Kemang Wa Lehulere

28.1.-1.4.2018 | Kunsthaus Centre d'art Pasquart, Biel
Eingabedatum: 25.01.2018

Werkabbildung

Kemang Wa Lehulere, Every Song, 2017, Wandschnitt / gravure murale, Detail / détail, 260 x 360 cm; Courtesy Kemang Wa Lehulere, Deutsche Banks «Artist of the Year» 2017; Foto / Photo: Mathias Schormanbilder

In Stein gemeisselte Handzeichen, zwischen Gebisse geklemmte Bibeln, verwischte Kreidespuren auf Wandtafeln, in Vogelhäuser transformierte Schulbänke. Das vielgestaltige Werk von Kemang Wa Lehulere (*1984, SA) schafft eindringliche, suggestive Bilder, die in der Vergangenheit seines Heimatlandes Südafrika gründen.

Zwischen autobiografischer Spurensuche und historischen Ereignissen verortet, formuliert der Künstler mit seiner Ausstellung einen Ort der Reflexion über Ideologien im Bildungssystem, Instrumentalisierungen von Religion oder das Auslöschen kollektiver Erinnerung. Seine visuellen Erzählungen unterwirft er einem fortwährenden Prozess des Überschreibens und der Rekonstruktion.

Über die Auseinandersetzung mit der südafrikanischen Geschichte hinaus, entwickeln seine Zeichnungen, Performances, Installationen und Videos auch eine Wirkung, die sich bis in die Fragen unserer Zeit erstreckt. Der Sog seiner assoziativen Bildsprache erweckt ein Bewusstsein für eine Gegenwart, die von ihrer Geschichte eingeholt wird, und welche die Offenlegung von Differenzen und Vorurteilen einfordert.

Einem Drehbuch ähnlich, das auf seine Umsetzung wartet, öffnet sich ein narrativer Raum, in dem stummgeschaltete Stimmen wieder zu Wort kommen und unerfüllte Lebensentwürfe Wirklichkeit werden.


Kunsthaus Centre d'art Pasquart,
Seevorstadt 71 Faubourg du Lac,
Biel/Bienne

Presse






Daten zu Kemang Wa Lehulere:

- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Berlin Biennale, 2014
- BIENNALE of DAKAR 2016
- EVA International 2016
- Istanbul Biennial 2017
- Lyon Biennale, 2011
- Performa 17
- Stevenson - Gallery

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ZEICHNUNGSRÄUME II


Zeichnungsräume. Positionen zeitgenössischer Graphik bietet als zweiteilige Sammlungspräsentation einen umfassenden Blick auf die Entwicklung der Zeichnung ab den 1950er-Jahren bis hin zu aktuellen Positionen. Anhand von über 200 Werken wird das Spektrum von intimen, kleinformatigen Bleistiftstudien bis zu großen, raumgreifenden Konzept-Arbeiten gezeigt. Der »Aufbruch in den Raum« steht im Mittelpunkt von Zeichnungsräume II. Die präsentierten Werke zeigen, wie sich seit den 1960er-Jahren die Grenzen der Zeichnung radikal erweitert haben. Künstler_innen der Minimal- und Konzeptkunst überführen die Linie von der Fläche in den Raum. Die Zeichnung wechselt in die dritte Dimension. Dabei liegt der Fokus vor allem auf Arbeiten, die sich durch die Expansion in den realen Raum, als temporär geschaffene Wandzeichnung oder als programmierte Zeichnung, die nur im virtuellen oder imaginären Raum existiert, auseinandersetzen.

Im Werk des Künstlerduos Carolin Jörg und Michael Fragstein beispielsweise »verflüssigen« sich Tuschezeichnungen mit Hilfe von Augmented Reality Apps und beziehen die Betrachter_innen unmittelbar in den Zeichnungs- und Aktionsprozess ein. Netzwerke wie Bettina Munks Internet-Plattform Lines Fiction laden Künstler_innen aus der ganzen Welt ein, ihre Zeichnungen und bewegten Bilder online zu präsentieren. Der holländische Künstler Robbie Cornelissen inszeniert mit dem Zeichenstift Räume, in die man buchstäblich hineingesogen wird. Ebenso bezieht Franz Erhard Walther die Besucher_innen in seine Arbeiten über die Faktoren Zeit, Raum, Körper, Sprache, Erinnerung, Betrachtung und Handlung unmittelbar mit ein. Nanne Meyers Zeichnungen reflektieren dagegen über den kartographischen Blick von oben den Bildraum, während Barbara Camilla Tucholski in ihren seriellen Zeichnungszyklen »Zwischenräumen« als zeitlichem und räumlichem Phänomen nachspürt. Fasziniert von den Veränderungen der Hamburger Kunsthalle, zeichnete die Künstlerin anlässlich der Modernisierung 2016 den umfangreichen Zyklus »Innen – Aussen«, ein Rundgang um und durch das Museum. Die stets enge Verbindung von Skulptur und Zeichnung dokumentiert sich in den Arbeiten von Hubert Kiecol, Jan Meyer-Rogge und Ulrich Rückriem.

Neben Rauminszenierungen und eigens für die Ausstellung angefertigten Wandzeichnungen werden umfangreiche Werkserien wie Bernhard Johannes Blumes 80-teiliger Zyklus Natur A–D (1992–1995) oder Sylvia Bächlis collageartige Folge Ammassalik (1995) präsentiert.

Die zweiteilige Präsentation zeigt Werke von insgesamt 80 Künstler_innen und damit einen Einblick in die Vielfalt heutiger Zeichnungsräume. Zugleich ist ein umfassender Überblick über die außergewöhnlichen Bestände der zeitgenössischen Zeichnung aus der Sammlung der Hamburger Kunsthalle zu sehen, die durch Leihgaben aus privaten Sammlungen ergänzt werden.

Die Deutsche Bank unterstützt Zeichnungsräume I und Zeichnungsräume II und ermöglicht mit ihrem Engagement erstmals die umfangreiche Präsentation der zeitgenössischen Graphik aus dem Kupferstichkabinett.

Beteiligte Künstler_innen an der Präsentation Zeichnungsräume II: Silvia Bächli, Sandra Boeschenstein, Bernhard Johannes Blume, Fernando de Brito, Robbie Cornelissen, Marcel van Eeden, Lili Fischer, Frank Gerritz, Katharina Hinsberg, Georg Jappe, Olav Christopher Jenssen, Carolin Jörg / Michael Fragstein, Linda Karshan, Hubert Kiecol, Korpys / Löffler, Klaus Kumrow, Lines Fiction, Sol LeWitt, Nanne Meyer, Jan Meyer-Rogge, Mariella Mosler, Hilka Nordhausen, Roman Ondák, Arnulf Rainer, Ulrich Rückriem, Gerhard Rühm, David Tremlett, Barbara Camilla Tucholski, Clivia Vorrath, Kemang Wa Lehulere und Franz Erhard Walther.

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5
20095 Hamburg
hamburger-kunsthalle.de


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