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Liebes Ding – Object Love

26. Januar – 26. April 2020 | Museum Morsbroich, Leverkusen
Eingabedatum: 23.01.2020

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Melanie Bonajo Furniture Bondage (Hanna) 2007 C-print 149 x 120 cm Courtesy die Künstlerin und Galerie Akinci; © Melanie Bonajobilder

Die Ausstellung „Liebes Ding“ befragt das innige Verhältnis zwischen Mensch und Dingen. Warum streben wir nach Dingen? Wie gehen wir mit Dingen um? Was bedeuten sie für uns? Und was sind die Konsequenzen unserer Liebe zu den Dingen?
Mit der Entwicklung neuer Technologien und dem Aufstieg der Konsumgesellschaft explodierte die Anzahl der Dinge. Jeder von uns besitzt heute im Durchschnitt 10.000 Dinge! Dinge sind überall. Sie dienen uns als Werkzeuge. Sie fungieren als Erweiterungen unseres Körpers. Wir binden uns sowohl physisch als auch emotional eng an Dinge. Wir berühren sie, sie unterstützen und schmeicheln uns, wir schätzen und verehren sie, lieben und hassen sie.

Wir leben in einer vom Menschen gemachten Welt. Aber mit diesem Streben nach immer mehr beuten wir die Erde aus, benötigen immer mehr Ressourcen und produzieren Berge und schwimmende Inseln von Abfall. Was wir konsumieren, ist zu einem bestim-menden Aspekt des modernen Lebens geworden. Wir geraten in neue Abhängigkeiten und definieren uns vorrangig über unseren Besitz, weshalb Frank Trentmann seiner faszinierenden Geschichte des Konsums den Titel Herrschaft der Dinge (2017) gab.

Die Dinge sind komplex geworden, unzählig und unendlich diversifiziert. Anfangs haben wir sie hergestellt, um zu überleben und aus unserem Leben ein besseres zu machen. Mittlerweile sind auch die Dinge smart, sie drohen uns früher oder später mit ihrer künst-lichen Intelligenz zu überflügeln. Die Beziehungen von Mensch und Ding wandeln sich.
Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler setzen sich aus ihrer Perspektive mit diesen aktuellen und brisanten Entwicklungen auseinander. In Fotografien und Videos, Gemälden, Skulpturen und Installationen zeigen sie die Verstrickungen von Menschen und Dingen, lassen Menschen ebenso zu Wort kommen wie die Dinge selbst, die ihre Ge-schichten erzählen. Mit einem mehr oder weniger kritischen Unterton transformieren sie Objekte und fügen sie zu Assemblagen und Installationen.

Kuratoren der Ausstellung sind Fritz Emslander und Anne Berk, die das Konzept ursprünglich für das Museum de Domijnen Hedendaagse Kunst in Sittard (NL) entwickelt hat, wo 2018 bereits einige der nun gezeigten Künstlerinnen und Künstler an der Ausstellung Object Love beteiligt waren.

Die Besucher sind eingeladen, ihr Lieblingsding mit ins Museum zu bringen, kurz dessen Geschichte aufzuschreiben und es in der Ausstellung zu präsentieren.

Mit Werken von Kathrin Ahäuser (DE), Thomas Bayrle (DE), Melanie Bonajo (NL), Karsten Bott (DE), Machiel Braaksma (NL), Anton Cotteleer (BE), Danielle Dean (UK/US), Yvonne Dröge Wendel (NL), Maarten Vanden Eynde (BE), Dimitar Genchev (BG/NL), Andreas Gurksy (DE), Ni Haifeng (CN/NL), Jeroen van Loon (NL), Vika Mitrichenko (BR/NL), Olaf Mooij (NL), Ted Noten (NL), Min Oh (KR/NL), Erwin Olaf (NL), Maria Roosen (NL), Superflex (DK), Ari Versluis & Ellie Uyttenbroek (NL) und Erwin Wurm (AT)

Museum Morsbroich
Gustav-Heinemann-Str. 80
51377 Leverkusen
www.museum-morsbroich.de


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