Verleihung des Kunstpreises des Landes Sachsen-Anhalt 2013 an Franca Bartholomäi

7. Dezember 2013
Eingabedatum: 07.12.2013

bilder


Heute Samstag, den 7. Dezember 2013, wird Stephan Dorgerloh, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, in der Stiftung Moritzburg den Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2013 an die Grafikerin Franca Bartholomäi verleihen.

Der Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt wird seit 1992 vergeben – zunächst jährlich, von 1995 bis 2003 im Wechsel mit dem Förderpreis für Bildende Kunst alle zwei Jahre, seit 2005 ausschließlich als Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt.

Die Preisträger seit 1992: Ludwig Ehrler (1992), Christina Brade (1993), Manfred Gabriel (1994), Meinolf Splett (1995), Gertraud Möhwald (1997), Olaf Wegewitz (1999), Irmtraud Ohme (2001), Helmut Brade (2003), Steffen Kroll (2005), Otto Möhwald (2007), Marie-Luise Meyer (2009), Thomas Rug (2011).

Die Kunstpreisträgerin 2013, Franca Bartholomäi, wurde 1975 in Hohenmölsen geboren. Sie studierte von 1994 bis 2000 im Fachbereich Kunst der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle in der Studienrichtung Grafik bei Prof. Thomas Rug und absolvierte dort anschließend ein Aufbaustudium. Seit 2003 ist sie freischaffend in Halle tätig. Zurzeit hat sie an der Burg Giebichenstein einen Lehrauftrag für grafische Techniken / Holzschnitt. Franca Bartholomäi wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnete. Als Grafikerin ist sie ist eine weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannte und anerkannte Künstlerin (mehr zu Franca Bartholomäi unter francabartholomaei.de).

Samstag, 7. Dezember 2013, 11 Uhr
Verleihung des Kunstpreises des Landes Sachsen-Anhalt 2013
Stiftung Moritzburg Halle (Saale)
Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt
Friedemann-Bach-Platz 5 | 06108 Halle (Saale)

pm








Weiteres zum Thema: Franca Bartholomäi



Beate Passow erhält den GABRIELE MÜNTER PREIS 2017



Der Preis für Bildende Künstlerinnen ab 40 ist mit 20.000 Euro dotiert

Die Münchner Installations-, Foto- und Collagekünstlerin Beate Passow ist die neue Preisträgerin des GABRIELE MüNTER PREISES. Das hat die zehnköpfige Jury am Mittwoch, 31.5.2016, bekannt gegeben. Der GABRIELE MüNTER PREIS wird ausgelobt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), dem Frauenmuseum Bonn sowie der GEDOK, dem Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer.

Die 1945 geborene politische Künstlerin Beate Passow, die Absolventin der Akademie der Bildenden Künste in München ist, erhält ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro.

Die Jury würdigt mit dem Preis die konsequente künstlerische Haltung in Passows Gesamtwerk. "Die Künstlerin legt sich in keiner Weise auf ein Bildprogramm fest. Mit unterschiedlicher künstlerischer Technik setzt Frau Passow fragwürdigen Herrschaftssystemen, übermaÅNssiger Ökonomisierung des Individuums und einer zunehmenden überwachung ihren Blick und ihre Kamera entgegen. Der GABRIELE MüNTER PREIS geht an eine Künstlerin, deren Geschichtsverständnis, die eigene Biografie und die kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und politischen Bedingungen der Gegenwart zum Thema haben", heißt es im Juryurteil.

Beate Passows Werke werden gemeinsam mit denen weiterer 19 Künstlerinnen in der GABRIELE MüNTER PREIS-Ausstellung im März 2017 in der Akademie der Künste in Berlin und anschließend im Mai 2017 im Bonner Frauenmuseum gezeigt. Knapp 1000 Frauen hatten sich in diesem Jahr für den GMP beworben.

unsere Besprechung der Ausstellung auf art-in-berlin.de

Der GABRIELE MüNTER PREIS ist der renommierteste Kunstpreis für Bildende Künstlerinnen in Deutschland und europaweit der erste Kunstpreis, der sich an Künstlerinnen wendet, die älter als 40 Jahre sind. Künstlerinnen dieser Altersgruppe sind bei hoch dotierten Auszeichnungen deutlich unter-repräsentiert. "Mit dem Gabriele Münter Preis würdigen wir herausragende Künstlerinnen, die es ebenso wie Frauen aus anderen Bereichen immer noch deutlich schwerer haben, im wahrsten Sinne des Wortes ´gesehen` zu werden," so Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig, die den Preis im Frühjahr 2017 in der Akademie der Künste in Berlin überreichen wird.

Namenspatin des Preises ist die deutsche Malerin Gabriele Münter (1877 - 1962). Sie wurde durch ihre Zugehörigkeit zur Künstlergemeinschaft "Blauer Reiter" bekannt und war maßgeblich beteiligt an der Entwicklung der abstrakten Malerei in Deutschland. Der begehrte Preis wurde zum siebten Mal ausgelobt. Die bisherigen Preisträgerinnen sind Thea Richter und Gudrun Wassermann (1994), Valie Export (1997), Rune Mields (2000), Ulrike Rosenbach und Cornelia Schleime (2004), Leni Hoffmann (2007) und Christiane Möbus (2010).

Neben dem Hauptpreis für Beate Passow werden weitere 19 Künstlerinnen ausgezeichnet und eingeladen, ihre Werke zu präsentieren: Franca Bartholomäi, Tremezza von Brentano, Nezaket Ekici, Eva Vera Grubinger, Mane Hellenthal, Margareta Hesse, Verena Kyselka, Ute Lindner, Anja Luithle, Alice Musiol, Eva von Platen-Hallermund, Sibylle Prange, Christine Rusche, Heike Ruschmeyer, Corinna Schnitt, Uta Schotten, Rose Stach, Melanie Wiora und Uta Zaumseil.

Die Fachjury setzte sich zusammen aus:

* Prof. Ines Bruhn, Künstlerin und Kuratorin, BBK, Zwickau/Chemnitz
* Prof. Birgit Hein, Akademie der Künste Berlin
* Ulrike Kremeier, dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus
* Ute Pauling, ARD
* Prof. Ulrike Rosenbach, Preisträgerin des GMP 2004
* Rein Wolfs, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland,
Bonn
* Dr. Martina Gräfin von Bassewitz, Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend
* Dr. Gerlinde Förster, GEDOK
* Marianne Pitzen, Frauenmuseum Bonn
* Ulla Windheuser-Schwarz, BBK

Frauenmuseum
Im Krausfeld 10
53111 Bonn
gabrielemuenterpreis.de