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COLOGNE FINE ART-Preis 2006 geht posthum an Dieter Krieg (1937 - 2005)


Eingabedatum: 26.01.2006


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Den mit 10.000 Euro dotierten COLOGNE FINE ART-Preis verleihen in diesem Jahr der Bundesverband Deutscher Kunstverleger e.V. und die Koelnmesse posthum an den im vergangenen Jahr gestorbenen Künstler Dieter Krieg. Der COLOGNE FINE ART-Preis, hervorgegangen aus dem KUNSTKÖLN-Preis, zeichnet jährlich Institutionen, die sich um grafische Werke kümmern, oder Künstler aus, in dessen Oeuvre das Prinzip der Serialität beziehungsweise das Prinzip der Vervielfältigung - sowohl in technischer als auch in ästhetischer Hinsicht - eine zentrale Rolle spielen. Der Preis wird um 19.00 Uhr am Tag der Vernissage (14.02.2006) auf der COLOGNE FINE ART (15. - 19.02.2006) überreicht.

Dieter Krieg ist eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Kunstlandschaft. Sein großartiges Oeuvre gilt es in der Breite allerdings erst noch zu entdecken. Bekannt wurde der sehr gebildete und stille Künstler zunächst mit seinen raumgreifenden Bildern. Seit den 80er Jahren hat er sich auch intensiv mit der Radierung beschäftigt. Als Druckformen nutzte er nicht nur Metallplatten, sondern auch Aluminium und Plexiglas. Oftmals hat er die - teils großformatigen - Graphiken manuell mit pastoser Acrylfarbe
weiterbearbeitet oder Materialien appliziert, so dass graphische Objekte entstanden sind.

Wie in seiner Malerei wandte sich der Künstler auch in seinen Graphiken alltäglichen, unspektakulären Gegenständen zu. Ihrer Banalität und relativer Bedeutungslosigkeit hat er durch eine monumentale, dabei vielfach ironische Darstellungsweise Aufmerksamkeit im Medium der Kunst verschafft. Dieter Krieg war 25 Jahre Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie und hat als allseits beliebter und geschätzter Lehrer mehrere Künstlergenerationen in Deutschland geprägt.

Mit seiner Frau Irene gründete Dieter Krieg im Jahr 2004 eine Stiftung, die sein Oeuvre wissenschaftlich aufarbeiten soll. Der Künstler, der sich in seinen Malerei- und Graphikzyklen sehr häufig mit dem Tod auseinander setzte, hat mit dieser Stiftung ein intelligentes, nachahmenswertes Modell zur Erhaltung und Pflege künstlerischer Nachlässe geschaffen.

Dieter Krieg starb im Herbst 2005 im Alter von 68 Jahren. Der Preis wird posthum verliehen und von einem Vorstandsmitglied der Stiftung Dieter Krieg entgegengenommen werden. Die Laudatio hält Klaus Gallwitz, ehemaliger Direktor des Frankfurter Städel-Museum, ehemaliger Gründungsdirektor des Baden Badener Museums "Sammlung Frieder Burda" und Kurator des Deutschen Pavillon der Venedig Biennale 1978, den Dieter Krieg gemeinsam mit Ulrich Rückriem bespielte.

Die Wahl von Dieter Krieg als Preisträger trägt auch dem neuen Messekonzept der COLOGNE FINE ART Rechnung. In der Sonderschau werden nicht nur Radierungen, sondern auch Zeichnungen, Gemälde und Objekte gezeigt. Außerdem wird das komplette Band "Allen Malern herzlichen Dank" zu hören sein - eine Konzeptarbeit von Dieter Krieg, für die befreundete Künstler, Galeristen, Museumsleute und Studenten sämtliche, im Thieme-Becker Künstlerlexikon gelisteten Künstlernamen gesprochen und auf diese Weise "verewigt" haben.

Die bisherigen Preisträger waren: Felix Droese (1996), Ottmar Hörl (1997), Dieter Roth (1998), Thomas Huber (1999), Thomas Bayrle (2000), Astrid Klein (2001), Sigmar Polke (2002), Jörg Sasse (2003), Berliner Kupferstichkabinett (2004), Thomas Schütte (2005).

Weitere Infos zu Dieter Krieg: stiftungdieterkrieg.de

Koelnmesse GmbH, Messeplatz 1, 50679 Köln, Deutschland
Telefon: + 49 221 821-2907 + 2270,
Telefax: + 49 221 821-2181
koelnmesse.de

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