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Tom Sachs – Space Program: Rare Earths (Seltene Erden)

19.09.21 - 10.04.22 | Deichtorhallen Hamburg
Eingabedatum: 20.09.2021

Tom Sachs – Space Program: Rare Earths (Seltene Erden)

Tom Sachs: Mission Control Center (MCC), 2007-2016 Space Program: Mars - Park Avenue Armory, New York, 2012 Mixed Photo: Genevieve Hanson © Tom Sachs Mediabilder


Vom 19. September 2021 bis zum 10. April 2022 begeben sich die Deichtorhallen Hamburg gemeinsam mit dem amerikanischen Künstler Tom Sachs und seinem Team von Bildhauer*innen und Astronautinnen auf eine interstellare Mission, dem »Space Program: Rare Earths (Seltene Erden)«.

Auf 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird Tom Sachs die Halle für aktuelle Kunst mit neuen und bereits bestehenden Bricolage-Arbeiten in eine interaktive Space-Landschaft verwandeln. Zum Auftakt der Ausstellung am 18. September 2021 werden Sachs und sein Team das skulpturale Gesamtkunstwerk durch eine sogenannte »Marathon-Demonstration« aktivieren und eine vollständige Space Mission nach strengstem Raumfahrtprotokoll durchführen.

In »Space Program: Rare Earths (Seltene Erden)« geht es für Sachs’ Astronautinnen auf den hellsten und erdnächsten Asteroiden Vesta, mit dem Ziel, die mineralischen Seltenen Erden des Protoplaneten abzubauen und somit den unbändigen Hunger der Menschen nach Technologie zu stillen. Alles Überlebenswichtige für diese Mission haben Sachs und seine Crew an Bord – konstruiert aus Sperrholz, Schaumstoffplatten, Schrauben, Heißkleber und verschiedenen anderen Utensilien.

Während der sechsmonatigen Ausstellungszeit (bis 10. April 2022) bietet die Hamburger Ausstellung Bereiche, in denen die Besucher*innen interaktiv mitwirken können. So ist es den Besucher*innen möglich, sich einem »Indoktrinationsprozess« zu unterziehen, innerhalb dessen ihnen spezifische Aufgaben und Fragen gestellt werden. Nach erfolgreicher Absolvierung der »Indoktrination« werden Besucher*innen Teil des Tom Sachs-Teams, erhalten eine ID und die Berechtigung, an der Installation teilzuhaben. Sie lernen ikonische Elemente vergangener Missionen kennen, darunter das »Landing Excursion Module (LEM)« und »Mission Control Center«. »Indoktrinierte« Besucher*innen werden dazu ermutigt, sich auch dem Ritual der »Transsubstantiation« (lat. für Wesensverwandlung) hinzugeben: Indem sich Besucher*innen von ihren Mobiltelefonen trennen, liefern sie einen wichtigen Beitrag zu Sachs’ Feldforschung zur mentalen Vernetzung der Menschheit und ihrer Sucht nach Technologie. In »Space Program: Rare Earths (Seltene Erden)« sind zahlreiche neue Arbeiten von Sachs zu sehen: »Transubstantiation« (2020/21), »Vehicle Assembly Building« (2021) und ein MRT-Gerät, in dem sich eine virtuelle Reise unternehmen lässt.

Tom Sachs zur Mission des »Space Program: Rare Earths (Seltene Erden)«: »Wir begeben uns nicht in andere Welten, weil wir diesen Planeten kaputt gemacht haben und eine neue Heimat suchen, sondern um unsere Ressourcen hier auf der Erde aufzufüllen und besser zu verstehen. Wir sind alle telepathisch durch unsere Mobilgeräte miteinander verbunden. Diese Geräte funktionieren mithilfe von Elementen der Seltenen Erden. Wir produzieren mehr Telefone, als die Ressourcen des Planeten Erde liefern können. Vesta mit seinem differenzierten Kern bietet einzigartige Möglichkeiten für den Abbau von Edelmetallen: Gold, Platin und Palladium – Rohstoffe, die wir zur Stillung unserer Bedürfnisse benötigen.«

Alle vier Weltraumexkursionen – die zum Mond in der Gagosian Gallery (2007), die Marsmission in der Park Avenue Armory (2012), die zum Jupitermond Europa im Yerba Buena Center for the Arts (2016) und die bevorstehende zum Asteroiden Vesta – sind von wissenschaftlichem Forschergeist und der Praxis der Bricolage gleichermaßen durchdrungen.

Gerade in unserem Zeitalter der instant gratification, in dem alles jederzeit verfügbar ist, legt Sachs seinen Fokus darauf, die menschlichen Spuren von Handwerk und Konstruktion als Markenzeichen zu etablieren. Er spielt auf heutiges Konsumverhalten, Produktionsweisen und die kurze Lebensdauer der Dinge an, die wir kaufen und hinterfragt gleichermaßen Aspekte moderner Kreativität und künstlerischer Produktion.
Die Werke entstehen gemeinsam mit seinem zehnköpfigen Studioteam, das ähnlich funktioniert wie eine religiöse Gemeinschaft, deren Verehrung allerdings dem Sperrholz, der Heißklebepistole und dem Ethos der Transparenz gilt.

ÜBER TOM SACHS (*1966, NEW YORK)
Tom Sachs’ genresprengende Mixed-Media-Skulpturen aus alltäglichen Materialien, oft Nachbildungen moderner Markenikonen, wie im Space Program der NASA, stehen für eine Umkehrung des Trends immer modernerer Produkte mit ihrer Perfektion und Makellosigkeit und etablieren eine einzigartige DIY-Ästhetik. Sachs’ Skulpturen sind auffallend handgemacht, liebevoll zusammengebaut aus Sperrholz, Harz, Stahl oder Keramik. Die Narben und Unvollkommenheiten in den Skulpturen erzählen die Geschichte ihrer Entstehung und lösen sich von der Vorstellung einer wundersamen künstlerischen Schöpfung.

Tom Sachs lebt und arbeitet in New York. Er hatte große Einzelausstellungen im Deutsche Guggenheim in Berlin und im SITE Santa Fe (1999), in der Fondazione Prada in Mailand (2006), im Aldrich Contemporary Art Museum in Ridgefield, Connecticut (2009), in der Park Avenue Armory in New York (2012), im Contemporary Austin (2015), im Brooklyn Museum (2016), im Noguchi Museum in New York (2016) und im Nasher Sculpture Center in Dallas (2017).

Seine Werke befinden sich in den Sammlungen des Solomon R. Guggenheim Museums, des Whitney Museum of American Art, des Museum of Modern Art in New York, des Centre Georges Pompidou in Paris, des Metropolitan Museum of Art in New York, des San Francisco Museum of Modern Art und des Astrup Fearnley Museum of Modern Art in Oslo.
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Deichtorhallen Hamburg, Deichtorstr. 1-2, 20095 Hamburg

www.deichtorhallen.de

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