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B3 Biennale

Preisträgerin 2012: Trisha Donnelly

Faber-Castell-Preis für Zeichnung

Ausstellung im Neuen Museum in Nürnberg
Eingabedatum: 13.07.2012

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Trisha Donnelly, Titel auf Nachfrage (Detail), 2002, © Neues Museum - Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg

Zum ersten Mal ist der mit 15.000 Euro dotierte Inter­na­tio­nale Trisha Donnelly für Zeichnung (Faber-Castell International Drawing Award) im Neuen Museum in Nürnberg verliehen worden. Aus dem Kreis der fünf nominierten Künstlerpersönlichkeiten ernannte eine international besetzte Jury einstimmig Trisha Donnelly zur Preisträgerin.
Die 1974 geborene Amerikanerin Trisha Donnelly lebt und arbeitet in New York.

In der Jurybegründung zu Trisha Donnelly heißt es: "Ihr Schaffen zeichnet sich aus durch subtile Umgangsweise mit dem Medium, konzentrierte und präzise Setzung im Raum und Einbeziehung anderer Techniken.
Trisha Donnellys Bildsprache erscheint auf das Wesentliche reduziert und ermöglicht dennoch die Öffnung gedanklicher Räume. Der Betrachter wird mitgerissen, visuell gefordert, seine Wahrnehmung geschärft, ohne dass die Zeichnungen ihr Geheimnis vollständig preisgeben."

Vorgeschlagene Künstlerinnen
Sevda Chkoutova (BG/AT)
Trisha Donnelly (US)
Sabine Moritz (DE)
Paulina Olowska (PL)
Jorinde Voigt (DE)

Nominatoren
Sabine Breitwieser, Chefkuratorin für Medien- und Performance-Kunst im Mu­seum of Modern Art, New York
Chris Dercon, Leiter Tate Modern, London
Chus Martínez, Leiterin der kuratorischen Abteilung der Documenta 13 und Chefkuratorin am MACBA, Barcelona
Stella Rollig, Direktorin Lentos Museum, Linz
Beatrix Ruf, Direktorin Kunsthalle Zürich

Juroren
Adam Budak, Leitender Kurator Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Smithsonian Institution, Washington
Okwui Enwezor, Direktor Haus der Kunst, München
Dr. Ulrike Groos, Direktorin Kunstmuseum Stuttgart
Konrad Bitterli, Leitender Kurator Kunstmuseum St. Gallen
Dr. Melitta Kliege, Leitung Ausstellung / Dr. Angelika Nollert, Direktorin, Neues Museum, Nürnberg

Neues Museum
Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg
Presse-/Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsmanagement
Luitpoldstraße 5, 90402 Nürnberg
Tel.: 0911 / 240 20 41, Fax: 0911 / 240 20 29

Medienmitteilung











Daten zu Trisha Donnelly:


- Art Basel 2013

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- Berlin Biennale 2006

- Biennale Venedig 2011

- Biennale Venedig 2013

- Casey Kaplan Gallery

- daad Stipendiat

- documenta 13, 2012

- evn sammlung

- Galerie Eva Presenhuber

- JULIA STOSCHEK FOUNDATION E.V., Sammlung

- MoMA Collection

- SHARJAH BIENNIAL 10, 2011

- Solomon R. Guggenheim Collection

- Whitney Biennale 2006

Weiteres zum Thema: Trisha Donnelly



Trisha Donnelly erhält den CENTRAL-Kunstpreis


Trisha Donnelly - "Zum fünften Mal vergibt die CENTRAL Krankenversicherung AG Köln in Zusammenarbeit mit dem Kölnischen Kunstverein den CENTRAL-Kunstpreis für internationale Künstler. Durch die Preisträger Rirkrit Tiravanija (1996), Douglas Gordon (1998), Ernesto Neto (2000) und Florian Pumhösl (2002) hat der CENTRAL Kunstpreis ein großes Ansehen innerhalb der bildenden Kunstszene gewonnen, das mit der Nominierung von Trisha Donnelly seine Fortsetzung findet. Trisha Donnelly wurde von einer internationalen Jury, bestehend aus Chen Y. Chaos, Chefkuratorin am Millenium Art Museum in Peking, Hans Ulrich Obrist, Kurator am Musée d´Art Modèrne de la Ville de Paris, und Beatix Ruf, Direktorin der Kunsthalle Zürich, nominiert. Mit dem Förderpreis in einer Höhe von Euro 75.000,- setzt die CENTRAL Krankenversicherung AG ein deutliches Zeichen, neben ihrer Sammlung von zeitgenössischer Kunst auch die jüngsten Tendenzen in der zeitgenössischen bildenden Kunst wahrzunehmen und durch eine aktive Unterstützung mit fortzuschreiben. Der CENTRAL-Kunstpreis ermöglicht der Preisträgerin einen halbjährigen Aufenthalt in Köln und die Realisierung eines neuen künstlerischen Projektes, das im Sommer 2005 in einer Ausstellung im Kölnischen Kunstverein gezeigt wird.

In Trisha Donnellys Arbeiten spielt das Ephemere, Beiläufige häufig eine besondere Rolle. Für ihre Arbeit Rio von 1999 etwa bildet ein Sonnenuntergang die Grundlage. Bei dieser Videoarbeit steht Trisha Donnelly im Profil zur Kamera, hinter ihr weckt eine farbige Lampe das Gefühl eines künstlich inszenierten Home-made-Sonnenuntergangs. Es ertönt ein Song, der geschrieben wurde, um einem Blinden einen Sonnenuntergang zu schildern. Zum Klang dieses Liedes mit seinen Latino-Rhythmen beginnt Trisha Donnelly scheinbar damit, den Text des Liedes in Gebärdensprache zu übersetzen. Man könnte meinen, sie vermittle damit einem imaginären Taub-Stummen, der den künstlichen Sonnen-Untergang zwar zu sehen vermag, das Lied jedoch nicht hören kann, die Atmosphäre der Musik. Doch statt den Text des Liedes Wort-für-Wort wiederzugeben, gibt sie eine genaue Wegbeschreibung, um zu einem idyllischen Ort in den Bergen von Rio de Janeiro zu gelangen. Für den normalen Betrachter – der Gebärdensprache nicht mächtig – versteckt sie diese Botschaft, doch werden wir gefangen genommen davon, wie sich das Licht, die Musik und Trisha Donnellys Gesten zu einer Art mystischem Tanz verweben, der sich von einem ruhigen und gleichzeitig eindringlichen Ausdruck nährt.

Daneben wirken andere ihrer Arbeiten unheimlich, nahezu bedrohlich. In Night is Coming (warning), von 2002, kündigt der immer wieder vor weißem Hintergrund aufflimmernde Satz "Night is Coming“ eigentlich lediglich den Einbruch der Nacht an und erinnert uns daran, wie die Zeit vergeht. Die stetige, flackerhafte Wiederholung weckt jedoch unweigerlich die Imaginationskraft des Betrachters. Sie stellt uns die Frage: „Fürchten wir die Nacht oder heißen wir sie willkommen?" Schließlich kann sich die Wahrnehmung bis zu dem Eindruck einer unheilvollen Verheißung steigern.

Es sind diese konzentrierten und streng fokussierten Momente, die Trisha Donnellys Arbeiten, egal ob Installation, Performance, Video oder Zeichnung eine ihnen innenwohnende und einzigartige Kraft verleihen. Sie schweben zwischen Realität und Fiktion, hinterfragen unsere Wahrnehmung und spielen mit unserer eigenen Imagination. Momente, die aus der Reduktion heraus und einer enormen Präsenz der Akteurin selbst, eine eigentümliche Stärke ziehen.

Trisha Donnelly wurde 1974 in San Francisco geboren. Sie lebt und arbeitet in Los Angeles.

Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl): "54th Carnegie International", Carnegie Museum of Art, Pittsburgh (2004); "Utopia Station", 50. Biennale von Venedig (2003); "Junge Szene", Secession Wien (2003); "It happened tomorrow", Biennale de Lyon (2003); "Moving Pictures", Solomon R. Guggenheim Museum, New York / Bilbao (2002);…" (Quelle: Presse Kölnischer Kunstverein)

Die Preisverleihung findet 2005 anlässlich der Ausstellung im Kölnischen Kunstverein statt. Den genauen Termin geben wir an dieser Stelle noch bekannt.

Central-Kunstpreis 2008 an Mark Leckey vergeben


Der seit 1996, im 2-Jahresrhythmus, vergebene Central-Kunstpreis wird für 2008 dem 1964 in London geborenen Künstler Mark Leckey verliehen.

Mark Leckey verbindet Videos, Installationen und Soundskulpturen mit popkulturellen Praktiken, vor allen Dingen mit den Sub- und Jugendkulturen in England. Seit 2005 ist Mark Leckey Professor an der Städelschule in Frankfurt.

Der in Zusammenarbeit mit dem Kölnischen Kunstverein von der Central Krankenversicherung Preis AG vergebene Preis ist mit 75.000 EUR dotiert. Er umfasst ein ein halbjähriges Aufenthalt in Köln und eine Einzelausstellung im Kölnischen Kunstverein.

Zur Jury gehörten: Heike Munder (Direktorin Migros Museum Zürich), Catherine Wood (Kuratorin für zeitgenössische Kunst and Performance, Tate Modern London) und Charles Esche (Direktor VanAbbe Museum Eindhoven) sowie dem Vorstandsvorsitzenden der Central Krankenversicherung, Dr. Joachim von Rieth und den beiden Direktorinnen des Kölnischen Kunstvereins, Kathrin Jentjens und Anja Nathan-Dorn. Der Juryentscheid fiel am 28.9.07

Bisherige Preisträger waren: Rirkrit Tiravanija(1997), Douglas Gordon (1999), Ernesto Neto (2001), Florian Pumhösl (2003) und Trisha Donnelly (2005).

Kölnischer Kunstverein
Hahnenstraße 6
D-50667 Köln
T+49 221 217021

koelnischerkunstverein.de