Magdalena Abele - Von schwindelnden Felsenschlüften

Fotografien

26. 01. - 23. 02. 2019 | Galerie Junge Kunst, Trier
Eingabedatum: 14.01.2019

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Magdalena Abele, Cala Pi (Taucher), 2017, 31 x 37 cm Originalgröße der Bilddatei: 2216 x 1849 Pixel, 2.1 MByte, Dateiformat: image/jpeg Bildgröße bei 300 dpi: 18.8 x 15.7 cmbilder

Magdalena Abeles künstlerisches Ansinnen wurzelt in der Romantik, ohne sich darin aber in irgendeiner Weise zu verlieren. Mit scharfem analytischen Blick behandelt sie ihr zentrales Thema, die von Menschenwesen "bevölkerte" Landschaft. Sie zerlegt, was sie sieht, und rekonstruiert daraus eine neue Bildwirklichkeit. Klug untersucht sie so zugleich das Medium der Fotografie, mit dem sie arbeitet. Sie folgt damit dem hohen Ideal eines nicht nur handwerkelnden, sondern komplexen und selbst-reflexiven Kunstschaffens.

Selbst sagt sie über ihre Arbeit:
"Ausgangspunkt meiner fotografischen Arbeit ist die Landschaft und der Mensch, der sich in ihr bewegt. Meine Bildsujets sind dabei oft solche Orte, die als touristische Anziehungspunkte bekannt sind: Menschen pilgern dorthin, nehmen die Natur mit ihrer Anwesenheit in Beschlag, bevölkern solche Orte, weil diese in Reiseführern als sehenswert ausgewiesen wurden.
Das Tourismusverhalten des Menschen bietet mir die visuelle Basis für eine weiterführende künstlerische Analyse und Betrachtung. Die ritualisierte Begehung der Landschaft zeigt sich in ihrer fast rührenden Hilflosigkeit als zum Scheitern verurteilter Versuch einer echten Annäherung an die Natur, das Ursprüngliche.
Erst bei näherer Betrachtung der durchkomponierten Panoramen fällt auf, dass in die natürliche Logik des Bildarrangements eingegriffen wurde. Denn meine Bilder zeigen keine Momentaufnahmen einzelner Situationen, sondern mehrere Ansichten zeitgleich in einem Bild. Ein Einzelbild reicht oft nicht aus, um das zu wiederzugeben, was mir der Ort in dem Moment des Fotografierens erzählt; aus zahllosen Aufnahmen aus ein- und derselben Perspektive setze ich ein neues Einzelbild zusammen. Durch diese zeitliche Verdichtung, in ihrer Intensität individuell variierend je nach Ort und Motiv, entstehen so Bilder, die sich in der Unschärfezone von Wirklichkeit und Simulation nicht eindeutig verorten lassen und so auf subtile Weise das Wirklichkeitsversprechen des fotografischen Bildes hinterfragen."

Galerie Junge Kunst
Karl-Marx-Straße 90, 54290 Trier
+49 (0)651 / 976 38 40

Samstag und Sonntag 14-17 Uhr
sowie nach telefonischer Vereinbarung

www.junge-kunst-trier.de

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