Hans-Peter Feldmann. Kunstausstellung

Deichtorhallen Hamburg

1.03. – 2.06. 2013 | HALLE FÜR AKTUELLE KUNST
Eingabedatum: 03.03.2013

bilder

Die am 1. März 2013 in den Deichtorhallen Hamburg beginnende Ausstellung ist den zentralen Serien, Installationen, Skulpturen und Bildern Hans-Peter Feldmanns aus über vier Jahrzehnten gewidmet.
Feldmann, 1941 in Düsseldorf geboren, wurde in den frühen 1970er Jahren mit enzyklopädischen Fotoserien bekannt, für die er sich aus dem großen Fundus alltäglicher Bilder bediente. Feldmann überwindet die scheinbare Kluft zwischen Kunst und Alltag und taucht Vorgefundenes aus der trivialen Welt bis hin zu Amateurfotos, Spielzeug und Nippes in ein poetisches, persönliches Licht. Seine Arbeiten wurden u.a. im Guggenheim Museum New York, auf der Documenta und auf der Biennale von Venedig gezeigt. Mittlerweile zählt er zu den großen deutschen Künstlern, die wie Gerhard Richter und Sigmar Polke einen spürbaren Einfluss auf die nachfolgende Künstlergeneration haben.
Bis heute haben die Werke Feldmanns nichts von ihrer Verführungskraft, ihrer Leichtigkeit und dem subtilen Humor verloren. Kindliche, erotische aber auch politische Welten - jeweils eine Mischung aus Readymade und künstlerischem Eingriff – werden in seinen Arbeiten berührt. Von der Installation eines geisterhaften Schattenspiels über die für 500 Euro von Frauen auf der Straße abgekauften Handtaschen, deren Inhalt in der Ausstellung präsentiert wird, bis zu dem künstlerischen »Funkturm« der Ausstellung auf dem Deichtorplatz, Michelangelos »David«, neun Meter hoch und in schriller Farbigkeit gestaltet, ist in der Schau alles enthalten, was Feldmanns Werk so besonders macht.
Hans-Peter Feldmann »findet« seine Arbeiten in den Bildwelten des normalen Alltags, in trivialen Medien wie Fernsehen, Magazinen oder Kitsch-Postkartenserien. Einer Gruppe von HSV-Fußballern stehen Gruppen von Erdbeeren oder Briefmarken gegenüber. In einer Serie über 9/11 stellt er die Titelblätter von 300 internationalen Zeitungen des darauffolgenden Tages zusammen, ein von der üblichen Geschichtsschreibung befreiter Blick auf ein Jahrhundert wird in der Arbeit »100 Jahre« geworfen. In dieser sind 100 Porträts von Menschen im Alter zwischen Null und Hundert vereint.
Durch kleine Eingriffe veränderte klassische Gemälde etwa von Modigliani laden den Betrachter zum genauen Hinsehen ein, holen die hohe Kunst vom Sockel und untergraben den Glauben an das Kunstschöne und Repräsentative. Feldmann entfernt beispielsweise aus Seestücken die Schiffe, malt Honorationen auf klassischen Porträts oder Geldscheinen rote Nasen oder fügt Courbets Akt eine von Sonnenbräune befreite Bikinizone hinzu. Viele Werke des Künstlers stellen auf spielerische Weise den Traum idealer Welten in Frage, auf dem die Traditionen westlicher Kunst beruhen.
Für die Hamburger Ausstellung hat Hans-Peter Feldmann mehrere Überraschungen parat: So werden die Besucher gleich auf dem Parkplatz inmitten der parkenden Autos von einem auf dem Kopf stehenden PKW begrüßt und im Foyer der Ausstellung hat der Künstler eine Malstation für Kinder eingerichtet.

Die Ausstellung ist in Kooperation mit der Serpentine Gallery, London und der Bawag Foundation in Wien entstanden.

HANS-PETER FELDMANN. KUNSTAUSSTELLUNG
1. MÄRZ – 2. JUNI 2013

ÖFFNUNGSZEITEN
Di – So 11 – 18 Uhr.
Jeden 1. Do im Monat 11 – 21 Uhr.

Deichtorhallen Hamburg,
Deichtorstr. 1-2,
20095 Hamburg

http://www.deichtorhallen.de/

PM




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Daten zu Hans-Peter Feldmann:

- Art Basel 2013
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- Biennale Venedig 2009
- Boijmans Post War Collection
- CAFAM Biennale, 2014
- Daily Memories, Magdeburg, 2014
- Das achte Feld, Köln
- Flick Collection
- Flowers & Mushrooms, Salzburg
- Galerie Francesca Pia
- Istanbul Biennale 2009
- Johnen Galerie
- Konrad Fischer Galerie
- Kunstverein Lingen
- Migros Museum, Sammlung
- Mis-Understanding Photography, 2014, GA
- MoMA Collection
- Museo Reina Sofía, Collection
- Preistraeger 2010, Hugo Boss Prize
- S.M.A.K. Sammlung, Gent
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Sammlung F.C. Flick
- Sammlung MMK, Frankfurt
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- Solomon R. Guggenheim Collection
- Wien Lukatsch - Galerie
- Yesterday Will Be Better, Aargauer Kunsthaus
- ZKM Sammlung, Karlsruhe

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Malerei ohne Malerei


Der Ausstellungskatalog "Malerei ohne Malerei" ist anläßlich der gleichnamigen Ausstellung im Museum der Bildenden Künste Leipzig erschienen. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des Museums der Bildenden Künste Leipzig und des Siemens Arts Program.

Wie Katalog- und Ausstellungstitel bereits vermuten lassen, geht es hier nicht um ein Malereiprojekt im üblichen Sinne, sprich: Gemälde, die im Kontext historischer oder zeitgenössischer Diskurse einen Dialog führen. Die Abbildungen in dem großzügig gestalteten und anregenden Katalog zeigen Installationen, Fotografien, computergenerierte Bilder, Filmstills und Objekte, aber kein einziges gemaltes Bild.

Malerei als Ausstellungsthema ohne Malerei? "Das Malerische ist nicht an das Medium gebunden", so heißt es im Vorwort des Mitherausgebers Hans-Werner Schmidt. Dementsprechend bildet das Malerische eine grundlegende Gemeinsamkeit, die den ausgestellten Arbeiten - nicht nur nach Meinung der Theoretiker, sondern auch nach verschiedenen Aussagen der Künstler - in der einen oder anderen Weise anhaftet. "Meine Ideen kommen aus der Malerei, selbst wenn ich nicht male" heißt es in einem den Katalogtexten vorangestellten Zitat von Donald Judd.

Es sind also Arbeiten zu sehen, denen eine malerische Vision zugrunde liegt: so bspw. Abbildungen der Video-Arbeit "Catherine´s Room" von Bill Viola mit ihren offensichtlichen Bezügen auf die Malerei des Quattrocento; oder, die Typografie auf Leinwand mit dem Titel "Peintures" von Marcel Broodthaers, der das Bild als Sprachspiel innerhalb der formalen und inhaltlichen Möglichkeiten von Malerei thematisiert; oder, der Diskurs von Jeremy Blake über die manipulative und gestalterische Kraft von computergenerierte Bildern im Vergleich zur Malerei; usw. Zu jedem einzelnen Künstler läßt sich ein möglicher Interpretationsansatz innerhalb des Bezugsrahmens von Malerei finden, was die unterschiedlich lesenswerten Katalogbeiträge auch eingehend tun.

Ob das Spiel aufgeht, möge der Leser des Kataloges selbst entscheiden.

Im Katalog besprochene Künstler: Jeremy Blake, Jörg Sasse, Andreas Gursky, Jeff Wall, Tom Hunter, Bill Viola, Bas Jan Ader, Cosima von Bonin, Peter Friedel, Marcel Broodthaers, Jeroen de Rijke / Willem de Rooij, David Claerbout, Joyce Wieland, Hans-Peter Feldmann, Anne Katrine Dolven, Edith Dekyndt, Paul Graham, Cai Guo-Qiang, Guillaume Bijl, John M Armleder, Donald Judd, Dominique Gonzalez-Foerster, Marijke van Warmerdam, Heimo Zobernig.

©Carola Hartlieb


ARTISTS´ GAMES, PUBLIC´S GAMES


Spieltheorien stehen seit einigen Jahren in fast allen Disziplinen (von der Anthropologie bis zur Ökonomie) hoch im Kurs - und sie haben auch in der Kunst Konjunktur. Die überwiegend interaktiven Arbeiten von Christoph Draeger, Hans-Peter Feldmann, Jochen Flinzer, Meschac Gaba, Eva Grubinger, Takafumi Hara, Carsten Höller, Felix Stephan Huber, Kirsten Johannsen, Jozef Legrand und Uri Tzaig reichen von Gesellschaftsspielen über Anleitungen zu "Körperkunststücken" bis zu großflächig projizierten Computerspielen. Zu empfehlen für Kinder und Erwachsene, Spieler und Kunstinteressierte zwischen 3 und 98 Jahren.

kunstverein-ulm.de/
10. August - 29. September 2002
Schuhhaussaal - Kramgasse 4
89073 Ulm
Tel. 0731/ 66258
Dienstag bis Freitag 14 - 18 Uhr
Samstag und Sonntag 11 - 17 Uhr
  • Malerei ohne Malerei

  • Die Zehn Gebote - Dresden Ausstellung im Deutschen Hygiene Museum Dresden / Katalog

  • M Stadt - Europäische Stadtlandschaften, Kunsthaus Graz (01.10.05 - 08.01.06)

  • Hans-Peter Feldmann - Kunsthalle Wien (16.3.-29.4.07)

  • What does the jellyfish want? - Museum Ludwig, Köln (31.3.-15.7.07)

  • Art Goes Underground - Nord-Süd Stadtbahn, Köln

  • Hans-Peter Feldmann - Kunsthalle Düsseldorf

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