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HELENA HUNEKE

28. 03. - 10. 05. 2015 | Halle fuer Kunst, Lüneburg
Eingabedatum: 29.03.2015

bilder

Die Halle fuer Kunst zeigt in einer ersten umfassenden Einzelausstellung eine groeßere Auswahl aus dem Werk Helena Hunekes (1967 – 2012), die Ende der 1990er Jahre dem Kreis Hamburger KuenstlerInnen angehoerte, welcher mit der Akademie Isotrop eine Alternative zur institutionalisierten Kunsthochschule betrieb. Obgleich Huneke die Art des dort erprobten und praktizierten gemeinsamen Arbeitens und Austauschens sehr nahe lag, hat sie dennoch ein aeußerst eigenstaendiges und umfangreiches Werk geschaffen, das von großer Materialbeherrschung wie von Fragilitaet und Intimitaet gekennzeichnet ist.

Die Ausstellung in der Halle fuer Kunst versammelt Arbeiten und Werkkomplexe aus verschiedenen Zeiten. Einen zentralen Raum nehmen dabei Hunekes Stoffarbeiten, Objekt-Assemblagen und Zeichnungen ein. Auch sind eine Reihe von Texten zugaenglich, von denen Huneke eine Vielzahl verfasst und veroeffentlicht hat. In diesen verbinden und ueberlappen sich theoretische und politische Ueberlegungen mit biografischen Aeußerungen, die gebunden sind an den eigenen Zweifel, die reale Existenz(not), den Wunsch nach Anerkennung bei gleichzeitiger Hinterfragung und Ablehnung bestehender Hierarchien und Systeme, sodass in Hunekes Texten ein Moment aufscheint, das fuer ihr gesamtes Werk charakteristisch ist: Der Wunsch nach intellektueller Durchdringung der eigenen Arbeit sowie nach der intensiven Auseinandersetzung mit den sie umgebenden Verhaeltnissen.

Hunekes kuenstlerischem Denken lag zudem eine Abneigung gegenueber allem Statischen, Abgeschlossenem und Eindimensionalem zugrunde. So suchte sie etwa die Elemente und Motive ihres Werkes nicht in einen endgueltigen Zustand zu ueberfuehren, sondern kombinierte und arrangierte diese zu immer neuen Gesamtkonstellationen. Entsprechend versteht sich auch die Ausstellung als eine unter moeglichen Perspektiven auf ihr Werk und ist gar nicht erst als Versuch einer linearen und homogenisierenden (Kunst)geschichtsschreibung gemeint. Sie ist im Gegenteil von dem Wunsch getragen, sichtbar zu halten, wie sproede, bruechig und gleichzeitig einnehmend und sensibel Werk und Kuenstlerin sich darstellen. Dass Helena Hunekes Werk aber nicht nur nichts an Aktualitaet verloren hat, sondern in ihm schon vor Jahren angelegt war, was heute zum Vokabular ganzer KuenstlerInnengenerationen geworden ist, auch das will die Ausstellung zeigen.




Arbeiten von Helena Huneke (1967 – 2012) wurden u.a. gezeigt im KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2013), bei Shane Cambell, Chicago (2012), bei Vilma Gold, London (2011), bei Friends And Lovers In Underground, Hamburg (2011), im Kunstverein Wolfsburg (2010), bei Pro Choice, Wien (2010), bei Montgomery, Berlin (2009 und 2008), bei Brno House of Arts (2009), im Kunstverein Hamburg (2005), bei Greene Naftali, New York (2003) im Goldbekhof, Hamburg (2003), bei Maschenmode, Berlin (2002), bei Esther Freund, Wien (2001), im Fullerton Art Museum, San Bernadino (1999) in der Galerie Nomadenoase, Hamburg (1998) und in der Balduingalerie, Hamburg (1996). Zusammen mit der Akademie Isotrop hatte Helena Huneke Ausstellungen u.a. im Grazer Kunstverein (1999), in der Gesellschaft fuer Aktuelle Kunst, Bremen (1999), in der Galerie Buchholz, Koeln (1999), bei Cubitt, London (1999), bei Contemporary Fine Arts, Berlin (1998) und im Kuenstlerhaus Stuttgart (1997).



Unser besonderer Dank gilt der Familie und dem Freundeskreis Helena Hunekes sowie Guido Baudach, Stefan Thater, Markus Selg und mehreren Berliner Privatsammlern, ohne deren Leihgabe und Unterstuetzung die Ausstellung nicht zustande gekommen waere.


Halle f. Kunst Lueneburg eV
Postfach 2128
D-21311 Lueneburg

halle-fuer-kunst.de


Presse






Daten zu Helena Huneke:

- Halle für Kunst Lüneburg 2015
- Halle für Kunst Lüneburg 2016
- Künstlerhaus - Halle für Kunst & Medien Graz 2015

Weiteres zum Thema: Helena Huneke



wow! Woven?


Das Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien präsentiert mit wow! Woven? Entering the (sub)Textiles eine Ausstellung über zwei Ebenen des Hauses, die sich den vielfältigen Fragen widmet, die „Textilien“ als Medium und Material in einer an Vernetzungsmetaphern reichen Gegenwart in der Auseinandersetzung zeitgenössischer Kunstpraxen einnehmen.

Seit jeher in nahezu allen Kulturen in gesellschaftsprägender Verwendung scheint das Textile geradezu prädestiniert für inhaltliche politische Aufladung, Verwendung und Betrachtung auch außerhalb handwerklicher Kontexte und dessen Verhandelbarkeit auf einer künstlerischen Ebene. Präzise Befragungen hinsichtlich seiner allgemeinen Vertrautheit, seiner sinnlichen Qualität, seiner ihm primär eingeschriebenen Merkmale und seines über Jahrtausende global entwickelten Reichtums an Webarten, Texturen und Arbeiten unternahmen in jüngerer Vergangenheit zahlreiche große und umfassende Ausstellungs-projekte, die zu einer Renaissance und einer Neubewertung des Textilen beitrugen und seine die klassisch-hierarchische Werk-, Bild- und Objektbegriffe hinterfragende Qualität betonen konnten. wow! Woven? Entering the (sub)Textiles akzentuiert seinen Ausstellungsfokus schwerpunktmäßig auf Arbeiten, die Aspekte künstlerisch investigativer Auseinandersetzungen mit der Geschichte und Rolle der Textilindustrie innerhalb einer kapitalistischen Form der Warenproduktion und der Art der Organisation der Produktionsweisen dabei anführen.

Ausstellungsteilnehmer Rubén Grilo etwa kehrt anhand einer Reihe von Denim-Stoff-Arbeiten den Beginn der Industrialisierung als einen Wendepunkt unserer Beziehung mit Technologien hervor: Einst Synonym für einen strapazierfähigen Stoff der arbeitenden Klasse und später Symbol westlich individueller Freiheitsversprechen werden heutzutage Abnutzungs-erscheinungen der Jeans in digitalen Prozessen designt und durch Laserbestrahlung vorgenommen, noch ehe sie in den Handel gelangen. Ein Akt, welcher die eine Jeans vormals spezifisch abnützende Faktoren wie Arbeit, Körper und Zeit zur bloßen Simulation verkommen lässt und damit veränderte Körper-Arbeit-Verhältnisse verdeutlicht. Die Künstlerin Sascha Reichstein wiederum untersucht in ihrer großen installativen Video-Arbeit „The Production of Tradition" anhand der ausgesourcten Herstellung traditioneller Bekleidung am Beispiel der Trachten-Lederhose in Sri Lanka unter anderem die Auflösung einstiger örtlichen Entsprechungen folgende Formen der Verarbeitung und dem vorausgehenden Verlust traditioneller Handwerks-techniken, regionaler Unterscheidbarkeit sowie Möglichkeit lokaler Zuordnung.

Die weitreichende Geschichte der bis heute unverändert prekären Arbeitsverhältnisse innerhalb der Textilindustrie und des revolutionären Potenzials der Textil-Arbeiter_innen gegen diese Missstände thematisiert Judith Raum in ihrer in der Ausstellung vertretenen Recherche-Arbeit „disestablish", welche erste Weber_innen-Aufstände des 14. Jahrhunderts in Norditalien zum Ausgang nimmt und das Textile als Trägermaterial sozialer Konflikte zeigt, wobei im Aufzeigen dieser wieder auf Banner aus Textil zurückgegriffen wird.

Auch die Zusammenarbeit in Form des langfristigen und fortwährenden Recherche-Projekts „LOOMSHUTTLES/WARPATHS" von Ines Doujak und John Barker untersucht ausgehend von Frühformen des globalen Kapitalismus die komplexen Verhältnisse von Stoff, Bekleidung und Kolonialismus. Als Teil dieses werden die Künstler_innen am Eröffnungsabend zudem Hemden aus ihrer das Projekt begleitenden Haute Couture-Kollektion zum Verkauf darbieten. Auf diesen wird die knappe Auftragskalkulation auf Kosten der Sicherheitsvorkehrungen der in den Textilfabriken arbeitenden Näher_innen am Beispiel eines Kleidungsstückes selbst visualisiert.

Vor diesem inhaltlichen, im Besonderen die Produktionsprozesse reflektierenden Hintergrund der angeführten Arbeiten versammelt wow! Woven? Entering the (sub) Textiles eine Vielzahl weiterer ausgewählter Arbeiten, die eine reflexive Spannbreite der Verwendung des Textilen zwischen greifbarem Material, bedeutungstragendem Medium, Technik und Idee aufführen, die die generelle Fragilität des Materials vergegenwärtigen, mediale Übersetzungen wagen und ihre anhaltende Faszination belegen. Darunter befinden sich so außerordentliche Positionen wie Heidi Bucher, Sheila Hicks, Helena Huneke und Ingrid Wiener.

DUBAIS ist ein Projekt der transmedialen Künstlerin und Performerin Nadia Buyse aus Portland. Ihre musikalische Heimat ist der Punk, sie hat eine Vorliebe für Space Disco der späten 70er und Break-Beats der frühen 1980er und benutzt auch Videoclips, um Arrangements und Tempo ihrer Songs zu generieren. DUBAIS ist auch ein Vehikel, mit dem die Künstlerin Nadia Buyse untersucht, wie die Zeit die Erwartungen der Vergangenheit entmystifiziert. Im Rahmen des CMRK-Sommerfests im Anschluss an die Eröffnung von wow! Woven? Entering the (sub)Textiles wird DUBAIS eine ihrer multimedialen Konzert-Performances abhalten, bei der sie in ein faszinierendes Wechselspiel zwischen Publikum und einer Live-Projektion im Bühnenhintergrund tritt.

Künstler: Anna-Sophie Berger, Heidi Bucher, Merlin Carpenter, Ines Doujak / John Barker, Manfred Erjautz, Rubén Grilo, Sheila Hicks, Ann Cathrin November Høibo, Helena Huneke, Hannah James, Marie Lund, Christian Mayer, Lisa Oppenheim, Judith Raum, Sascha Reichstein, Amanda Ross-Ho, Yorgos Sapountzis, Constanze Schweiger, Johannes Schweiger, Ingrid Wiener


Künstlerhaus
Halle für Kunst & Medien
Burgring 2, 8010 Graz, Austria






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