Auto Vision. Medienkunst von Nam June Paik bis Pipilotti Rist

8. 04. - 3. 09. 2017 | Kunsthalle Bremen
Eingabedatum: 09.04.2017

Werkabbildung

Diana Thater Delphine, 1999 Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen, Foto: Roman Mensingbilder

Elektronisch Malen, Bewegung neu erfassen, abstraktes Experimentieren mit Licht, Verfremdung von Bildern aus den Massenmedien: Die Kunsthalle Bremen besitzt eine herausragende Sammlung der Medienkunst von den 1960er Jahren bis heute. Dazu zählen das Gesamtkunstwerk Writing through the Essay ‘On the Duty of Civil Disobedience‘, 1985/91 von John Cage oder die Rauminstallationen Room for one colour and windy corner, 1998 von Olafur Eliasson und Diana Thater’s Delphine, 1999. Zahlreiche Arbeiten wie der Video-Synthesizer, 1969/92 oder Three Camera Participation Video 1969/2001 des Vaters der Videokunst Nam June Paik unterstreichen die Bedeutung der Sammlung.

Diese umfangreiche Präsentation bietet einen Überblick über die reichen Bestände in der Kunsthalle und über die Auseinandersetzung der Kunst mit Film, Video und elektronischen Medien seit den 1960ern Jahren – von frühen Einkanal-Videos bis zu totalen Sinnerlebnissen in Videoinstallationen. Die Ausstellung schlägt den Bogen von der frühen Videoarbeit Back Gate Cologne von Otto Piene und Aldo Tambellini, 1968 sowie Arbeiten der Künstler Peter Roehr, Wolf Vostell, Peter Campus, Jan Dibbets, Gary Hill und Manfred Mohr zu zeitgenössischen Positionen von William Kentridge, Jean-François Guiton, Mariko Mori, Simon Starling oder Pipilotti Rist.

Er werden rund 50 Arbeiten ausgestellt von 30 Künstlern (Ulla von Brandenburg, John Cage, Peter Campus, Jan Dibbets, Olafur Eliasson, Karl Gerstner, Jean-François Guiton, Marikke Heinz-Hoek, Gary Hill, Christian Jankowski, William Kentridge, Jon Kessler, Shigeto Kubota, Hiroyuki Masuyama, Bjørn Melhus, Manfred Mohr, Mariko Mori, Nam June Paik, Otto Piene, Pipilotti Rist, Peter Roehr, Ulrike Rosenbach, Katharina Sieverding, Simon Starling, Aldo Tambellini, Diana Thater, Wolf Vostell, Jürgen Waller, Franz Erhard Walther und Arnold von
Wedemeyer).

Kunsthalle Bremen
Am Wall 207
28195 Bremen
kunsthalle-bremen.de

Presse






Daten zu Diana Thater:

- Art Basel 2013
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- Biennale Venedig 2015,Pav
- Flick Collection
- Flowers & Mushrooms, Salzburg
- Galerie David Zwirner
- Gwangju Biennale, 1995
- Lyon Biennale 2017
- Lyon Biennale, 1995
- MoMA Collection
- Sammlung F.C. Flick
- skulptur projekte münster 1997
- Solomon R. Guggenheim Collection
- Thyssen-Bornemisza Art Contemporary,Wien

Weiteres zum Thema: Diana Thater



Art 33 Basel: Kunst ohne Grenzen


Die Plattform «Art Unlimited», welche im Jahr 2000 von der Art Basel als Experiment gestartet wurde, hat sich schnell als beliebte Ergänzung der Kunstmesse etabliert. In einer offenen Ausstellungsarchitektur zusammen gefasst, präsentieren sich dieses Jahr 66 spannende Projekte und machen so «Art Unlimited» zu einem aufsehenerregenden Bestandteil der Art 33 Basel, die vom 12. - 17. Juni 2002 stattfindet. Neu wird in der «Art Unlimited»-Halle eine Lounge eingerichtet, welche Kunstbuchhandlung, Videothek und E-Lounge vereint und der Begegnung von Publikum und Künstlern dient.

In der Messehalle 1, die der Schweizer Stararchitekt und Kunstsammler Theo Hotz 1999 für die Messe Basel gebaut hat, sind auf 12‘000 Quadratmetern Fläche Wandmalerei, Grossskulpturen, Videoprojektionen, Installationen, Wandmalerei, Fotoserien, Performances und digitale Kunst zu sehen. Mit der Etablierung von «Art Unlimited» als eigenständige Plattform, hat die Art Basel nicht nur das traditionelle Konzept des einzelnen Messestandes gesprengt, sondern auch Grenzen überwunden, die der Kunst vielerorts gesetzt werden: Grenzen wie Raumbedarf, Bodenbelastung, Lichtverhältnisse, Akustik, Sicherheit und andere technische Anforderungen, aber auch konzeptionelle Einschränkungen – künstlerische wie kuratorische – und nicht zuletzt zeitliche und finanzielle.
Als pauschaler Kostenbeitrag werden CHF 7.000.- erhoben.
Neu wird in der «Art Unlimited»-Halle ein Begegnungs- und Vermittlungszentrum eingerichtet. Dies beinhaltet ein Informationsdesk mit Katalogen und Dokumentationen zu den ausgestellten Künstlern, eine umfassende Kunstbuchhandlung, eine Videothek mit individuell visionierbaren Künstlervideos, sowie Terminals mit digitalen Kunstprojekten im Internet oder auf elektronischen Datenträgern. In der dazugehörigen Lounge wird ein aktiver Kommunikationsort zum Austausch mit Künstlern, Galeristen, Kritikern, Kuratoren, Kunstsammlern und Publikum initiiert. Unzählige Protagonisten besuchen die Art Basel. In der neuen Networkplattform kann sich das kunstinteressierte Publikum mit ihnen unterhalten.
An den ersten drei Ausgaben von «Art Unlimited» nahmen u.a. teil: Paul McCarthy , Pipilotti Rist, Chris Burden, Sylvie Fleury, Frank Thiel, Jeff Wall, Bruce Nauman, Heimo Zobernig, James Turrell, Erwin Wurm, Diana Thater, Isa Genzken, Atelier van Lieshout, Michel Verjux, Mario Merz, Andrea Zittel, Ugo Rondinone, Ilya Kabakov, Katharina Fritsch, Luciano Fabro, Gerwald Rockenschaub, Richard Serra, Rodney Graham, Wim Delvoye, Louise Bourgeois.

Ausgewählt wurden die 66 Projekte für die diesjährige Ausgabe von «Art Unlimited» aus über hundert Bewerbungen durch das Art Committee. Platziert werden sie von den beiden Kuratoren Martin Schwander und Simon Lamunière in Form einer offenen Ausstellung.
«Art Unlimited» wird auch dieses Jahr von einem separaten, attrak-tiven Katalogbuch (CHF 20.-) begleitet, in dem jedes einzelne Projekt ausführlich vorgestellt wird. Dieses erscheint zur Eröffnung, welche mit einer Preview für geladene Gäste am Abend des
10. Juni 2002 beginnt.

ein - leuchten im Museum der Moderne Salzburg / Mönchsberg (25.07.-31.08.04)


Die Ausstellung "ein-leuchten" zum Thema Licht soll noch vor seiner offiziellen Eröffnung am 23.10.04 einen Einblick in das neu erbaute Museum der Moderne in Salzburg geben.

"Rechtzeitig zur Festspielzeit wird dem internationalen Publikum ein erstes Erleben des eben fertiggestellten Museums der Moderne Mönchsberg ermöglicht. Lichtobjekte, Licht- und Filminstallationen internationaler Künstler setzen die neuen Ausstellungsräume sowie das gesamte Gebäude erstmals in Szene.

"keine kunst ohne licht" (Ben Vautier).
Dieser Ausspruch des französischen Fluxus-Künstlers Ben Vautier ist bei "Einleuchten" im mehrfachen Wortsinn zu nehmen: philosophisch, das Licht als Grundlage des Lebens überhaupt, und ironisch-praktisch, ohne Lichtquelle ließe sich im Museum keine Kunst betrachten, und technisch-materiell, das Licht als Material und Energiequelle der präsentierten Kunstwerke.

"ein-leuchten" versammelt hochkarätige Gegenwartskünstler, die mit dem Medium Licht arbeiten. Die Leuchtkunstwerke fungieren jedes für sich als kleine Leuchttürme in den Räumen: durch ihre Verteilung ermöglichen sie einen lustvollen Durchgang durch die neuen Museumsräume des Museum der Moderne Salzburg am Mönchsberg - eine Flanerie, in unterschiedliche Licht- und Farbstimmungen getaucht. Die Besucher erleben so auf kunstvolle Weise ihr neues Haus und können sich die Räume assoziativ-spielerisch erschließen. Hoher Kunstgenuss, die Begegnung mit internationalen Namen verbindet sich mit neuem lustvollen Raumerlebnis.
...
Die Ausstellung stellt verschiedene Aspekte von 'Licht' dar - das verwendete Material reicht von glühend weiß bis nächtlich schwarz, von dahinschwindend schwach bis kräftig und stark: Betrachtet wird Licht, das zum Projezieren von Videos und filmischen Arbeiten genutzt wird, Licht in komplexen, medialen Umgebungen, Licht als eine Quelle für Neon und LED Arbeiten und Licht in seiner atmosphärischen Beschaffenheit. In diesem Sinne wird der Begriff 'Licht' mit dem nahe stehenden, griechischen Begriff 'Phainomenon' - Erscheinung - in Verbindung gebracht, beziehungsweise davon hergeleitet. 'Phainomenon' bezeichnet etwas, das im Prozess des Werdens und der Metamorphose entsteht. Für einen kurzen Zeitraum wird "ein-leuchten" dieses Stadium des Erscheinens und des Scheins verdeutlichen, bevor die Dimensionen des Seins und der Kontinuität in die Museumsräume einziehen.

Die Ausstellung beschäftigt sich auch mit der Natur der menschlichen Wahrnehmung in einem Zeitalter von Technologie und mit dem Erlebnis der Wahrnehmung in einem Feld von Visionen, das durch vielschichtige visuelle Stimuli bestimmt ist. Die Künstler, die mit Licht und Medien arbeiten, gestalten Plätze und erzeugen Erfahrungen, bei denen das Sehen diese Plätze einnimmt. Gemeint ist ein Sehen, das über das Gesehene hinausgeht und eine Wahrnehmung jenseits des Systems von euklidischen Ebenen und Koordinaten aktiviert, durchdrungen von Bildern, Erinnerungen und Geschichten.

Die Gesamtfläche von insgesamt 2.300 m2 dient der Ausstellung von Videoinstallationen mit narrativen und interaktiven Elementen auf der ersten Ebene, Text-Neon-Arbeiten und plastischen Lichtarbeiten auf der zweiten Ebene, Installationen und atmosphärischen Kunstwerken auf der letzten Ebene.

Die Ausstellung ist als festliche Geste gedacht, die Helligkeit und Innovation ausdrückt und gleichzeitig sowohl heimischen als auch internationalen Gästen die Möglichkeit bietet, die neuen Museumsräume sowie eine große Anzahl von Kunstwerken einer Auswahl von internationalen Künstlern zu erleben.

Beteiligte Künstler:
Darren Almond, Siegrun Appelt, John M Armleder, Ecke Bonk, Angela Bulloch, Olafur Eliasson, Tracey Emin, Sylvie Fleury, Carsten Höller, Jenny Holzer, Teresa Hubbard & Alexander Birchler, Christoph Keller, Brigitte Kowanz, Won Ju Lim, Tim Noble & Sue Webster, Finnbogi Pétursson, Jack Pierson, Pipilotti Rist, Julian Rosefeldt, Charles Sandison, Diana Thater, Slaven Tolj, Michel Verjux, Cerith Wyn Evans. " (Quelle / Presse: Museum der Moderne, Salzburg)

Gleichzeitig wird im Museum der Moderne Salzburg / Rupertinum die Ausstellung "traitor" mit Arbeiten von Philippe Bradshaw sowie "Malerei als Skulptur" mit Arbeiten von Donald Baechler eröffnet.

Ausstellungsdauer: 25.07.-31.(!)08.04
Öffnungszeiten: Täglich außer Montag 10:00-18:00, Mi 10:00 - 21:00 | Ausnahme: An Montagen während der Festspielzeiten (Ostern, Sommer) und der Mozartwoche ist das Museum auch Montags 10:00 - 18:00 geöffnet

Museum der Moderne Rupertinum | Wiener-Philharmoniker-Gasse 9 | 5020 Salzburg
www.museumdermoderne.at


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