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Werkleitz Festival 2022. Mehr oder Weniger

15. bis 18.09.2022 | Hettstedt
Eingabedatum: 11.09.2022

Ausgangspunkt des Werkleitz Festivals 2022 ist das Mansfelder Land, im sachsen-anhaltischen Landkreis Mansfeld-Südharz gelegen. In der Region finden sich, wie unter einem Brennglas gebündelt, Zeugnisse von Deindustrialisierung, Bergbaufolgen und Abwanderung wieder. Somit sind hier die aktuellen politischen Themen, Strukturwandel, Kohleausstieg und ländlicher Raum kongenial vereint. Vor diesem Hintergrund hat Werkleitz sechs Künstlerinnen und Künstler dazu eingeladen, über Wertschöpfung zu spekulieren.

Viktor Brim scannt Schlackesteine von der Helbraer Kupferhütte. Felicitas Fäßler bringt die Bautätigkeit einer Mörtelbiene mit dem Schaffen der Bergleute in Verbindung. Falk Haberkorn und Sven Johne befragen Kreis- und Kommunalarchive nach deren Sicht auf den Strukturbruch der 1990er Jahre im Mansfeld und darüber hinaus. Juliane Henrich vergleicht Schlackehalden mit der Anhäufung digitaler Daten und befasst sich mit der Verkabelung der Welt. Gregor Müller fertigt Zeichnungen und Modelle des ehemaligen Hühnerstalls im Garten der Hettstedter Werkleitz Herberge und gibt Anregungen für dessen Umnutzung. Die Ausstellung des Festivals präsentiert die Ergebnisse dieser künstlerischen Recherchen und Beobachtungen. Das Filmprogramm zu Mehr oder Weniger, ist kuratiert von Maria Morata und Gerhard Wissner vom Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest. Zur Festivaleröffnung präsentiert Werkleitz Fortschritt im Tal der Ahnungslosen von Florian Kunert. In einer gelungenen Mischung aus Inszenierung und Dokumentation treffen im Film gut 30 Jahre nach Auflösung des DDR Kombinats “Fortschritt” Asylbewerber:innen aus Syrien auf ehemalige Werksarbeiter:innen.
Die beiden Kurzfilmprogramme Nichts ist von Dauer und Fragt die Steine ermöglichen den Vergleich zwischen Strukturwandel im Mansfeld und Bergbau und Bergbaufolgelandschaften in anderen Regionen und Ländern.
Geführte Spaziergänge in die Hettstedter Nachbarschaft, moderierte Gespräche mit den Filmgästen und die Künstlergespräche zur Ausstellung schaffen Raum für den Austausch darüber, was mehr oder weniger wertvoll ist oder künftig wertvoll sein könnte.

Mit Mehr oder Weniger setzt Werkleitz nach dem erfolgreichen Werkleitz Festival 2020 Unter uns sein Engagement im Mansfelder Land fort. Seitdem betreibt Werkleitz in Hettstedt eine Herberge für Forscher:innen und Künstler:innen und initiiert vor Ort den Austausch zwischen Nachbarschaft, Kunst und Wissenschaft sowie zwischen Stadt und Land. Im kommenden Jahr folgt das Werkleitz Festival 2023 Mein Schatz. In den Jahren 2024/25 wird sich Werkleitz unter dem Titel Planetarische Bauern anlässlich des Thomas Müntzer- und Bauernkriegs-Jubiläums 2025 mit der Lebenswirklichkeit heutiger Bauern und Bäuerinnen beschäftigen.

Festival Eröffnung
Mehr oder Weniger eröffnet am Donnerstag, den 15. September um 18:30 im Hof der Pension und Gaststätte Zum Alten König in Hettstedt. Grußworte halten der Staats- und Kulturminister des Landes Sachsen-Anhalt, Rainer Robra sowie der Landrat des Landkreises Mansfeld-Südharz, André Schröder. Zur Eröffnung des Festivals wird 20:00 der Langfilm Fortschritt im Tal der Ahnungslosen von Florian Kunert gezeigt.

werkleitz.de

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