimited» gezeigten 66 Grossprojekten, meldeten die teilnehmenden Galerien zahlreiche Verkäufe von Arbeiten, welche mehr als EUR 100.000.- kosten. Erfreulicherweise verkauften sich auch die Werke von jungen, teilweise noch unbekannten Künstlerinnen und Künstlern ausgezeichnet. Der internationale Kunstmarkt ist, trotz der in den vergangenen Monaten schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den befürchteten Auswirkungen des Irak-Krieges, in einer gesunden Verfassung. Er wird stark von privaten Sammlern gestützt, während die meisten öffentlichen Institutionen weiterhin über beschränkte Mittel verfügen. Erfreulicherweise interessiert sich eine junge Sammlergeneration für das jüngste Kunstschaffen. Das gesellschaftliche Interesse an zeitgenössischer Kunst und ihren Vorbildern war noch nie so gross wie heute.

Chantal Crousel, Inhaberin der Galerie Chantal Crousel, Paris: «Die Art Basel ist schöner denn je und die Qualität der gezeigten Kunst ist grossartig. Zudem sind die Besucher sehr sachkundig.»

Gerhard F. Reinz, Inhaber der Galerie Orangerie-Reinz, Köln: «Fantastisch! Es herrschte vom ersten Tag an eine positive Stimmung bei den Besuchern. Die Türe ging am Morgen auf und in kürzester Zeit war unser Stand voll. Wir haben sehr gut verkauft.»

David Juda, Direktor von Annely Juda Fine Art, London: «Vibrant, exciting and quite a lot of business.»

Patricia Ortiz-Monasterio, Direktorin der Galería OMR, Mexico: «One of the best shows I have ever done. All the galleries have made a great effort to show their best works.»

Hans Mayer, Inhaber der Galerie Hans Mayer, Düsseldorf: «Die diesjährige Art Basel war hervorrragend. Besucher aus allen Kontinenten kamen nach Basel.»

Robert Landau, Inhaber von Landau Fine Art, Montreal: «Die Messe hat sehr stark begonnen, gegen Ende war es etwas ruhiger. Wir haben viele Komplimente bekommen, wir hätten den schönsten Stand. Das Publikum war sehr sachkundig und wusste viel über moderne Kunst.»

Peter Blum, Inhaber von Blumarts, New York: «Ich bin mit niedrigen Erwartungen gekommen wegen der schlechten wirtschaftlichen und weltpolitischen Lage. Umso erstaunter bin ich, wie gut die Messe gelaufen ist. Man taucht in das Raumschiff Art Basel ein, hebt ab und lässt alle alltäglichen Sorgen hinter sich.»

Giò Marconi, Inhaberin der Giò Marconi Gallery, Mailand: «Die Messe war hervorragend. Ich habe viele neue Sammler getroffen.»

Massimo Minini, Inhaber der Galleria Massimo Minini: «Ich bin glücklich und stolz, dass ich schon so lange hier bin. Mein Stand befindet sich nach 27 Jahren immer noch in der ersten Reihe, genauso wie die Art Basel nach 34 Jahren immer noch in der ersten Reihe steht.»


Die Kunst

Als weltweit einzigartig werteten die anwesenden Kunstexperten die Qualität und Vielfalt der an der Art 34 Basel gezeigten Kunstwerke. Die teilnehmenden Galerien hatten grosse Anstrengungen unternommen, um die interessantesten Kunstwerke zu zeigen und diese in sorgfältig konzipierten Ausstellungen zu präsentieren. An verschiedenen Ständen wurden thematisch gruppierte Ausstellungen und Einzelausstellungen von Künstlern gezeigt. Während die Art Basel seit Beginn als wichtigste Messe für die Klassiker der modernen Kunst bekannt ist, hat sie sich in den letzten Jahren ebenso als weltweit wichtigste Plattform für das zeitgenössische Kunstschaffen etabliert und setzt auch dort die Massstäbe. In diesem Jahr nahmen nicht nur alle bedeutenden Händler für moderne Kunst in Basel teil, sondern auch die führenden Galerien der jungen Künstlergeneration haben an der Art Basel ihren weltweit wichtigsten Auftritt. An keiner anderen Kunstmesse stellen so viele Galerien für zeitgenössische Kunst aus (ca. 200). Die langjährige Förderung junger Kunst zeigte sich an der Art 34 Basel auch darin, dass viele Stände neu geschaffene Kunstwerke zeigten. Verschiedene Galerien präsentierten Videoarbeiten und grosse Installationen. Die Malerei und Papierarbeiten erlebten einen neuen Aufschwung und Fotografie war wiederum stark vertreten.


Die Sektoren

Die Bilanz der zum vierten Mal stattfindenden Plattform «Art Unlimited», wo Werke gezeigt werden konnten, die den Rahmen von Ausstellungsständen auf Kunstmessen, oft auch den von Galerien, Museen sprengen, ist äusserst positiv. Ausgestellt wurden 66 Projekte: grosse Installationen, Videoprojektionen, grossflächige Malerei, Grossskulpturen, Installationen, Performances und digitale Kunst. Nicht nur die teilnehmenden Galerien und Künstler waren enthusiastisch, sondern auch die Fachleute und das Publikum bewerteten die diesjährige «Art Unlimited» als die Beste seit ihrer Gründung im Jahre 2000. In der Kommunikationsplattform «Art Lobby« konnten interessierte Besucherinnen und Besucher mehrmals am Tag führende Persönlichkeiten aus der internationalen Kunstszene kennenlernen. Getroffen werden konnte hier unter anderem Thierry Raspail, Harald Szeemann, Francesco Bonami, Kasper König, Christoph Vitali, Hans Ulrich Obrist und verschiedenen bedeutende Sammler aus aller Welt. Höhepunkt in «Art Lobby» war sicher der Auftritt der international bekannten Künstler Gilbert & George, welche am Samstag, 21. Juni die internationale Kunstmesse besuchten und sich mit Medienvertretern und dem interessierten Publikum unterhielten.

Ein weiterer Publikumsmagnet waren die «Art Statements», die 17 Einzelausstellungen junger Künstlerinnen und Künstler. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert vom Interesse für diese Plattform, welche Ihnen nicht nur gute Verkäufe, sondern auch den Kontakt zu vielen Ausstellungsmachern aus aller Welt und ein grosses Interesse bei den Medien brachten. Der für «Art Statements» von der Baloise-Gruppe gestiftete Preis, dotiert mit zweimal je CHF 25'000.-, ging dieses Jahr an zwei Künstlerinnen: Monika Sosnowska aus Polen und Saskia Olde Wolbers aus den Niederlanden. Auch der Sektor «Art Edition», wo internationale Editeure Grafiken und Multiples anboten, verzeichnete grosses Besucherinteresse. Der Sektor «Art Film» im Stadtkino Basel mit dem Open Air Kino, wo Filme von und über Künstler gezeigt wurden, ist inzwischen bei den Be-sucherinnen und Besuchern zur beliebten Institution geworden. ...

Die 35. Ausgabe von Art Basel findet vom 16. bis 21. Juni 2004 statt. "


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