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Boris Lurie

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Laure Prouvost. Ohmmm age Oma je ohomma mama

11.05. - 1.10. 2023 | kunsthalle wien Museumsquartier

Laure Prouvosts Arbeiten stimulieren die Sinne und die Fantasie ihrer Betrachter*innen. Die 1978 im Frankreich geborene Künstlerin hat über die letzten zwei Jahrzehnte ein einfallsreiches audiovisuelles Vokabular entwickelt, das von Witz, besonderer sensorischer Qualität, dem lustvollen Spiel mit Missverständnissen und der Ambiguität von Sprache geprägt ist. Nach zahlreichen internationalen Ausstellungen ist Ohmmm age Oma je ohomma mama – eine Kooperation zwischen der Kunsthalle Wien und den Wiener Festwochen – Prouvosts erste Einzelausstellung in Österreich. Sie umfasst eine Reihe dafür entwickelter Arbeiten, darunter ein neuer Film, die sich zu einer raumgreifenden Multi-Media-Installation zusammenfügen.

Prouvosts Kunstpraxis ist vielfältig, sie gleitet mühelos zwischen unterschiedlichen Medien und Techniken und ist insgesamt von einem stark performativen und narrativen Gestus geprägt. Die Künstlerin arbeitet mit Film, Malerei, Sound, Skulpturen aus Materialien wie Glas, Textil, Keramik und Assemblagen gefundener Objekte und kombiniert diese zu fantasievollen Welten mit verwobenen Handlungssträngen.

Der kryptisch geschriebene Titel Ohmmm age Oma je ohomma mama ist ein perfektes Beispiel für Prouvosts typischen Wortwitz, der durch das Spiel mit Schreibweise und Aussprache Bedeutungen zum Flirren bringt und über den Gleichklang von Wörtern in verschiedenen Sprachen funktioniert. Wie es im Titel, wenn er laut ausgesprochen wird, anklingt, geht es um die schöne Geste der Hommage – und zwar an die Oma, die Omamamma, die Großmutter.

Im Zuge der Beschäftigung mit der Figur der Großmutter setzt sich Prouvost mit dem Begriff der Herkunft und dessen Auslegungsmöglichkeiten auseinander und im weiter gefassten Sinne damit, wie Geschichte in der Weitergabe zwischen den Generationen konstruiert werden kann. So beginnt die Ausstellung mit der Suche nach jenen, die uns zu denen gemacht haben, die wir heute sein können. Wir treffen auf eine kühn zusammengestellte, fiktive Genealogie an „Großmüttern“, die natürlich niemals als vollständig betrachtet werden kann: Von der prähistorischen Figurine, die als „Venus von Willendorf“ bekannt ist, zur Barockmalerin Artemisia Gentileschi, der Bürgerrechtlerin Rosa Parks, über die Bergsteigerin Junko Tabei, die Theoretikerin Donna Haraway, die Filmemacherin Agnès Varda, oder die Pionierin elektronischer Musik Éliane Radigue bis hin zu den Omas der Kuratorin, der Nachbarin, der Freundin,
der Studiomanagerin.

Prouvost – deren Werke die Wichtigkeit zwischenmenschlicher Verbindungen und unterschiedlicher Familienverbände hervorhebt – bedient sich Erzählungen über intellektuelle Vorbilder oder inspirierende historische Persönlichkeiten, genauso wie Erinnerungen an ganz persönliche Bezugspersonen von Menschen aus ihrem direkten Umfeld. Die subjektiven Reflexionen der Künstlerin über diese Persönlichkeiten und ihre Wichtigkeit bilden die Grundlage für ihren neuen Film Here Her Heart Hovers [Hier schwebt ihr Herz] (2023), dem Herzstück der Installation, und speisen zugleich das Narrativ der gesamten Ausstellung. Der Film folgt einer Gruppe verschwesterter Frauen*, die sich auf eine Reise über das Land, und durch die Zeiten aufmachen, um das zu überliefern, was sie an Wertvollem mit sich tragen.

Aber die Geschichte hört nicht mit der Leinwand auf. Prouvost führt uns in ein sinnliches, höhlenartiges Dunkel, das mittels einer komplexen, synchronisierten Partitur aus Lichtakzenten, Sounds und Videoprojektionen einen ursprünglichen Ort evoziert, an dem alles begonnen zu haben scheint. Ihre Ausstellung funktioniert wie ein verstrickter surrealer Traum, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nahtlos ineinander übergehen. Geschichten, Begegnungen und flüchtige Erinnerungen multiplizieren und materialisieren sich hier durch verschiedene Körper, Stimmen und Objekte.

In Ohmmm age Oma je ohomma mama schlägt Prouvost eine eng verflochtene Genealogie vor, in der Verwandtschaftsverhältnisse und Geschichtsschreibung nicht in Stein gemeißelt sind, sondern flüssig und formbar bleiben. Sie ist unseren Ahn*innen und Vorreiter*innen gewidmet – jenen, die vor uns waren, aber auch jenen, die nach uns kommen.

Prouvost lädt ein, sich in einer miteinander verbundenen Welt eines kollektiven Wir wiederzufinden, das sich über die Generationen hinweg um das Erbe unserer Vorgänger*innen sowie um die Herausforderungen derjenigen nach uns kümmert.

kunsthalle wien Museumsquartier
Museumsplatz 1, 1070 Wien
Austria
www.kunsthallewien.at

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