Nicole Ahlands fotografische Arbeit setzt sich seit vielen Jahren auf vielschichtige Weise mit den Themen Raum, Zeit und Licht auseinander. Nicole Ahland hat Freie Kunst an der Akademie fĂŒr Bildende KĂŒnste der Johannes Gutenberg-UniversitĂ€t studiert und bei Prof. Vladimir Spacek 2005 ihr Studium abgeschlossen. Als Vertreterin der kĂŒnstlerischen Fotografie arbeitet sie mit bildnerisch Ă€uĂerst reduzierten Mitteln. Ihre fotografischen Abstraktionen bewegen sich im Grenzbereich zwischen Malerei und Fotografie. Mit der ersten groĂen Einzelausstellung im Kunstverein Ludwigshafen werden zum einen Fotografien aus der Werkgruppe der abstrakten Arbeiten gezeigt. DarĂŒber hinaus arbeitet die KĂŒnstlerin momentan an einer neuen Werkgruppe, die in Ludwigshafen zum ersten Mal prĂ€sentiert wird.
Fotografie bedeutet fĂŒr Nicole Ahland gerade nicht das, was das Medium im allgemeinen VerstĂ€ndnis bedeutet: so genau wie möglich die RealitĂ€t wiederzugeben. Die Wirklichkeit wird bei ihr eher verunklĂ€rt, vernebelt, bleibt diffus. Nicole Ahland ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Lichtzeichnerin. Mit Hilfe der analogen Fotografie setzt sie das Medium als das ein, was es im ursprĂŒnglichsten Sinn auch ist: Mit optischen Mitteln wird ein Lichtbild auf einen lichtempfindlichen TrĂ€ger projiziert und gespeichert. So zeigen ihre fotografierten RĂ€ume gespeichertes Licht in ganz unterschiedlicher Form. Es sind RĂ€ume in lichteste Helligkeit oder in tiefe, nur von einem Lichtstrahl durchdrungene Dunkelheit getaucht. Das Bildmotiv, der Innen- oder auch der AuĂenraum, ist auf den ersten Blick unspektakulĂ€r, fast nicht erkennbar. Die Fotografien, sind in Form und Farbe streng reduziert, einzig das Licht gibt ihnen Substanz und eine sich schrittweise aufladende AtmosphĂ€re. âMich beschĂ€ftigen RĂ€ume, immer wieder RĂ€ume. So sind es InnenrĂ€ume, die mir begegnen, deren RaumqualitĂ€t, AtmosphĂ€re oder Geschichte mich einfangen. Diese RĂ€ume können ganz unterschiedlicher Art und Funktion sein,â sagt die KĂŒnstlerin. So wird die Gesamtinszenierung der Ausstellung auch den besonderen Charakter der Ausstellungshalle des Kunstvereins aufgreifen und reflektieren, den realen und den fiktiven Raum in einen spannungsvollen Dialog zueinander setzen.
Vita: Nicole Ahland (Jg. 1970) studierte an der Akademie fĂŒr Bildende KĂŒnste der Johannes-Gutenberg-UniversitĂ€t Mainz bei Prof. Vladimir Spacek. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen prĂ€sentiert u.a. âAppearancesâ Marburger Kunstverein 2013, âThe Unknownâ
3. Mediations Biennale 2012 Posen/PL. Sie erhielt u.a. den âGebhard-Fugel-Preis 2014â DG MĂŒnchen, 2012 das Saari Residence Stipendium, Kone Stiftung, Finnland und 2011 das Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz im KĂŒnstlerhaus Edenkoben. 2010 erhielt sie den Ramboux-Preis der Stadt Trier.
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