Schirin Kretschmann

12.5. - 10.6.2018 | Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Eingabedatum: 10.05.2018

Werkabbildung

Labor (c) Schirin Kretschmann, VG-Bild Kunst Bonn 2018bilder

Die ortsbezogenen Arbeiten von Schirin Kretschmann bestechen durch ihre Präsenz. In ihren »installativen Malereien« siebt sie etwa große Flächen aus leuchtendem Pigment über abgebaute Elemente der Architektur oder platziert gefärbtes Speiseeis im Ausstellungsraum, das sich im Vorgang des Schmelzens und Wiederantrocknens subtil mit der Umgebung verbindet. Der prozessuale Charakter eines jeden Werkes entwickelt sich zumeist erst nach der vermeintlichen Fertigstellung.

Im Studioraum realisiert die Künstlerin eine Arbeit mit schwarzem Lederfett. Als synästhetisches Erlebnis konstituiert sich diese Intervention aus der Spannung zwischen den Eigenschaften des Materials und der Spezifik des Ausstellungsraums.

Eröffnung am Freitag, 11. Mai 2018, 19 Uhr

Staatliche Kunsthalle
Baden-Baden
Lichtentaler Allee 8 a
76530 Baden-Baden
kunsthalle-baden-baden.de

Presse






Daten zu Schirin Kretschmann:

- art berlin 2017
- Kunstverein Braunschweig 2016
- Made in Germany 3

Weiteres zum Thema: Schirin Kretschmann



FormalSozialStruktur - Kunsthaus L6, Freiburg (29.11.08-11.1.09)


Warum nicht einfach die Maßstäbe vertauschen? Oder den Zufall walten lassen? Beobachten, wie sich geheime Strukturen aus dem vermeintlichen Chaos herausschälen? Sich überlegen, wie Geräusche aussehen? Auf die Bedingungen des Raumes reagieren? Das Vorhandene verändern, begrenzen, einfassen, ordnen, sortieren. Spuren hinterlassen. Altbekanntes neu sehen, umdeuten. Dem Betrachter einen Weg ins Unbekannte weisen. Denn selbst das Chaos hat eine Struktur...

Bei der diesjährigen Regionale sind im Freiburger Kunsthaus L6 Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern zu sehen, die mal spielerisch und humorvoll, mal analytisch Strukturen und Ordnungen reflektieren und erproben.

Einige der eingeladenen Künstler reagieren mit ortsbezogenen Arbeiten auf die Gegebenheiten des Kunsthaus L6 wie bspw. Gerda Maise, die mit ihren farbigen Gummibändern architektonische Details akzentuiert oder das Künstlerduo Schär/Spillmann mit ihrer Plastik. Direkt auf die Wand arbeiten Kathrin Borer mit nahezu transparenten Einzelszenen und Bettina Maurer mit Körperzeichnungen von Turnern, die in zweidimensionale geometrische Strukturen einspannt werden.
Das Prinzip der Schichtung ist zentral in Helge Greys Schreibmaschinenbildern. Auch in Christina Schmids bestickten Fotografien „Paris et ses merveilles“ werden fantasievolle, imaginäre Grundrisse über Ansichten von Pariser Monumenten geblendet.
Indra spannt in ihren Zeichnungen gegenständliche Darstellungen in einen ornamentalen Rahmen. Ungegenständliche Strukturen stehen hingegen bei den Aquarellen von Maria Magdalena Z’Graggen und den Häkelarbeiten von Sandra Rau im Vordergrund.
Mit Vertauschungen und Verschiebungen experimentieren Kristina Köpp und Jens Reichert, Pawel Ferus, Dunja Herzog und Serge Hasenböhler, indem sie Maßstäbe, Innen und Außen oder Materialeigenschaften verkehren. Die Reflexion formaler und sozialer Strukturen ist vielschichtig und unauflöslich miteinander verwoben.

In den gezeigten Arbeiten werden bestehende räumliche wie soziale Strukturen transparent gemacht, kritisch hinterfragt und aufgebrochen. Gleichzeitig werden neue Strukturmodelle erfunden und gebaut.

Carola Conradt

Teilnehmende Künstler:
Lisa Biedlingmaier, Kathrin Borer, Boycotlettes, Gianin Conrad, Michel Déjean, Pawel Ferus, Liliane Freiermuth, Salome Ghazanfari, Helge Grey, Serge Hasenböhler, Dunja Herzog, Indra, Kristina Köpp, Schirin Kretschmann, Raphael Linsi, Gerda Maise, Antoanetta Marinov, Bettina Maurer, Sandra Rau, Jens Reichert, Susanne Schär/Peter Spillmann, Christina Schmid, Celia Sidler, Maria Magdalena ZGraggen

Die Ausstellung findet im Rahmen der Regionale 9 statt: regionale 9

Abbildungen:
- Serge Hasenböhler, Passiflora Ligularis, 2008
- Jens Reichert, Tourelle, 2006
- Dunja Herzog, Made in Wearing the World, 2005

Kunsthaus L6
Lameystraße 6
79108 Freiburg
T. 0761-5035991 (nur während der Öffnungszeiten)
kunsthausL6.de

Öffnungszeiten: Do, Fr 16-19 Uhr; Sa, So 11-17 Uhr
Am 25./26.12.2008 sowie 1./6.1.2009 bleibt die Ausstellung geschlossen!


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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    Jonathan Meese / Daniel Richter / Tal R - BAVID DOWIE

    Unter dem Titel Bavid Dowie präsentiert das Kunsthaus auf drei Etagen farbintensive Gemälde und Skulpturen, die in einer einmaligen Zusammenarbeit im Vorfeld der Ausstellung entstanden sind. weiter


    IN THE CUT - Der männliche Körper in der feministischen Kunst

    Sexualität als zentrales Thema in der Kunst war bis in die 1970er Jahre vornehmlich vom männlichen Blick auf den weiblichen Körper beherrscht. weiter


    Raum D: Digitale Projekte Malte Bruns

    Bis zum 9. September gibt die neu initiierte Reihe „Raum D: Digitale Projekte“ Einblicke in die Praktiken junger medienkünstlerischer Positionen. weiter


    Raphaela Vogel Ultranackt

    Die neuen Arbeiten in dieser ersten Einzelausstellung ausserhalb ihrer deutschen Heimat entfalten eine Welt, die aufregend und dystopisch zugleich ist.
    weiter


    Jutta Koether Tour de Madame

    Kaum eine andere Künstlerin hat unser heutiges Verständnis von Malerei und von der Kulturlandschaft seit den 1980er Jahren so entscheidend geprägt wie Jutta Koether. weiter


    Jan Bräumer / Sebastian Tröger

    Unter dem Titel Von vielen Möglichkeiten weiß der Dinosaurier nichts präsentiert das Kunsthaus Gemälde, Zeichnungen und Installationen von Jan Bräumer (*1970 in Darmstadt) und Sebastian Tröger (*1986 in Erlangen). weiter


    Ernst Caramelle - Very angenehme Konzeptkunst

    Was ist Wirklichkeit, was nur Schein? Bei den raffinierten Wandgemälden des in Tirol geborenen Künstlers Ernst Caramelle (*1952) verschwimmen diese Grenzen. In der stillen und zugleich eindrucksvollen Einzelausstellung „Very angenehme Konzeptkunst“ zeigt Marta Herford anhand von Zeichnungen, Film, „Lichtarbeiten“ sowie einer eigens für die Lippold-Galerie konzipierten Wandmalerei Caramelles gewitzte und verblüffende Konzeptkunst. weiter

    Elke aus dem Moore ist neue Leiterin der Akademie Schloss Solitude

    Elke aus dem Moore folgt Jean-Baptiste Joly, der die Akademie von Beginn an geleitet hat. weiter


    erreger– | EIGEN frequenz

    Die zweiteilige Ausstellung erreger- | EIGEN frequenz widmet sich vom 17. Mai bis 10. Juni 2018 mit Werken von Prof. Una H. Moehrke sowie von ihren Studierenden und Alumni und einem außergewöhnlichen Begleitprogramm dem Phänomen der Gabe und dem Prinzip von Impuls und Resonanz. weiter


    Herr Fritz, woher stammen die Bilder? Ausstellung zur Provenienzforschung im MKK Dortmund

    „Herr Fritz, woher stammen die Bilder?“ Provenienzforschung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund weiter

    Andreas Wachter – Bilder, Plastiken

    "Nichts erklären – beleuchten" (Andreas Wachter) weiter

    Tatjana Doll erhält den Konrad-von-Soest-Preis 2018

    Tatjana Doll, Professorin für Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, erhält den Konrad-von-Soest-Preis. weiter


    Schirin Kretschmann

    Die ortsbezogenen Arbeiten von Schirin Kretschmann bestechen durch ihre Präsenz. weiter


    Christine und Irene Hohenbüchler Räume im Raum

    Die Künstlerinnen Christine und Irene Hohenbüchler (geb. 1964 in Wien) sind bekannt für ihre Installationen, die das Publikum im Sinne einer Multiplen Autorenschaft miteinbeziehen. weiter


    Gert & Uwe Tobias

    2018 endet die Steinkohleförderung und damit eine für die deutsche Geschichte der letzten 150 Jahre prägende Epoche. weiter


    Ulrich Wagner. Urbane Systeme

    Weiß, aber keinesfalls farblos – so präsentieren sich die Werke der Ausstellung „Weiß ist der Grund“ ab 6. Mai im Museum Ritter. Zu sehen sind rund 60 Bilder, Plastiken und Objekte aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter, in denen Weiß eine besondere Rolle spielt. weiter


    DYSTOPIA. Zum 200. Geburtstag von Karl Marx

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    Maria Lassnig BE-ZIEHUNGEN

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    FLYRT zeigt klassische Disziplinen der Kunst: Bildhauerei, Malerei und Film in anti-traditionellen Präsentationsformen. weiter


    Ashley Hans Scheirl - Genital Economy Posing

    In Ashley Hans Scheirls „life art“ steht das Hinterfragen von gesellschaftlichen Normen und Verhältnissen sowie die Weiterentwicklung des Umgangs mit der eigenen Identität und Sexualität im Zentrum ihrer oft medienübergreifenden Arbeiten. weiter