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Mai-Thu Perret Grammar and Glamour

12.7. 15.9.2019 | Badischer Kunstverein, Karlsruhe
Eingabedatum: 13.07.2019



bilder

Grammar and Glamour präsentiert die erste umfassende Einzelausstellung Mai-Thu Perrets in Deutschland. Perret arbeitet mit so unterschiedlichen Formaten wie Malerei, Skulptur, Keramik, Tapisserie, Film, Performance und Text. In ihren Werken widmet sich die Künstlerin den Diskursen von Feminismus und Spiritualität, Modernismus und Avantgarde. Zahlreiche Referenzen auf die Arts-and-Crafts-Bewegung signalisieren eine Aufwertung des Kunsthandwerks als alternative Form künstlerischen Ausdrucks. Realistische Darstellungen von Kämpferinnen und Reformerinnen treffen auf Ansätze formaler Abstraktion, die zudem auf Perrets intensive Auseinandersetzung mit dem Medium der Malerei und den Möglichkeiten ihrer Transformation verweisen.

Basierend auf dem umfangreichen Projekt The Crystal Frontier (seit 1999) über eine fiktive feministische Kommune in der Wüste New Mexicos, verwebt die Ausstellung verschiedene Narrationen über starke und unabhängige Frauenfiguren miteinander: von den lesbischen Kämpferinnen in Les Guérillères (2018), nach einem Roman der französischen Avantgarde-Schriftstellerin und Theoretikerin Monique Wittig, bis zur archetypischen Figur der Hexe, die sich in den aktuellsten Arbeiten niederschlägt. Während Wittigs Sprache eine Reihe von Werken hervorruft, die sich auf Techniken des Dadaismus beziehen, führt Perrets Untersuchung der Hexe zu einer Gruppe von Keramiken und großformatigen Objekten, die an Moore, Wälder oder die minimalistische Geometrie in Zen-Gärten erinnern. Mai-Thu Perret inszeniert die Hexerei als eine rebellische Kraft gegenüber kapitalistischen Systemen und restriktiver Geschlechterpolitik. Sie aktiviert marginalisierte Formen und Techniken, reanimiert vergessene Figuren und entwirft alternative Geschichten, um die Linearität konventioneller Erzählstrukturen herauszufordern.

Zeitgleich im
Lichthof
Heidi Herzig & Ben Öztat
im fluss
12.7. – 15.9.2019

Sie betraten den Laden. Das Angebot hielt sie nicht bei Laune. Eher noch interessierte sie die ⨅ Konstruktion⊣ im Raum, die die Dinge in der Luft hielt.

Nach einer kleinen Weile nahmen sie den schiefen Boden unter sich wahr. Gerade schief genug oder schon so geneigt, um fast schräg zu sein. In Hellblau. Mit zunehmend verstreichender Zeit, zumindest musste man davon ausgehen, dass sie es tat, ≜ veränderte die leichte, aber doch deutliche Schräglage des Grundes,⪛ auf dem sie sich befanden, ihr Gravitations-Körper-Verhältnis spürbar.

Daraus resultierend ein plötzlicher Sprung, ohne den Raum dazwischen durchquert zu haben, oder die schaumartig flüchtige, aber realere Erfahrung ⧉ eines ungeahnten Richtungswechsels. So als wollte die Vertikale ihnen etwas mitteilen.

Von da an spazieren sie mit einem aus dieser Begebenheit gewonnenen Serum an der Schläfe durch Winkel und Kreise. Die, wenn nötig, neu angeordnet und unter veränderten Gesetzmäßigkeiten der Anziehungskraft zueinander positioniert werden. Manch Einer erzählt von einem besonderen Duft, den man im Zuge dieses Prozesses wittern kann, sofern der Wind sich gerade ∢ gedreht hat. ∥

Seit 2014 streifen Heidi Herzig und Ben Öztat unter dem Deckmantel von Pseudonymen örtliche sowie situative Zwischenräume und Leerstellen für gemeinsame intraventionistische Interventionen. Für die Ausstellung im Badischen Kunstverein werden die Künstler*innen ihre individuellen Positionen aufbrechen, um Öffnungen für Synergien zu erzeugen, die sich auch im musealen Kontext wohlfühlen.

Badischer Kunstverein, Karlsruhe
www.badischer-kunstverein.de


Presse



Mai-Thu Perret:


- Art Basel 2013

- Art Basel 2016

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art berlin 2017

- Biennale Venedig 2011

- David Kordansky Gallery

- Frieze LA 2019

- Frieze London 2013

- Galerie Barbara Weiss

- Galerie Francesca Pia

- Glasgow International 2018

- Migros Museum, Sammlung

- Preistraeger 2011, Zurich Art Prize

- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein

- Timothy Taylor Gallery


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