Frieder Heinze | Zeichen und Wunder

1. Oktober 2013 - 9. Februar 2014 | Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg
Eingabedatum: 15.10.2013

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Großformatige Bildleinwände, zarte Seidenpapiere, Stein, Ton oder Eisenguss: Die Vielfalt der Motive und Techniken kennt kaum Grenzen und doch sind Bilder von Frieder Heinze (geb. 1950 in Leipzig) unverwechselbar und charakteristisch. Diese künstlerische Handschrift, zunächst eine surrealistische Auslegung im Stil der Leipziger Schule, entwickelte er nach 1980. Er vertraut dabei den unbewussten Steuerungsmechanismen der eigenen Intuition, um sich in die traumhaft-aleatorische Fortschreibung seiner Bild- und Zeichenschrift zu begeben und leugnet dabei weder seine Sympathie für paläolithische Felszeichnungen noch für die Alltagskunst in verschiedenen Kulturen. Das Sichtbare scheint eine Projektion zu sein, die jeder Erstarrung in Regeln oder Hierarchien widersteht. Es breitet sich aus als ein Kosmos an Formulierungen über das ständige Werden und Vergehen, eingeschlossen all die Wandlungen und Unwägbarkeiten, die sich dazwischen ergeben können. Seine Bilder wirken exotisch verschlüsselt und gleichzeitig nachbarschaftlich vertraut.

Frieder Heinze, Garden, 2013, Foto Hans-Wulf Kunze


Bereits 1977 gründete Frieder Heinze, einer der „jungen Wilden“, gemeinsam mit Günter Huniat das Atelier „Mogollon“ im Leipziger Osten. Mit Olaf Wegewitz entstand ab 1982 das in jeder Weise aus der Tradition tretende Objektbuch „unaulutu“. Wegweisend wurde der 1. Leipziger Herbstsalon 1984, gemeinsam mit Lutz Dammbeck, Olaf Wegewitz, Hans-Hendrik Grimmling, Günther Firit und Günter Huniat.


Kunstmuseum Magdeburg, Blick in die Ausstellung Frieder Heinze, Zeichen und Wunder, Foto Hans Wulf Kunze


Ausgehend von dem seit über 35 Jahren entstehenden Gesamtschaffen wird der Fokus auf die in den vergangenen zwei Jahren entstandenen Gemälde und Grafiken des Künstlers gelegt. Gezeigt werden weit über 100 Arbeiten.


Frieder Heinze, Aufziehendes Wetter, 2013, Foto Hans-Wulf Kunze


Die Ausstellung im Kunstmuseum Magdeburg ist die erste umfassende Werkschau zu Frieder Heinze, dessen Arbeiten in allen großen Kunstsammlungen im Osten Deutschlands vertreten sind.

Der Katalog (25 Euro) ist im jovis verlag, Berlin, erschienen.


Kunstmuseum Magdeburg, Blick in die Ausstellung Frieder Heinze, Zeichen und Wunder, Foto Hans Wulf Kunze


Geöffnet:
Di-Fr 10.00-17.00 Uhr
Sa und So 10.00-18.00 Uhr

Eintritt: 4 Euro
Ermäßigt: 2 Euro

Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen
Regierungsstraße 4-6
39104 Magdeburg
Tel.: 0391 / 56 50 217
presse@kunstmuseum-magdeburg.de
kunstmuseum-magdeburg.de



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