HANS-CHRISTIAN SCHINK Hier und dort

5. Mai bis 5. August 2018 | Saarlandmuseum Saarbrücken
Eingabedatum: 01.05.2018

Werkabbildung

Sanitz, 2005, C-Print/Diasec, Ed. 5 + 3 + 2apbilder

Unter dem Titel "Hier und dort" wird ab dem 5. Mai eine Werkschau von Hans-Christian Schink in der Modernen Galerie des Saarlandmuseums zu sehen sein. Die von Dr. Roland Augustin kuratierte Ausstellung präsentiert etwa 75 Arbeiten aus den letzten 20 Jahren. Es erscheint ein gleichnamiger Katalog mit Beiträgen von Dr. Roland Augustin und Dr. Roland Mönig. Zur Vernissage am 4. Mai um 19 Uhr lädt der Künstler sehr herzlich ein.

Ebenfalls Anfang Mai erscheint eine neue Publikation im Kerber Verlag. "Burma" versammelt 85 Aufnahmen, die in den Jahren 2013 bis 2016 auf fünf Reisen in das südostasiatische Land entstanden sind. Das Projekt wurde von der Stiftung Kunstfonds gefördert und vom Goethe-Institut Myanmar unterstützt.

Saarlandmuseum Saarbrücken

https://kulturbesitz.de/

Presse






Daten zu Hans-Christian Schink:

- Art Basel 2013
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- Gallery Weekend Berlin 2014
- Kunstverein - Palais für aktuelle Kunst, Glückstadt
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

Weiteres zum Thema: Hans-Christian Schink



Landschaft als Metapher - Ursula Blickle Stiftung, Kraichtal (11.9.-16.10.05)


Natur ist heute ein ebenso vermessener Raum wie der urbane Ballungsraum der Großstädte. Satelliten gesteuerte Technik ermöglicht die gradgenaue Beschreibung jedes erdenklichen Flecks dieser Erde. So sind auch vermeintlich noch unentdeckte Regionen längst in den Atlanten der Zivilisation detailgenau vermerkt. Die unberührte Natur kann daher heute nur mehr eine Idealvorstellung sein, ein Traum, ein Bild.
Die Ausstellung "Landschaft als Metapher" stellt zwanzig fotografische Positionen internationaler Künstler aus Japan, den USA, England, Italien, Österreich, Deutschland sowie den Niederlanden zusammen, die sich seit den 1980er Jahren fast ausschließlich mit dem Thema der Landschaft auseinandersetzen.
Natürlich ist Landschaft nicht allein Beschreibung eines idealisierten "reinen" Naturzustandes, sondern in ihr kann auch gesellschaftlicher und struktureller Wandel kritisch zum Ausdruck kommen. So ist die von Industrialisierung und Besiedelung geprägte Landschaft in das allgemeine Bildgedächtnis gerückt und aus unserer heutigen Vorstellung von Naturdarstellung nicht wegzudenken. In diesem Sinne bewegen sich die Exponate der Ausstellung zwischen den beiden Extremen der Darstellung von Natur: Landschaft einerseits als Inbegriff der idealen reinen zivilisationsfernen Natur, andererseits als Spiegel moderner und postmoderner Kultivierung.
Die Metapher wird allgemein genutzt um bildlich etwas zu umschreiben, für das man kein passendes Wort hat, oder das man nicht beim Namen nennen möchte. So nimmt die Landschaft in den vorgestellten Arbeiten eine stellvertretende Funktion ein. Sie kann im fotografischen Bild Wunschwelt werden, Ausdruck des Bedürfnisses nach Unmittelbarkeit, Meditation, Ruhe, Harmonie, Weltflucht - wie z. B. in den Arbeiten von L. Davis, Hiroschi Sugimoto und Th. J. Cooper. Sie kann aber auch Sinnbild einer Krise oder des Umbruchs werden – Dokument der menschlichen Zerstörung und Selbstzerstörung. Hierfür stehen Arbeiten von z. B. N. Hatakeyama, M. Spiluttini oder W. Niedermayr.
Einzelne Arbeiten der Ausstellung schaffen eine beeindruckende Verknüpfung von romantischer und kritischer Landschaftsdarstellung, indem sie klassische Darstellungsformen wählen, anhand derer sie subtil auf Eingriffe in und Entfremdung von der idealen Natur hinweisen. Die Landschaftsdarstellung orientiert sich hier am kunstgeschichtlichen Kodex und appelliert an unsere kulturelle Erinnerung (z. B. E. Esser, L. Ghirri, P. de Pietri, P. Bialobrzeski). Kultivierte Landschaft umfasst aber eben auch die „Un-Orte“ der postindustriellen Gesellschaft als Gegensatz zur idealen Landschaft. Orte, als vernachlässigte Teile im urbanen Kontext, tote Winkel Brachflächen, durch Bauten zerstörte oder durch künstliche Eingriffe manipulierte Natur (Hans-Christian Schink, E. Raab, M. Tusch, D. Bouwhuis). Besonders in den Arbeiten junger zeitgenössischer Fotografen lässt sich eine scheinbar teilnahmslose Darstellung, die das vorgefundene kühl und registrierend dokumentiert, ausmachen. Trotz der schonungslosen Auswahl der Motive liegt diesen Fotografien eine besonders metaphorische Stärke zugrunde. Denn nicht unmittelbar für den (verlorenen) Ort selbst steht der Un-Ort, sondern er weist über sich hinaus auf eine viel komplexere gesellschaftliche Entwicklung. Die Darstellung gebändigter und klassifizierter Natur in Form der Abstraktion wie z. B. bei T. Matsue oder den kultivierten Gartenlandschaften von L. Ghirri stehen im klaren Gegensatz zu den romantischen Landschaften eines E.Esser.
Absicht der Ausstellung ist es, ganz unterschiedliche Intentionen der Künstler zu vergleichen, wobei es in keinem Falle um die Vedute geht, also konkrete Landschaften oder Landschaftsausschnitte, die als geografische oder lokale Repräsentation zu verstehen sind. Vielmehr wird die Landschaft zum Ausdruck von Sehnsucht, Angst oder Kritik. Sehnsucht nach romantisch empfundener Harmonie mit der Natur; Angst vor der eigenen Entfremdung durch das Verschwinden einer "natürlichen" Umgebung oder vor der Übermacht der Natur; Kritik in der Konfrontation von Natur und Zivilisation.

Künstler der Ausstellung: Robert Adams, Luca Andreoni / Antonio Fortugno, Peter Bialobrzeski, Dik Bouwhuis, Thomas Joshua Cooper, Lynn Davis, Elger Esser, Luigi Ghirri, Naoya Hatakeyama, Bill Jacobson, Taiji Matsue, Walter Niedermayr, Paolo de Pietri, Emanuel Raab, Stefano Scheda, Hans-Christian Schink, Annalisa Sonzogni, Margherita Spiluttini, Hiroshi Sugimoto, Martin Tusch" (Presse / Ursula Blickle Stiftung)

Abbildung: Naoya Hatakeyama, Lime Hill (Quarry Series), 270403, 1986-1991

Öffnungszeiten: Mi 14-17 Uhr, So 14-18 Uhr und nach Vereinbarung

Ursula Blickle Stiftung, Mühlweg 18, 76703 Kraichtal-Unteröwisheim Tel +49 7251 60919

ursula-blickle-stiftung.de


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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    Jonathan Meese / Daniel Richter / Tal R - BAVID DOWIE

    Unter dem Titel Bavid Dowie präsentiert das Kunsthaus auf drei Etagen farbintensive Gemälde und Skulpturen, die in einer einmaligen Zusammenarbeit im Vorfeld der Ausstellung entstanden sind. weiter


    IN THE CUT - Der männliche Körper in der feministischen Kunst

    Sexualität als zentrales Thema in der Kunst war bis in die 1970er Jahre vornehmlich vom männlichen Blick auf den weiblichen Körper beherrscht. weiter


    Raum D: Digitale Projekte Malte Bruns

    Bis zum 9. September gibt die neu initiierte Reihe „Raum D: Digitale Projekte“ Einblicke in die Praktiken junger medienkünstlerischer Positionen. weiter


    Raphaela Vogel Ultranackt

    Die neuen Arbeiten in dieser ersten Einzelausstellung ausserhalb ihrer deutschen Heimat entfalten eine Welt, die aufregend und dystopisch zugleich ist.
    weiter


    Jutta Koether Tour de Madame

    Kaum eine andere Künstlerin hat unser heutiges Verständnis von Malerei und von der Kulturlandschaft seit den 1980er Jahren so entscheidend geprägt wie Jutta Koether. weiter


    Jan Bräumer / Sebastian Tröger

    Unter dem Titel Von vielen Möglichkeiten weiß der Dinosaurier nichts präsentiert das Kunsthaus Gemälde, Zeichnungen und Installationen von Jan Bräumer (*1970 in Darmstadt) und Sebastian Tröger (*1986 in Erlangen). weiter


    Ernst Caramelle - Very angenehme Konzeptkunst

    Was ist Wirklichkeit, was nur Schein? Bei den raffinierten Wandgemälden des in Tirol geborenen Künstlers Ernst Caramelle (*1952) verschwimmen diese Grenzen. In der stillen und zugleich eindrucksvollen Einzelausstellung „Very angenehme Konzeptkunst“ zeigt Marta Herford anhand von Zeichnungen, Film, „Lichtarbeiten“ sowie einer eigens für die Lippold-Galerie konzipierten Wandmalerei Caramelles gewitzte und verblüffende Konzeptkunst. weiter

    Elke aus dem Moore ist neue Leiterin der Akademie Schloss Solitude

    Elke aus dem Moore folgt Jean-Baptiste Joly, der die Akademie von Beginn an geleitet hat. weiter


    erreger– | EIGEN frequenz

    Die zweiteilige Ausstellung erreger- | EIGEN frequenz widmet sich vom 17. Mai bis 10. Juni 2018 mit Werken von Prof. Una H. Moehrke sowie von ihren Studierenden und Alumni und einem außergewöhnlichen Begleitprogramm dem Phänomen der Gabe und dem Prinzip von Impuls und Resonanz. weiter


    Herr Fritz, woher stammen die Bilder? Ausstellung zur Provenienzforschung im MKK Dortmund

    „Herr Fritz, woher stammen die Bilder?“ Provenienzforschung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund weiter

    Andreas Wachter – Bilder, Plastiken

    "Nichts erklären – beleuchten" (Andreas Wachter) weiter

    Tatjana Doll erhält den Konrad-von-Soest-Preis 2018

    Tatjana Doll, Professorin für Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, erhält den Konrad-von-Soest-Preis. weiter


    Schirin Kretschmann

    Die ortsbezogenen Arbeiten von Schirin Kretschmann bestechen durch ihre Präsenz. weiter


    Christine und Irene Hohenbüchler Räume im Raum

    Die Künstlerinnen Christine und Irene Hohenbüchler (geb. 1964 in Wien) sind bekannt für ihre Installationen, die das Publikum im Sinne einer Multiplen Autorenschaft miteinbeziehen. weiter


    Gert & Uwe Tobias

    2018 endet die Steinkohleförderung und damit eine für die deutsche Geschichte der letzten 150 Jahre prägende Epoche. weiter


    Ulrich Wagner. Urbane Systeme

    Weiß, aber keinesfalls farblos – so präsentieren sich die Werke der Ausstellung „Weiß ist der Grund“ ab 6. Mai im Museum Ritter. Zu sehen sind rund 60 Bilder, Plastiken und Objekte aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter, in denen Weiß eine besondere Rolle spielt. weiter


    DYSTOPIA. Zum 200. Geburtstag von Karl Marx

    Anhand verschiedener künstlerischer Interventionen zeigt die Ausstellung Arbeiten von KünstlerInnen, die sich kritisch mit unserer ökonomischen und sozialen Gegenwart und deren ideellen Hintergründen auseinandersetzen. weiter


    Maria Lassnig BE-ZIEHUNGEN

    Maria Lassnig (1919–2014) gehört zweifellos zu den prägenden Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts; ihre körperbezogene Malerei nimmt eine für die Entwicklung der Gegenwartskunst zentrale Stellung ein. weiter

    Sarah Ortmeyer FLYRT

    FLYRT zeigt klassische Disziplinen der Kunst: Bildhauerei, Malerei und Film in anti-traditionellen Präsentationsformen. weiter


    Ashley Hans Scheirl - Genital Economy Posing

    In Ashley Hans Scheirls „life art“ steht das Hinterfragen von gesellschaftlichen Normen und Verhältnissen sowie die Weiterentwicklung des Umgangs mit der eigenen Identität und Sexualität im Zentrum ihrer oft medienübergreifenden Arbeiten. weiter