Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen 2020 an Ulrike Müller

September 2020
Eingabedatum: 28.09.2020

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Ulrike Müller, Copyright Katja Illnerbilder

Die Jury des diesjährigen Kunstpreises der Böttcherstraße in Bremen spricht der Künstlerin Ulrike Müller (vorgeschlagen von Christoph Grunenberg, Direktor der Kunsthalle Bremen) den mit 30.000 Euro dotierten Preis zu.

Ulrike Müller (geboren 1971 in Brixlegg / Österreich, lebt in New York City / USA) präsentiert in der Kunsthalle Bremen mehrere Wandarbeiten. "Ihr Werk ist eine der präzisesten Positionen im Feld der feministischen und queeren Malereidiskurse der Gegenwart." (Auszug Jurybegründung)
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Das Zusammenspiel von klarer Linie und Farbvariation kennzeichnet die Arbeiten von Ulrike Müller. Dafür bedient sie sich nicht der traditionellen Materialien der Malerei, wie Öl auf Leinwand, sondern zeigt ihr Spiel mit Form und Farbe in Techniken, die zum Kunstgewerbe zählen. Den großformatigen Teppich „Rug (estamos en contacto)“ hat eine mexikanische Weberei, mit der sie seit 2013 zusammenarbeitet, nach ihren Entwürfen gefertigt. Die Werkgruppe „Sequitur“ von sieben kleinformatigeren Bildern hat Müller dagegen eigenhändig in Emaille erstellt. Bei dieser Technik wird Glas unter Hitzeeinwirkung auf Metall geschmolzen und fixiert. Müllers Werke sind von Linien geprägt, die, aus der Ferne betrachtet, klare Grenzen zwischen einfarbigen Farbfeldern bilden. Manche der von vertikalen Achsen durchschnittenen Werke geben gegenständliche Motive zu erkennen, andere lassen solche höchstens erahnen und regen so die Vorstellungskraft an. Müller weitet ihren Ansatz über die Bildwerke hinweg auf den Raum aus und hat eigens für diese Ausstellung eine Wandmalerei entworfen, die ebenfalls mit kontrastierenden Farbflächen spielt. „ Farbige Wände verkomplizieren das Verhältnis zwischen Figur und Grund innerhalb der Bilder und werfen Fragen dazu auf, wo sie beginnen und enden“, so die Künstlerin. Während die Emaille-Bilder und der Teppich Farbflächen ohne Tiefenwirkung zeigen, verknüpft Müllers Wandmalerei die Werke mit dem Raum – und umgibt uns dadurch mit ihrer Formwelt.

2020 findet der „Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen“ zum 47. Mal statt. Vom 29. August bis 1. November 2020 präsentiert die Kunsthalle Bremen zehn vielversprechende Positionen der zeitgenössischen Kunst. Angesehene Kurator*innen wie Johan Holten, Bonaventure Soh Bejeng Ndikung oder Bettina Steinbrügge haben zehn Künstler*innen aus dem deutschsprachigen Raum nominiert: Bani Abidi, Nevin Aladag, Jesse Darling, Toulu Hassani, Janine Jembere, Anne Duk Hee Jordan, Ulrike Müller, Henrike Naumann, Raphaela Vogel und Stefan Vogel.

Die öffentliche Preisverleihung mit der Künstlerin ist unter Vorbehalt geplant für Dienstag, 27. Oktober 2020. Auf Grund der aktuellen Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr wird derzeit geklärt, ob und in welcher Form die Verleihung des Preises an die in den USA ansässige Künstlerin an diesem Termin stattfinden kann. Die Werke der Preisträgerin sowie der weiteren neun nominierten Künstler*innen sind noch bis zum 1. November 2020 in der Kunsthalle zu sehen.

Kunsthalle Bremen
Am Wall 207
28195 Bremen
www.kunsthalle-bremen.de

Presse



Ulrike Müller:


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- Carnegie International 2018

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