Heike Klussmann – Surround


Eingabedatum: 16.06.2012

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Heike Klussmann, Surround, Filmstill, 2012, © Heike Klussmann

Zur Ausstellung "Heike Klussmann - Surround"


Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Urbane Räume“, in der 2012/13 verschiedene Aspekte zum Themenfeld „Stadträume und urbane Gestaltungen“ beleuchtet werden, setzt der Neue Kunstverein Wuppertal sein Programm mit der Ausstellung „Surround“ fort.
Die Künstlerin Heike Klussmann (*1968) lebt in Berlin und ist Professorin für Bildende Kunst/Architektur an der Universität Kassel. Sie studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und der Universität der Künste Berlin und lehrte unter anderem am Art Center College of Design Pasadena in Kalifornien. In jüngster Zeit wurden ihre Arbeiten unter anderem in der der Zeche Zollverein Essen, den KW Kunstwerken Berlin, der Detour Hongkong, der China Art Objects Gallery Los Angeles, der Obudai Tarsaskör Gallery Budapest, der Berlinischen Galerie und in der Akademie der Künste Berlin gezeigt. Unter den zahlreichen Auszeichnungen und Preisen hervorzuheben ist der 1. Preis im Internationalen Wettbewerb für Architektur und Kunst der Landeshauptstadt Düsseldorf zum Bau der neuen U-Bahn Wehrhahnlinie. Sie war Stipendiatin der Villa Aurora in Los Angeles, des Goslarer Kaisserings sowie des Berliner Senats für Wissenschaft, Forschung und Kultur.
Heike Klussmann führt uns an gebaute und gedachte Umwelt heran. Ihre Werke sind oft Installationen, die sich architektonischer Referenzsysteme bedienen. Sie hinterfragen die Art und Weise, wie wir betrachten, was wir sehen und was wir sehen möchten. Sie sind Versuche, Prozesse der Wahrnehmung und unser Streben nach Stabilität und Sinn unter den Bedingungen drastischer, immer höherer Geschwindigkeiten der Veränderung von Städten in den Perspektiven von Kunst und Architektur zu erkunden.
Im Neuen Kunstverein Wuppertal präsentiert sie erstmalig die 20-teilige Videoarbeit „Surround“. Die filmische Installation nimmt Bezug auf die zur Zeit im Bau befindliche U-Bahnlinie Wehrhahn in Düsseldorf, die Heike Klussmann seit 2002 gemeinsam mit netzwerkarchitekten ParG plant und die 2015 fertig gestellt wird. Die Videoarbeit setzt Bewegung mit einer als Zustand erlebbaren Eigenschaft in Beziehung, die sich weder durch Objekte der Wahrnehmung und Handlungen des Subjekts noch durch Materialfaktoren separat übersetzen lässt. Sich überlagernde gefaltete Bänder legen sich über Boden Wand und Decke in den Raum und konstituieren eine invertierte Skulptur.
Durch die räumliche Überlagerung mit den Raumgrenzen entsteht ein netzartiges Gefüge, das den Passanten oder Betrachter in sich aufnimmt.Mit „Surround“ unterzieht Heike Klussmann ihren Entwurf für die im Bau befindliche U-Bahn einem experimentellen Überprüfung. Ruft der Titel der Arbeit psychologische Kopplungen von Raum und Klang assoziativ auf, so zeigen die 20 Videos selbst eine dichotome geometrische Formation.
Schwarzweiß ist alle Information, die wir erhalten. Doch die Welt ist nicht schwarzweiß. Schwarzweiß ist mehr gedacht als gesehen. Wo endet das Bild, wo beginnt die Wand? Ist der Raum Modell des Films oder wird er zu seiner Essenz? Sind Bild und Raum unabhängig voneinander zu denken?
Unser erster Blick sowohl im architektonischen als auch im Bildraum ist Orientierung. In „Surround“ jedoch bewegen wir uns innerhalb eines offenen Raumes, den wir nicht überblicken können. Wir sehen ein bewegtes Bild, das uns scheinbar eine Orientierung ermöglicht, doch führen die perspektivischen Blickwinkel ins Leere. Es verweigert die Konstituierung eines festen erschließbaren Gebildes. Stattdessen weitet sich der Dialog zwischen schwarz und weiß, zwischen Fläche und Form auf ein komplexes Zwiegespräch von Raum und Bild aus. Der Blick des Betrachters in Bewegung des Passanten wird zum Bild konstruierenden Moment.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag: von 17 bis 20 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: von 15 bis 18 Uhr


Neuer Kunstverein Wuppertal
Hofaue 51 (Kolkmannhaus)
42103 Wuppertal

http://www.neuer-kunstverein-wuppertal.de



PT




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