50 Jahre Gruppe 53 im Museum der Stadt Ratingen (14.9. - 2.11.03)


Eingabedatum: 04.09.2003



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Ob Otto Herbert Hajek, Norbert Kricke, Emil Schumacher, Otto Piene, sie alle gehörten der Künstlervereinigung "Gruppe 53" an, der jetzt zu ihrem 50.Gründungsjahr eine Ausstellung gewidmet ist. Unter dem Titel "Auf dem Weg zur Avantgarde - Künstler der Gruppe 53" werden von den ehemals ca. 70 Künstlern nochmals 29 unterschiedliche Positionen gezeigt.

Teilnehmende Künstler: Fritz Bierhoff | Peter Brüning | Emil Cimiotti | Karl Fred Dahmen | Fred Fathwinter | Albert Fürst | Winfred Gaul| Herbert Götzinger | Otto Herbert Hajek | Gerhard Hoehme | Klaus Jürgen-Fischer | Herta Junghanns-Grulich | Horst Egon Kalinowski | Herbert Kaufmann | Dieter Kerchner | Konrad Klapheck | Heinz Kreutz | Norbert Kricke | Anneliese Külzer-Winter | Heinz Mack | Otto Piene | Peter Royen | Holger Runge | Rolf Sackenheim | Hans Salentin | Bernard Schultze | Emil Schumacher | Friederich Werthmann | Gerhard Wind

Pressemitteilung / Auszug: "... Zunächst als »Künstlergruppe Niederrhein 1953« gegründet, traf seit 1954, entscheidend aber seit 1955 mit dem Zugang einer neuen Generation, aus der viele der späteren Avantgarde zuzurechnen sind, in Düsseldorf ein Kreis junger ideenreicher Künstler zu einer auch auf die Zukunft gerichteten Initiative zusammen, die vereint als damals aktuelle »Gruppe 53« ihren Platz in der Zeitgeschichte fand. Aus spontan entstandener Gegenwart ist inzwischen lebendig gebliebene Historie geworden, deren Gewicht durch das weitere Wirken maßgebender damals beteiligter Kräfte bis heute zählt.

Die Idee, zum 50. Gründungsjahr der »Gruppe 53« hier in Ratingen eine umfassende Ausstellung zu erarbeiten, an die im übrigen in Düsseldorf keiner gedacht hat, ist vor dem Hintergrund entstanden, dass sich deren - inzwischen berühmt gewordene - Protagonisten auch in diesem Umfeld hier am Orte - quasi auf »exterritorialem Gebiet«, als Gäste von Peter Brüning beispielsweise - bewegt haben.

Dennoch soll die Ausstellung keine reine Erinnerungs- oder Jubiläumsschau sein, zu der alle Mitglieder der Gruppe und deren Gäste mit je einem Bild versammelt und aneinandergereiht werden. Von 1953 bis 1959 haben ca. 70 Künstler unterschiedlichster Coleur und Qualität mit der »Gruppe 53« ausgestellt. Deren Einbeziehung wird im Katalog vollzogen. Vielmehr wird das 50jährige Jubiläum zum Anlass genommen, speziell in der Ausstellung einer gewissen Dramaturgie im kurzen Leben dieser Gruppe nachzuspüren, die gegeben war durch das Entwicklungspotential ihrer wichtigsten Künstler. Von Ausstellung zu Ausstellung fortschreitend haben diese Künstler der Gruppe ein immer anderes Gesicht gegeben. Dieser These entspringt und folgt auch der programmatisch zu nennende Titel.

Die neunundzwanzig ausgewählten Künstler sind mit jeweils drei bis fünf Arbeiten vertreten. Die Austellung gibt mit ihren um die 100 Exponaten einen unmittelbaren Einblick in die deutsche Nachkriegskunst (1953-1959), die in diesem Falle in der Lage ist, gleichfalls ein Lehrstück zum Beginn und zur Entwicklung der bundesrepublikanische Avantgarde zu sein, die als solche über die Grenzen unseres Landes hinaus wirksam wurde. Die Gleichung: Düsseldorfer Kunstgeschichte nach 1945 = deutsche Kunstgeschichte nach 1945 geht nämlich in diesen Jahren auf erstaunliche Weise auf.

Hochkarätige frühe Bilder von u.a. Peter Brüning, Karl Fred Dahmen, Albert Fürst, Winfred Gaul, Gerhard Hoehme, Herbert Kaufmann und Gerhard Wind, Emil Schumacher, Bernard Schultze, aber auch von Heinz Mack, Otto Piene, Konrad Klapheck, sowie Plastiken aus dieser Zeit von Emil Cimiotti und Norbert Kricke bis Friederich Werthmann werden zu sehen sein und einen Bogen spannen von den jeweils künstlerischen Anfängen bis zu deren inzwischen Kunstgeschichte gewordenen ersten Kulminationspunkten (jeder Künstler ist auch mit einer späteren Arbeit aus den 1960er oder 1970er/80er Jahren zu sehen). Einen Anspruch auf Authentizität gewinnt die Schau vornehmlich durch die Tatsache, dass in der Regel die Arbeiten gezeigt werden, die in der kurzen Geschichte der Gruppe auch tatsächlich auf deren Ausstellungen zu sehen waren, es sei denn, sie sind inzwischen zerstört, verschollen oder unter keinen Umständen ausleihbar gewesen. In diesem Falle mußten Arbeiten, die denen aus jenen Jahren ähnlich sind, ersatzweise beschafft werden. Unsere Leihgaben kommen daher aus der ganzen Bundesrepublik: aus Künstlerbesitz, aus Nachlässen und aus Galerien, vor allem aber aus bedeutenden Privatsammlungen und Museumsbesitz. ..."

Öffnungszeiten Di-So 11-17 | Do 11-19 Uhr
Ausstellungsdauer: 14. September - 2. November 2003

Museum der Stadt Ratingen
Peter-Brüning-Platz 1 (Eingang Grabenstraße 21)
40878 Ratingen | Fon 02102 - 550-4180 | -4182
ratingen.de

ch




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