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Stefanie Hollerbach: Material Turn – Objekte und Malerei

14.07.2026 - 11.09.2026 | Kunstverein Freunde Aktueller Kunst, Zwickau

Eingabedatum: 18.07.2026

Werkabbildung
Abb.: Stefanie Hollerbach, Balance, 2026, Aluminium - Photo: Stefanie Hollerbach/Galerie Gebrüder Lehmann Dresden
Stefanie Hollerbach zeigt im Kunstverein Freunde Aktueller Kunst neue Arbeiten, die sich mit unserer Wahrnehmung und dem Zusammenspiel von Material und Raum beschäftigen. Mit reduzierten Materialien greift sie Elemente aus architektonischen Formen, Alltagsgegenständen und technischen Fundstücken auf und überführt sie in minimalistische Kompositionen. Sowohl in ihren dreidimensionalen Objekten als auch in der Malerei untersucht Hollerbach, wie Bedeutung konstruiert und erinnert wird und in welchen Prozessen sich diese verschieben kann.

Stefanie Hollerbach wurde im Jahr 2000 geboren und wuchs in Steingaden auf. Von 2016 bis 2019 absolvierte sie eine Ausbildung zur Holzbildhauerin in Oberammergau. Seit 2019 studiert sie Bildende Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Alicja Kwade, Monika Brandmeier und Mandla Reuter. Im Jahr 2023 verbrachte sie zwei Semester an der UMPRUM (Akademie für Kunst, Architektur und Design) in Prag im Atelier für Bildhauerei.

14.07.2026 - 11.09.2026
Kunstverein Freunde Aktueller Kunst, Zwickau

Hauptstraße 60/62, 08056 Zwickau

https://www.freunde-aktueller-kunst.de

Presse

Kontext

Einordnung:
Stefanie Hollerbachs Praxis verortet sich an der Schnittstelle von Post-Minimalismus und Konzeptkunst, wobei sie ihr klassisches handwerkliches Fundament als Holzbildhauerin in einen zeitgenössischen Raumdiskurs überführt. Die Transformation von Alltagsgegenständen und architektonischen Fragmenten in reduzierte Kompositionen knüpft an die Tradition des *Objet trouvé* an, erweitert diese jedoch um eine psychologische Dimension. Hierin spiegelt sich deutlich der Einfluss ihrer prägenden Lehrenden: Die kritische Untersuchung von Wahrnehmung, Bedeutungsverschiebung und Materialität erinnert stark an Alicja Kwades konzeptuelle Transformationen, während die räumlich-tektonische Strenge Parallelen zu Monika Brandmeiers skulpturalem Denken und Mandla Reuters ortsspezifischen Raumbefragungen aufweist. Indem Hollerbach Zwei- und Dreidimensionalität (Malerei und Objekt) verknüpft, schreibt sie sich in einen aktuellen Kunstdiskurs ein, der das fluide Verhältnis von kollektiver Erinnerung, physischer Materialität und architektonischem Raum neu verhandelt.
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