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B3 Biennale

5. Fotofestival Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg: Grenzgänge. Magnum: Trans-Territories

14.9.-10.11.2013
Eingabedatum: 01.09.2013

bilder

Seine 5. Ausgabe feiert das Fotofestival Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg mit einem besonderen Partner an seiner Seite. Vom 14. September bis zum 10. November werden Fotografien der legendären Fotoagentur und Fotografen-Kooperative Magnum Photos in der Metropolregion Rhein-Neckar zu sehen sein. Kuratiert wird die diesjährige Ausgabe des Festivals von Andréa Holzherr, Ausstellungsmanagerin der Pariser Niederlassung von Magnum.

Ein Festival zu Fotografie als facettenreiche Auseinandersetzung mit Territorien und Grenzziehungen

Dieser Themenkomplex ist nicht nur für die Dokumentation von Menschen im Krieg, auf der Flucht oder während einer Inhaftierung zentral. Auch in der Region, in der das Fotofestival veranstaltet wird, findet das Thema Grenzgänge einen besonderen Bezug. Bei der Zusammenarbeit von insgesamt acht Ausstellungsorten, die sich in drei unterschiedlichen Städten und zwei verschiedenen Bundesländern befinden, werden Grenzen überschritten und ein grenzübergreifendes Festivalkonzept verwirklicht. Besonders die große Zahl der ausstellenden Fotografen, insgesamt knapp 70, unterstreicht die Vielseitigkeit und Vielfalt der Magnum-Kooperative.

Die acht Ausstellungen widmen sich verschiedenen Aspekten des Themas Grenzgänge

Für die Kunsthalle Mannheim stellt Andréa Holzherr Fotografien zusammen, die dem Betrachter die Themen Heimatlosigkeit, Entwurzelung, Exil und Migration näher bringen soll.
Die Ausstellung trägt den Titel Uprooted / Exil und umfasst Werke von der ersten Generation der Magnum-Fotografen, wie Werner Bischof, René Burri, Robert Capa, Herbert List, Inge Morath, George Rodger und David Seymour bis hin zu den jüngsten Mitgliedern, wie Alex Majoli, Dominic Nahr und Moises Saman.
Dabei werden die fotografischen Arbeiten in die von Bogomir Ecker kuratierte Ausstellung Nur Skulptur! integriert und treten in einen spannenden intermedialen Dialog.
In der Stadtgalerie Mannheim werden neu entstandene Arbeiten von Alessandra Sanguinetti und Donovan Wylie das erste Mal öffentlich gezeigt. Diese Fotografien sind in direktem Bezug zur Region Rhein-Neckar entstanden. Die beiden Fotografen haben im Rahmen eines Sonderprojekts die in Mannheim stationierten amerikanischen Soldaten sowie die „Barracks“ und die ehemaligen Militärgelände fotografiert. Diese Fotografien sind in der Ausstellung Insight Out / Konversion zu sehen.
ZEPHYR – Raum für Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim präsentiert ein zweites Sonderprojekt des diesjährigen Fotofestivals. Auf Initiative der Fotoagenturen Magnum Photos, Paris und Focus, Hamburg, reisten die vier Magnum Fotografen Olivia Arthur, Peter van Agtmael, Paolo Pellegrin und Moises Saman im Wahljahr 2013 quer durch Deutschland, um ihr persönliches Bild des Landes wiederzugeben. Die auf dieser Deutschlandreise entstandenen Arbeiten zeigen den Blick auf Land und Leute aus der persönlichen Perspektive der vier Fotografen.

Ein Karnevalist auf einem Dorffest an Weiberfastnacht in Stommeln bei Köln. Deutschland. 2013. © Olivia Arthur/Magnum Photos/Focus

Auf der anderen Seite des Rheins, im Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen, werden Einblicke in die privaten Territorien von Menschen aus allen Erdteilen gewährt. Das Unterthema ist hier No Place like Home / Zuhause mit Aufnahmen von Christopher Anderson, Jacob Aue Sobol, Jonas Bendiksen, Elliott Erwitt, Bruce Gilden, Harry Gruyaert, Thomas Hoepker, Wayne Miller, Trent Parke, Martin Parr, Mikhael Subotzky, Larry Towell und der Dialogkünstlerin Veronika Veit. Sie befassen sich mit unseren Wurzeln und mit den Begriffen Heimat, Familie sowie Identität.

Noah Towell liegt in einer noch nicht eingebauten Schachtauskleidung für ein Kellerfenster. Ontario. Lambton County. Kanada. 1995.© Larry Towell/Magnum Photos

In Community, zu sehen im Kunstverein Ludwigshafen, ist Jugendkultur in Bezug auf Gangs, Clans und Interessengemeinschaften das Thema. Als Präsentationsform wählte die Kuratorin gemeinsam mit der Direktorin des Kunstvereins, Barbara Auer, eine raumgreifende Bildprojektion, für die der aus Ludwigshafen stammende DJ Jens Wienand TRUETILLDEAF die musikalische Begleitung zusammenstellte.
Im Heidelberger Kunstverein, in der Ausstellung Battleground / Afghanistan, geht es um umkämpfte Territorien, um Krieg und kriegerische Auseinandersetzungen am Beispiel von Afghanistan. Ein raumfüllendes Fotofresko dokumentiert die unterschiedlichen Phasen der Kriegsgeschichte des Landes. Fotografien von Abbas, Eve Arnold, Thomas Dworzak, Tim Hetherington, Steve McCurry und Chris Steele-Perkins wurden hierfür zusammengestellt. Susanne Weiss, die Direktorin des Kunstvereins, hat weitere künstlerische Positionen gewählt, die sich mit der aktuellen und historischen Situation des Landes aus verschiedenen Perspektiven auseinandersetzen.

Feldwebel Aaron Hijar, schlafend. Korengal-Tal, Provinz Kunar, Afghanistan Juli 2008. © Tim Hetherington/Magnum Photos/Focus

In der Sammlung Prinzhorn wird der visuelle Zugang zu Territorien geboten, die sehr von der Außenwelt abgegrenzt liegen und von Ein- bzw. Ausgrenzung in der Gesellschaft handeln. Unter dem Titel Locked up / Die Zelle werden Fotoserien präsentiert, die in Gefängnissen und Psychiatrie-Einrichtungen entstanden sind. Micha Bar-Am, Chien-Chi Chang, Raymond Depardon, Paul Fusco, Stuart Franklin, Christina García Rodero, Jean Gaumy, Lu Nan, Gueorgui Pinkhassov und Mark Power sind mit Fotografien vertreten. Hinzu kommen Arbeiten aus dem Bestand der Sammlung, die neben dem Einblicken von außen auf die Zellen auch die Ausblicke der Patienten von innen nach außen zeigen.
In der Ausstellung Liu Jie: Migrant Nation in der halle02 widmet sich der ehemalige Stipendiat der Magnum Foundation dem wachsenden Phänomen der Wanderarbeit in China. Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Städte, ihre Angehörigen müssen sie allerdings meist zurücklassen.

Ein Portfolio Review zum Eröffnungswochenende

Wie auch in den vorausgegangenen Jahren findet am Eröffnungswochenende des 5. Fotofestivals Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg vom 13. bis 14. September ein Portfolio Review in der Print Media Academy in Heidelberg statt. Das Fotofestival konnte namhafte Experten der nationalen und internationalen Fotografieszene für das Projekt gewinnen. Noch bis zum 4. August ist die Anmeldung für Interessierte offen.

Eröffnung
13. September 2013 um 19.00 Uhr im Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen
21.30 Uhr After-Show-Party im Kunstverein Ludwigshafen

5. Fotofestival Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg
GRENZGÄNGE. MAGNUM: TRANS-TERRITORIES
14.09. - 10.11.2013


FOTOFESTIVAL MANNHEIM_LUDWIGSHAFEN_HEIDELBERG E.V.
E4, 6 - 68159 MANNHEIM
T +49 (0)621-122 73 12
INFO@FOTOFESTIVAL.INFO
www.fotofestival.info

Kunsthalle Mannheim
Friedrichsplatz 4
D-68165 Mannheim

ZEPHYR | Raum für Fotografie
C 4, 9
D-68159 Mannheim

Stadtgalerie Mannheim
S 4, 17
D-68161 Mannheim

Wilhelm-Hack-Museum
Berliner Straße 23.
D-67059 Ludwigshafen

Kunstverein Ludwigshafen am Rhein e.V.
Bismarckstraße 44-48
Bürgermeister Ludwig-Reichert-Haus (Hintergebäude)
D-67059 Ludwigshafen

Heidelberger Kunstverein
Hauptstraße 97
D-69117 Heidelberg

Museum Sammlung Prinzhorn
Klinik für Allgemeine Psychiatrie
Universitätsklinik Heidelberg
Voßstraße 2
D-69115 Heidelberg

halle02
Güteramtsstraße 2
D-69115 Heidelberg

Das Fotofestival Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg wird gefördert durch die BASF SE, die das Festival seit 2005 als Premiumsponsor unterstützt.

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Weiteres zum Thema: Fotofestival Mannheim



Dänemark auf der Biennale Venedig 2011


Die griechische Kuratorin Katerina Gregos, die bereits bei der Manifesta 9 oder beim 4. Fotofestival Mannheim mitgewirkt hat und über internationale Erfahrungen verfügt, hat die Künstlernamen bekanntgegeben, die im Dänischen Pavillon auf der kommenden Biennale in Venedig ausstellen werden.

Insgesamt nehmen 18 internationale Künstler teil:
Agency (international, established 1992), Ayreen Anastas & Rene Gabri (Palestine & Iran), Robert Crumb (USA, born 1943), Stelios Faitakis (Greece, born 1976), FOS (Denmark, born 1971), Sharon Hayes (USA, born 1970), Han Hoogerbrugge (the Netherlands, born 1963), Mikhail Karikis (Greece, born 1975), Thomas Kilpper (Germany, born 1956), Runo Lagomarsino (Argentina/Sweden, born 1977), Tala Madani (Iran, born 1981), Wendelien van Oldenborgh (the Netherlands, born 1962), Lilibeth Cuenca Rasmussen (Denmark, born 1970), Taryn Simon (USA, born 1975), Jan Svankmajer (Czech Republic, born 1934), Johannes af Tavsheden, Tilman Wendland (Germany, born 1969), Zhang Dali (China, born 1963).

Die Künstler gehören verschiedenen Generationen an und arbeiten in unterschiedlichen Medien wie bspw. der tschechische Experimental-Filmer Jan Svankmajer, der Illustrator und Kartoonist Robert Crumb, der niederländische Netzkünstler Han Hoogerbrugge oder die dänischen Künstler Lilibeth Cuenca Rasmussen und FOS (Thomas Poulsen).

In drei kurzen Videos (http://video.kunst.dk/?tagsid=1006) stellt die Kuratorin Katerina Gregos Künstler und das Motto der Ausstellung, die den Titel SPEECH MATTERS trägt näher vor.

danish-pavilion.org
www.kunst.dk


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