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ein - leuchten im Museum der Moderne Salzburg / Mönchsberg (25.07.-31.08.04)


Eingabedatum: 23.07.2004



bilder

Die Ausstellung "ein-leuchten" zum Thema Licht soll noch vor seiner offiziellen Eröffnung am 23.10.04 einen Einblick in das neu erbaute Museum der Moderne in Salzburg geben.

"Rechtzeitig zur Festspielzeit wird dem internationalen Publikum ein erstes Erleben des eben fertiggestellten Museums der Moderne Mönchsberg ermöglicht. Lichtobjekte, Licht- und Filminstallationen internationaler Künstler setzen die neuen Ausstellungsräume sowie das gesamte Gebäude erstmals in Szene.

"keine kunst ohne licht" (Ben Vautier).
Dieser Ausspruch des französischen Fluxus-Künstlers Ben Vautier ist bei "Einleuchten" im mehrfachen Wortsinn zu nehmen: philosophisch, das Licht als Grundlage des Lebens überhaupt, und ironisch-praktisch, ohne Lichtquelle ließe sich im Museum keine Kunst betrachten, und technisch-materiell, das Licht als Material und Energiequelle der präsentierten Kunstwerke.

"ein-leuchten" versammelt hochkarätige Gegenwartskünstler, die mit dem Medium Licht arbeiten. Die Leuchtkunstwerke fungieren jedes für sich als kleine Leuchttürme in den Räumen: durch ihre Verteilung ermöglichen sie einen lustvollen Durchgang durch die neuen Museumsräume des Museum der Moderne Salzburg am Mönchsberg - eine Flanerie, in unterschiedliche Licht- und Farbstimmungen getaucht. Die Besucher erleben so auf kunstvolle Weise ihr neues Haus und können sich die Räume assoziativ-spielerisch erschließen. Hoher Kunstgenuss, die Begegnung mit internationalen Namen verbindet sich mit neuem lustvollen Raumerlebnis.
...
Die Ausstellung stellt verschiedene Aspekte von 'Licht' dar - das verwendete Material reicht von glühend weiß bis nächtlich schwarz, von dahinschwindend schwach bis kräftig und stark: Betrachtet wird Licht, das zum Projezieren von Videos und filmischen Arbeiten genutzt wird, Licht in komplexen, medialen Umgebungen, Licht als eine Quelle für Neon und LED Arbeiten und Licht in seiner atmosphärischen Beschaffenheit. In diesem Sinne wird der Begriff 'Licht' mit dem nahe stehenden, griechischen Begriff 'Phainomenon' - Erscheinung - in Verbindung gebracht, beziehungsweise davon hergeleitet. 'Phainomenon' bezeichnet etwas, das im Prozess des Werdens und der Metamorphose entsteht. Für einen kurzen Zeitraum wird "ein-leuchten" dieses Stadium des Erscheinens und des Scheins verdeutlichen, bevor die Dimensionen des Seins und der Kontinuität in die Museumsräume einziehen.

Die Ausstellung beschäftigt sich auch mit der Natur der menschlichen Wahrnehmung in einem Zeitalter von Technologie und mit dem Erlebnis der Wahrnehmung in einem Feld von Visionen, das durch vielschichtige visuelle Stimuli bestimmt ist. Die Künstler, die mit Licht und Medien arbeiten, gestalten Plätze und erzeugen Erfahrungen, bei denen das Sehen diese Plätze einnimmt. Gemeint ist ein Sehen, das über das Gesehene hinausgeht und eine Wahrnehmung jenseits des Systems von euklidischen Ebenen und Koordinaten aktiviert, durchdrungen von Bildern, Erinnerungen und Geschichten.

Die Gesamtfläche von insgesamt 2.300 m2 dient der Ausstellung von Videoinstallationen mit narrativen und interaktiven Elementen auf der ersten Ebene, Text-Neon-Arbeiten und plastischen Lichtarbeiten auf der zweiten Ebene, Installationen und atmosphärischen Kunstwerken auf der letzten Ebene.

Die Ausstellung ist als festliche Geste gedacht, die Helligkeit und Innovation ausdrückt und gleichzeitig sowohl heimischen als auch internationalen Gästen die Möglichkeit bietet, die neuen Museumsräume sowie eine große Anzahl von Kunstwerken einer Auswahl von internationalen Künstlern zu erleben.

Beteiligte Künstler:
Darren Almond, Siegrun Appelt, John M Armleder, Ecke Bonk, Angela Bulloch, Olafur Eliasson, Tracey Emin, Sylvie Fleury, Carsten Höller, Jenny Holzer, Teresa Hubbard & Alexander Birchler, Christoph Keller, Brigitte Kowanz, Won Ju Lim, Tim Noble & Sue Webster, Finnbogi Pétursson, Jack Pierson, Pipilotti Rist, Julian Rosefeldt, Charles Sandison, Diana Thater, Slaven Tolj, Michel Verjux, Cerith Wyn Evans. " (Quelle / Presse: Museum der Moderne, Salzburg)

Gleichzeitig wird im Museum der Moderne Salzburg / Rupertinum die Ausstellung "traitor" mit Arbeiten von Philippe Bradshaw sowie "Malerei als Skulptur" mit Arbeiten von Donald Baechler eröffnet.

Ausstellungsdauer: 25.07.-31.(!)08.04
Öffnungszeiten: Täglich außer Montag 10:00-18:00, Mi 10:00 - 21:00 | Ausnahme: An Montagen während der Festspielzeiten (Ostern, Sommer) und der Mozartwoche ist das Museum auch Montags 10:00 - 18:00 geöffnet

Museum der Moderne Rupertinum | Wiener-Philharmoniker-Gasse 9 | 5020 Salzburg
www.museumdermoderne.at

ch



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