Jost Münster. Loose Connection
15.08. - 13.09.2026 | Galerie Junge Kunst, Trier
Eingabedatum: 12.08.2026

Jost Münster gehört zu den versiertesten Malern einer Künstlergeneration, welche die Bestimmung dessen, was ein Gemälde sein und leisten kann, kontinuierlich überprüft und erweitert. Zu behaupten, seine Werke seien abstrakt, liegt auf der Hand. Aber das wäre nur die halbe Wahrheit. Denn tatsächlich schöpft Jost Münster motivisch aus der intensiven Beobachtung von Farben, Formen und Strukturen im urbanen Umfeld seiner Wahlheimat London. Dabei interessieren ihn insbesondere die Beschaffenheit und das Gefüge von Gebautem und Montiertem, von Fassaden, Fenstern, Toren oder Silhouetten.
Diese bildnerischen Phänomene transformiert Jost Münster in differenzierte Farb- und Materialkompositionen. "Der kreative Prozess ist für mich ein kontinuierliches Experimentieren, bei dem ich die Grenzen der Materialität und der Medien, die ich verwende, ständig hinterfrage und verschiebe", sagt der Künstler. Am Ende dieses Prozesses stehen Bildwerke und ganze Zyklen, in denen Sein und Schein, Abstraktion und Realität, Imagination und Materialität einander durchdringen und auf feinsinnige Weise unsere Seherfahrung irritieren.
Ralf Chrostofori 2025, Saarbrücken
Jost Münster (*1968 in Ulm) ist ein deutscher Künstler, der in London lebt und arbeitet. Nach einem Studium der Kunstpädagogik und des Intermedialen Gestalten an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart absolvierte er den Masterstudiengang Fine Art am Goldsmiths College der University of London.
Im Zentrum seines künstlerischen Schaffens steht die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen der Malerei. Seine Werke erforschen das Spannungsverhältnis zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit sowie die Wechselwirkungen von Bildraum, Materialität und Wahrnehmung. Durch Überlagerungen, Verschiebungen und visuelle Irritationen entstehen Bildräume, die vertraute Sehgewohnheiten hinterfragen und den Prozess des Betrachtens selbst zum Thema machen.
Münsters Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert, darunter im Museum Ulm, in der Stadtgalerie Saarbrücken, in der Royal Academy of Arts in London sowie in Galerien und Institutionen in Europa, den USA und Singapur. Seine Werke sind in Ausstellungskatalogen und kunstwissenschaftlichen Publikationen vertreten, unter anderem in Jason Gaigers Philosophy of Painting (Bloomsbury, 2022). Er war mehrfach Finalist renommierter Kunstpreise, darunter des John Moores Painting Prize und des Jackson's Painting Prize.
Diese bildnerischen Phänomene transformiert Jost Münster in differenzierte Farb- und Materialkompositionen. "Der kreative Prozess ist für mich ein kontinuierliches Experimentieren, bei dem ich die Grenzen der Materialität und der Medien, die ich verwende, ständig hinterfrage und verschiebe", sagt der Künstler. Am Ende dieses Prozesses stehen Bildwerke und ganze Zyklen, in denen Sein und Schein, Abstraktion und Realität, Imagination und Materialität einander durchdringen und auf feinsinnige Weise unsere Seherfahrung irritieren.
Ralf Chrostofori 2025, Saarbrücken
Jost Münster (*1968 in Ulm) ist ein deutscher Künstler, der in London lebt und arbeitet. Nach einem Studium der Kunstpädagogik und des Intermedialen Gestalten an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart absolvierte er den Masterstudiengang Fine Art am Goldsmiths College der University of London.
Im Zentrum seines künstlerischen Schaffens steht die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen der Malerei. Seine Werke erforschen das Spannungsverhältnis zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit sowie die Wechselwirkungen von Bildraum, Materialität und Wahrnehmung. Durch Überlagerungen, Verschiebungen und visuelle Irritationen entstehen Bildräume, die vertraute Sehgewohnheiten hinterfragen und den Prozess des Betrachtens selbst zum Thema machen.
Münsters Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert, darunter im Museum Ulm, in der Stadtgalerie Saarbrücken, in der Royal Academy of Arts in London sowie in Galerien und Institutionen in Europa, den USA und Singapur. Seine Werke sind in Ausstellungskatalogen und kunstwissenschaftlichen Publikationen vertreten, unter anderem in Jason Gaigers Philosophy of Painting (Bloomsbury, 2022). Er war mehrfach Finalist renommierter Kunstpreise, darunter des John Moores Painting Prize und des Jackson's Painting Prize.
15.08. - 13.09.2026
Galerie Junge Kunst, Trier
Karl-Marx-Straße 90, 54290 Trier
Presse
Kontext
Einordnung:Jost Münster verortet sich im kunsthistorischen Diskurs des erweiterten Malereibegriffs (*Expanded Painting*), indem er die medialen und materiellen Grenzen des klassischen Tafelbildes konsequent hinterfragt. Seine formal der geometrischen Abstraktion oder Farbfeldmalerei nahestehenden Kompositionen wurzeln nicht in reiner Gegenstandslosigkeit, sondern in einer phänomenologischen Aneignung des urbanen Raums. Durch ein prozesshaftes Experimentieren mit Überlagerungen, architektonischen Versatzstücken und spezifischen Materialitäten überwindet er die historische Dichotomie von Abstraktion und Repräsentation. In dieser post-minimalistischen Herangehensweise fungiert das Gemälde nicht länger als reines Abbild, sondern behauptet sich als physisches Objekt im Raum. Münsters visuelle Irritationen knüpfen damit an eine selbstreflexive Tradition der Moderne an, die den Akt der menschlichen Wahrnehmung und die Beschaffenheit des Mediums selbst zum zentralen Bildgegenstand erhebt.





