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Parastou Forouhar DEADLINES

27.09.2019 – 16.02.2020 | Stadtgalerie Saarbrücken
Eingabedatum: 29.09.2019

Das Werk von Parastou Forouhar reflektiert die Begegnung von Orient und Okzident, von Krisengebiet und Komfortzone, von Zwangsordnung und kultureller Freiheit.

Die 1962 in Teheran geborene Künstlerin absolvierte ihre Ausbildung zunächst im Iran und setzte sie in Deutschland fort, wo sie heute lebt und arbeitet. Dabei entwickelte sie ein Werk, in dem sich die Schönheit der Ornamentik mit systemkritischen Inhalten verbindet, die ihre persönlichen Erfahrungen unter der Gewaltherrschaft des Mullah-Regimes spiegeln und zugleich einen allgemein gültigen Anspruch erheben.

So erscheinen Mord und Folter in Forouhars digitalen Zeichnungen und Wandinstallationen als wiederkehrende Motive. In ihren jüngsten fotografischen Arbeiten ist es das ambivalente Verhältnis gegenüber dem Tschador als ästhetischem Gewand einerseits und als Zeichen der Unterdrückung muslimischer Frauen andererseits, das die Künstlerin thematisiert. Mit dieser in einem europäischen, weltoffenen Zusammenhang entwickelten Bildwelt besetzt sie Wände und ganze Räume, die uns gleichsam körperlich gefangen nehmen.
Dabei mutet sie uns zu, dass wir die Komfortzone der distanzierten Betrachtung verlassen, um in eine Welt einzutauchen, deren Grausamkeit gerade in der Ästhetik und Ordnung des Ornaments verborgen liegt.

Am Abend der Vernissage zeigt Nadja Verena Marcin ihre Live-Performance OPHELIA, die anschließend als Video-Installation zu sehen sein wird. Darüber hinaus präsentiert die Ausstellung Foto- und Videoarbeiten, in denen Nadja Verena Marcin selbstbewusst mit feministisch aufgeladenem Humor die Frauenbilder des Hollywoodkinos dekonstruiert.

Stadtgalerie
St. Johanner Markt 24
66111 Saarbrücken
www.https


Presse



Parastou Forouhar:


- Berlin Biennale 2001

- Göteborg Biennale 2013

- Kunstverein Wiesbaden

- Manif d'art 8 2017

- Moscow Biennale 2013

- Sammlung Deutsche Bank 2020

- Sammlung MMK Frankfurt

- Thessaloniki Biennale 2013


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