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Justus Bier Preis für Kuratoren

Februar 2020
Eingabedatum: 05.02.2020

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Ausstellungsansicht »Ruth Marten – Dream Lover« im Max Ernst Museum Brühl des LVR 2019, Foto: LVR/Uwe Weiserbilder

Der Justus Bier Preis für Kuratoren – seit 2009 zum elften Mal vergeben – geht in diesem Jahr an Dr. Jürgen Pech und Friederike Voßkamp.
Ausgezeichnet werden sie für das Ausstellungsprojekt und die Publikation Ruth Marten – Dream Lover im Max Ernst Museum Brühl des LVR vom 14.10.2018 bis zum 24.2.2019.

Aus der Begründung der Jury:
„Die New Yorker Multimedia-Künstlerin Ruth Marten macht souverän die Grenzen zwischen künstlerischen Disziplinen wie auch zu angrenzenden Feldern durchlässig. Vom Ausgangspunkt als Tätowiererin her knüpft sie in meisterlichen Collagen, Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen auf ebenso märchenhafte wie hochaktuelle Weise an DADA und Surrealismus, an Popkunst und Alltagsästhetik an und legt dabei eine schier überbordende Fantasie von subversiver Kraft an den Tag.
Das Max-Ernst Museum in Brühl widmete Ruth Marten kürzlich die erste museale Einzelausstellung in Europa und einen besonders liebevoll gestalteten Katalog, der Züge eines Künstlerbuches trägt, ohne dabei die Funktion als Medium übersichtlicher Information zu vernachlässigen.
Inmitten des künstlerisch reichen Rheinlands gelegen und umgeben von vielen herausragenden Museen und Ausstellungshäusern ist es dem Max-Ernst-Museum mit dieser Ausstellung einmal mehr auf exemplarische Weise gelungen, ausgehend vom Erbe Max Ernsts den Blick auf ein eigenwilliges, grenzgängerisches künstlerisches Werk zu richten und damit dem kunstinteressierten Publikum seine produktive Energie zu erschließen.“

Nach Bekanntgabe der Gewinner des diesjährigen Justus Bier Preis haben sich die Kuratoren Jürgen Pech und Friederike Voßkamp entschlossen, das Preisgeld dem Max-Ernst Museum Brühl zur Unterstützung seiner kuratorischen Arbeit zur Verfügung zu stellen.

Der mit 5.000 € dotierte Justus Bier Preis wird jährlich verliehen. Er wird getragen von der Helga Pape Stiftung Jens und Helga Howaldt, Hannover.

Mit dem Preis sollen fachlich und sprachlich herausragende Publikationen in Zusammenhang mit Ausstel­lungsprojekten aus dem deutschsprachigen Raum ausgezeichnet werden, die sich mit der bildenden Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts befassen. Eine vergleichbare Auszeich­nung für kuratorische Leistungen gab es zuvor nicht.

Die Stifter des Preises ebenso wie die Jury sind der Auffassung, dass die Arbeit von Kuratoren mehr Auf­merksamkeit verdient, als das heute der Fall ist. Schließlich ist die sprachliche und fachliche Ausein­andersetzung zwischen Kunst und Kurator eine der Grundlagen der Arbeit, die in Museum und Aus­stellungshaus geleistet wird.

Der Preis geht zurück auf eine Anregung von Dr. Carl Haenlein, Direktor der Kestner Gesellschaft Hannover von 1974 bis 2002.

Die Jury
Prof. Dr. Stephan Berg, Intendant Kunstmuseum Bonn (Vorsitzender der Jury seit 2015)
Lars Brandt, Schriftsteller, Bonn
Dr. Carl Haenlein, Hannover (Vorsitzender der Jury bis 2014, seit 2017 Ehrenpräsident der Jury)
Christina Vegh: Direktorin der Kestner Gesellschaft, Hannover
Prof. Thomas Wagner, Kritiker, Heppenheim/Bergstraße
Prof. Thomas Weski, Kurator an der Stiftung für Fotografie und Medienkunst mit Archiv Michael Schmidt, Berlin

www.helga-pape-stiftung.de


Presse



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