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Gerwald Rockenschaub

Dear Heartbeat

25.5.2014 - 11.1.2015 | SCHAUWERK Sindelfingen
Eingabedatum: 25.05.2014

vorher: Gerwald Rockenschaub

Das SCHAUWERK Sindelfingen widmet ab 25. Mai 2014 Gerwald Rockenschaub (*1952 in Linz) eine monographische Ausstellung, in der Bilder und Objekte aus den
letzten 20 Jahren seines Schaffens zu sehen sind. Der geborene Österreicher zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart und vertrat sein Land bereits 1993 auf der Biennale von Venedig. In der Ausstellung im SCHAUWERK Sindelfingen sind rund 30 Arbeiten zu sehen, die zum Großteil aus der Sammlung Schaufler stammen und ergänzt werden durch exklusive Leihgaben der Galerie Thaddaeus Ropac (Paris, Salzburg), der Galerie Mehdi Chouakri (Berlin) und der Galerie Georg Kargl (Wien).

Somit gibt die Schau einen vielfältigen Überblick über Gerwald Rockenschaubs künstlerisches Werk. Die Präsentation wurde unter dem Titel Dear Heartbeat gemeinsam mit dem Künstler eingerichtet. Gerwald Rockenschaub hat auf drei Etagen die Räume im SCHAUWERK Sindelfingen als Gesamtkonzept bearbeitet und gestaltet.
Grundsätzlich sind seine Ausstellungsprojekte als raumübergreifende Konzeption zu verstehen, die das physische Erlebnis des Betrachters in der Ausstellung steuert.

Gerwald Rockenschaub in der Sammlung Schaufler
Bereits seit 20 Jahren sammeln Peter Schaufler und Christiane Schaufler-Münch Arbeiten des heute in Berlin lebenden Künstlers. Mit Rockenschaubs Werk verbindet die Sammler insbesondere ihre Vorliebe für die sinnliche Qualität glänzender und scheinbar kühler Oberflächen wie auch für minimalistische Formen und leuchtende Farben. Neben großformatigen Installationen besitzen die Sammler eine beachtliche Anzahl charakteristischer Folienbilder des Künstlers, die von strahlenden, klar voneinander abgegrenzten Farben geprägt sind.

Die jüngst erworbene Rauminstallation Embrace Romance aus dem Jahr 2006, mit der Rockenschaub direkt in die Architektur des SCHAUWERKs eingreift, steht im
Mittelpunkt der Ausstellung. Die Arbeit besteht hier aus acht monochrom eingefärbten Holzplatten, die in mehreren Ebenen übereinander angeordnet sind
und den Raum des White Cube „umarmen“, indem sie eine neue architektonische Struktur schaffen.

Charakteristisch für Rockenschaub sind neben den bei Embrace Romance verwendeten MDF-Platten auch transparente oder fluoreszierende Acrylglasplatten,
die im Raum aufgestellt, ihre Wirkung auf den Betrachter ausüben. Von seiner Werkgruppe der aufblasbaren Objekte ist im SCHAUWERK die große Installation
aus dem Jahr 2000 mit dem Titel Aufblasbares Objekt, farblose, transparente PVCFolie, elektrisches Gebläse zu sehen. Rockenschaubs Raumarbeiten leben von ihrer Wahrnehmung vor Ort und dem Bezug zu ihrer individuellen räumlichen Situation.

Kultureller Hintergrund des Künstlers
Gerwald Rockenschaub studierte Geschichte, Philosophie und Psychologie an der Universität Wien und besuchte ab 1978 parallel dazu vier Jahre die Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Während seiner Studienzeit beschäftigte sich der Künstler u.a. mit Wahrnehmungspsychologie, der Wissenschaft, die die
Mechanismen untersucht, wie wir mit unseren Sinnen die Realität erfassen. Die Überlegungen und Ansätze dieser Disziplin spiegeln sich in seinen Arbeiten wider.

Seine künstlerische Karriere begann bereits in den 1980er-Jahren als Vertreter der Neo-Geo-Malerei, die die Ästhetik der amerikanischen Minimal Art mit der
Alltagskultur der Pop-Art verknüpfte. Einige Jahre später tauschte er die Ölfarbe gegen Plexiglas und industrielle Materialien. Seine Installationen, Objekte und Bilder entstehen am Computer und werden von Spezialisten gefertigt.
Rockenschaubs Werk ist geprägt durch analytisches Denken sowie durch das Prinzip der radikalen Reduktion und Konzentration auf wenige, aber wesentliche Elemente und Strukturen. Der Österreicher zählt zu den renommiertesten und erfolgreichsten Künstlern seines Landes. Neben seinem bildnerischen Werk ist Rockenschaub auch als Technomusiker und DJ erfolgreich. Die Musik und Clubszene gehört zu seinem kulturellen Hintergrund.

Inspiration und Assoziation
Anregungen für seine Kunst findet Gerwald Rockenschaub in Zeitschriften, dem Fernsehen, auf Reisen – seine gesamte Umwelt fließt als Mix in seine Werke.
Beeinflusst werden die Motive ebenfalls von zeitgenössischen Logos und Piktogrammen und stellen immer wieder visuelle Bezüge zu Werbung, Musik und
Mode her. Der Künstler selbst beschreibt seine Kunst als „gar nicht so abstrakt“, doch durch die enorme Reduktion wird es für den Betrachter schwierig, die
ursprüngliche Quelle seiner Inspiration zu erkennen.

Rockenschaub bezeichnet seine Arbeiten überwiegend ohne Titel, lediglich das Material aus dem sie geschaffen wurden, bildet den Namen seiner Kunstwerke.
Somit sind seine Folienbilder durchweg als Farbfolie auf Alucore, Aluminiumrahmen bezeichnet und anhand ihres Titels nicht zu unterscheiden – auch hier führt Gerwald Rockenschaub seinen Minimalismus fort. Der fehlende Titel ist gleichzeitig Teil seines visuellen Spiels, das jegliche Eindeutigkeit aufgibt, um den Betrachter zu eigenen Assoziationen anzuregen.

schauwerk-sindelfingen.de.

Pressemitteilung



Gerwald Rockenschaub:


- Art Basel 2013

- Art Basel 2016

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach 2014

- art berlin 2017

- art cologne 2015

- Daimler Art Collection

- documenta 12 2007

- evn sammlung

- Frieze LA 2019

- Frieze LA 2019

- Galerie Eva Presenhuber

- Galerie Thaddaeus Ropac

- Georg Kargl Fine Arts

- Japan und der Westen. Die erfüllte Leere - Kunstmuseum Wolfsburg, 2008

- Manifesta 1, 1996

- Medienturm Kunstverein Graz

- Sammlung Deutsche Bank 2020

- Sammlung Kunstmuseum Liechtenstein


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