Öffentliche Kunst als Denkmalkritik


Eingabedatum: 20.10.2001

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Gegenstand der Untersuchung "Öffentliche Kunst als Denkmalkritik" sind künstlerische Arbeiten, die in Bezugnahme auf Denkmäler konzipiert bzw. realisiert werden, das heißt in Bezugnahme auf öffentliche Erinnerungszeichen, die von vornherein dazu errichtet wurden, an Personen oder Ereignisse zu erinnern. Seit Christos Verhüllung eines Reiterstandbildes auf dem Mailänder Domplatz 1970 ist eine nicht geringe Anzahl denkmalbezogener Arbeiten u.a. von Daniel Buren, Jochen Gerz, Hans Haacke, Jenny Holzer und Krysztof Wodiczko in Auseinandersetzung mit Kriegerdenkmälern, Mahnmalen zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus oder Lenin-Denkmälern entstanden. In der Untersuchung wird deutlich, in welcher Hinsicht Künstler die durch Denkmäler zum Ausdruck gebrachte Erinnerung an Personen oder Ereignisse reflektieren und daß Künstler zumeist kritisch zu den Ausgangsmonumenten Stellung nehmen. Zudem wird verständlich, wie Künstler sich mit der gesellschaftlichen und politischen Funktion von Denkmälern befassen. Einzelanalysen denkmalbezogener Arbeiten bilden die Voraussetzung dafür, Aussagen zur Spezifik denkmalbezogener Kunst im allgemeinen zu treffen sowie Erkenntnisse über die Möglichkeiten und Grenzen der künstlerischen Kommentierung fragwürdig gewordener Denkmäler zu gewinnen. in dieser wissenschaftlichen Publikation wird das Spektrum zeitgenössischer denkmalbezogener Kunst erstmals eingehend untersucht.


Herbert Jochmann




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