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PROOF: FRANCISCO GOYA, SERGEI EISENSTEIN, ROBERT LONGO

17. FEBRUAR – 27. MAI 2018 | DEICHTORHALLEN HAMBURG/HALLE FÜR AKTUELLE KUNST
Eingabedatum: 19.02.2018

bilder

Mit Werken von Francisco Goya (1746–1828), Sergei Eisenstein (1898–1948) und Robert Longo (1953) stellt die Ausstellung PROOF drei wesensverwandte Künstler vor, die die sozialen, kulturellen und politischen Komplexitäten ihrer jeweiligen Zeit in bildgewaltige Werke überführen.

Vom 18. bis zum 21. Jahrhundert erfahren diese drei Künstler über zwei Kontinente hinweg sowohl die Turbulenzen eines Jahrhundertwechsels als auch die seismischen Auswirkungen von Revolution, Bürgerrechtsbewegungen und Krieg. Goya wählte im 18./19. Jahrhundert das Medium Druckgrafik für seine gesellschaftskritischen Werkzyklen und eindringlichen Kriegsbilder. Eisenstein thematisiert seit den 1920er Jahren die russische Geschichte in Filmklassikern wie »Panzerkreuzer Potemkin« (1925) oder »Iwan der Schreckliche« (1945). Der New Yorker Künstler Robert Longo setzt sich in seinen bis zu 7,5 Meter breiten Kohlezeichnungen mit brennenden Themen der Gegenwart wie Terrorismus, Flüchtlingsbewegungen und moderne Kriegsführung wie auch den Symbolen der Macht auseinander. Aufklärung, Moderne und Postmoderne treffen in dieser Ausstellung zusammen.

»Mit der Wahrhaftigkeit des Werks des Spaniers Goya, den wirbelnden Bildfolgen des russischen Filmpioniers Eisenstein und dem Licht der Röntgenstrahlen in den Arbeiten des amerikanischen Künstlers Longo fordert die Ausstellung ihr Publikum mit komplexen Sinneseindrücken heraus«, so Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen Hamburg. Zudem repräsentieren alle drei Werksammlungen und ihre Techniken die Geschichte der Medien. Die Druckplatte und die Kamera stehen repräsentativ für das Aufkommen der Massenmedien, während Longos Zeichnungen, die er anachronistisch mit Kohle anfertigt, eine hyperreale, verlangsamte Antwort auf die Fotografie darstellen. Die enge Beziehung zwischen den Werken der Künstler zeigt sich in der visuellen Struktur: Alle drei Künstler zählen zu den großen Bilddramatikern ihrer Zeit. Sie nutzen die Kraft der optischen Täuschung, um das Mysterium der Leidenschaftlichkeit, die Kälte der Mach t, die Last des menschlichen Schicksals sowie ihre jeweilige, kulturell beeinflusste Wirklichkeit abzubilden.

Die Ausstellung PROOF beinhaltet mehr als vierzig Skizzen Eisensteins, ausgeliehen vom Russian State Archive of Literature and Art, neben einer Auswahl seiner Filme, die raumgreifend in Slow Motion projiziert werden, so dass jedes Einzelbild in seiner Eigenständigkeit erlebbar wird. Über fünfzig Aquatinta-Radierungen aus allen vier Werkzyklen Goyas aus dem Morat-Institut, Freiburg treffen auf eine konzentrierte Auswahl von Longos großformatigen Zeichnungen der letzten sieben Jahre aus internationalen Sammlungen.

Die Ausstellung PROOF wurde vom Garage Museum of Contemporary Art, Moskau initiiert und von Kate Fowle, Chef Kuratorin Garage, in Zusammenarbeit mit Robert Longo kuratiert. Die Deichtorhallen sind die einzige deutsche Station der internationalen Tournee, die von Moskau über New York nach Hamburg führt.

ADRESSE
Deichtorhallen Hamburg/Halle für aktuelle Kunst
Deichtorstr. 1-2, 20095 Hamburg, Tel. 040- 32 10 30

WWW.DEICHTORHALLEN.DE

Presse






Daten zu Robert Longo:

- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Hong Kong 2018
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art cologne 2015
- Biennial of the Americas: NOW!, 2015
- Daimler Art Collection
- documenta 7, 1982
- documenta 8, 1987
- Eine Geschichte Zeitgenössische Kunst aus dem Centre Pompidou, 2016
- Flashback - Museum für Gegenwartskunst, Basel, 2006
- Galerie Thaddaeus Ropac
- MoMA Collection
- Preistraeger Goslarer Kaiserring
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Sammlung MMK, Frankfurt
- Sammlung Würth
- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein
- Triennale der Photographie in Hamburg 2015
- Whitney Biennale 2004

Weiteres zum Thema: Robert Longo



Louise Lawler and Others im Museum für Gegenwartskunst, Basel (15.5. - 29.08.04)


Die Fotografien der amerikanischen Künstlerin Louise Lawler zeigen Werke anderer Künstler. Nicht das Kunstwerk als Ausdruck von Authentizität ist in ihrer künstlerischen Auseinandersetzung von Bedeutung, sondern vielmehr dokumentiert sie distanziert, ohne Wertung, visuelles Vokabular als Zeichenaustausch.

"Die amerikanische Konzeptkünstlerin Louise Lawler (geb. 1947, lebt und arbeitet in New York), die sich im Spannungsfeld von Institutionskritik und Appropriation Art bewegt, war international bereits in zahlreichen Ausstellungen vertreten. Das Kunstmuseum Basel, Museum für Gegenwartskunst präsentiert nun eine umfassende Werkschau, die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin konzipiert wurde und erstmals überhaupt eine retrospektive Sicht auf ihre fotografischen Arbeiten der letzten zwanzig Jahre gewährt.
In ihren Fotografien untersucht Lawler stets Kunstwerke anderer und richtet ihren Blick auf deren Rahmenbedingungen – sie dokumentiert, konstatiert und analysiert kontextuelle Verflechtungen auf unterschiedlichsten Ebenen. Ihre Analysen sind entlarvend, zugleich aber sind die Werke immer von hoher formaler Prägnanz.

Louise Lawlers Werk nimmt seine Anfänge im New York der späten 70-er und frühen 80-er Jahre. Im engen Austausch mit Kunstkritikern sowie Künstlerinnen und Künstlern um den bekannten Artists Space, in dem zeitgleich Cindy Sherman , Robert Longo u.a. ausgestellt haben, findet die Künstlerin ihr fruchtbares Umfeld. Als Lawler 1982 mit An Arrangement of Pictures ihre erste Einzelausstellung bei der Galerie Metro Pictures in New York hatte, arrangierte sie die Arbeiten der Galeriekünstler (Sherman, Longo, Goldstein, Simmons und Welling) und bot das gesamte Ensemble, einer Kunsthändlerin gleich, inklusive zehn Prozent Vermittlungsgebühr zum Verkauf an. Schliesslich fotografierte sie Werke der Galerie bei Sammlern zuhause und zeigte damit auf, welchem gesellschaftlichen Zweck die Kunst zugeführt wird, wenn sie einmal das Atelier und die Galerie verlassen hat. Louise Lawler entzieht sich hier erstmals der gängigen Rollenverteilung und agiert als Künstlerin und Kuratorin, respektive Kunsthändlerin, um die Beziehung zwischen Künstler und Institution in den Blickpunkt zu rücken. Kulturelle Praxis versteht Lawler als gemeinschaftliche Produktion, so dass sie ihren privilegierten Ort als Künstlerin in Frage stellt und gleichzeitig institutionelle Grenzbereiche befragt. Nachdem gerade das Museum bereits in den frühen Siebzigern in den Fokus des künstlerischen Interesses geriet, richtete sich damals die Kritik zunächst gegen die Institution an sich, als Ort der Macht. Das Werk von Louise Lawler schliesst zwar nahtlos an diese erste Generation der Institutionskritik an und reflektiert die sozialen, ästhetischen und ökonomischen Aspekte des institutionellen Rahmens, indem sie die Präsentationsweise von Werken in Museen, Galerien, Privatwohnungen, aber auch hinter den Kulissen in Depots, Lagern und auf Auktionen fotografiert. Doch hat Lawlers Praxis die oppositionelle Kritik an der institutionellen Macht hinter sich gelassen, um diese als Komplizin systematisch zu befragen. Sie nähert sich einerseits Nebenschauplätzen, wie beispielsweise Museumsschildern, -logos, Einladungskarten usw., um gerade hier ideologische und repressive Konventionen sichtbar werden zu lassen, andererseits dem Hauptschauplatz Ausstellungsraum. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf die Ränder der Kunst, auf Nachbarschaften und Grenzlinien, und weist das autonome Kunstwerk als eine Fiktion aus, da dieses seit jeher in soziale, historische und thematische Kontexte verstrickt ist. Der fotografische Zugriff auf Werke anderer, sei es im Museum oder anderswo, ist dabei ein symbolischer Akt der Aneignung künstlerischer Positionen, wie auch ein Dokument einer vorgefundenen Situation, welches einmal im Katalog abgebildet, den Status als Kunstwerk aufgibt und zur blossen Installationsaufnahme wird." (Quelle: Museum für Gegenwartskunst / Presse)

Foto:

Ausstellungsdauer: 15.5. – 29.08.04

Öffnungszeiten: Di-So 11-17 h

Kunstmuseum Basel, Museum für Gegenwartskunst | St. Alban-Rheinweg 60 | CH-4010 Basel | Tel. +41 (0) 61 206 62 62

www.mgkbasel.ch





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