Handle with Care
07.08. - 30.08.2026 | Alte Schmelze, Frankfurt am Main
Eingabedatum: 29.07.2026

Wir freuen uns sehr, Sie zur Abschlussausstellung des reisenden Projekts „Handle with Care“ einzuladen, die am 6. August um 19 Uhr in der Alten Schmelze (Gutleutstr. 294, Frankfurt am Main) stattfindet.
„Handle with Care“ präsentiert mehr als 30 Artefakte, die auf einer sechsmonatigen Reise von der europäischen Arktis über den Kaukasus bis nach Zentralasien und von dort weiter nach Europa gesammelt wurden. Ausgangspunkte, die von Reflexionen über Familienarchive, generationenübergreifende Migration und nomadische Lebensumstände geprägt sind, schaffen eine übergreifende Kartierung der Geschichte dieser Regionen. Die rote Linie verbindet die Punkte zwischen den Vertreibungen des 20. Jahrhunderts und dem Schicksal der Vertriebenen in den letzten drei Generationen. Das Schicksal derer, die vor Kriegen und Hungersnöten flohen, ist letztlich untrennbar mit der jüngsten Migrationswelle ab 2022 verbunden.
Intime Reflexionen aus 12 Städten – beginnend in Archangelsk, Kasan, Sotschi, Naltschik, Tbilisi, Jerewan, Hochheim, Astana, Taschkent, Bischkek, Wien und Paris – münden in einer Abschlussausstellung in Frankfurt am Main, die vom 7. bis zum 30. August 2026 stattfindet. In allen Medien – von Fotografien über Videos und Stickereien bis hin zu Filmen – werden persönliche Erinnerungen konstruiert, dekonstruiert und als Heilmethoden eingesetzt.
Team: Lilit Matevosyan, Gulshat Gubaidullina, V-L-V-SH-M-D, Vladimir Seleznev, Katya Selezneva, Irina Denkmann
Curator: Irina Denkmann
Design: Denis (Gafiyatullin) Volkov
Illustration: Gulshat Gubaidullina, Denis (Gafiyatullin) Volkov
Teilnehmer:innen: aleksandr kosykh & anastasia karkot*ska, Aleksandra Aya Demina, Altyn Kapalova, Altynai Turgun, Ani Ba, Anna Malgina, Asel Bagautdinova, Aya Abdullaeva, Dalia Beshto, Denis (Gafiyatullin) Volkov, Gulshat Gubaidullina, Guram Tsibakhashvili, Jeanna Kolesova, Katya Selezneva, Ketty van Doln, Lilit Matevosyan, Lolita Futerman, Maria Motyleva, Maryam Yusifaliyeva, Masha Koshman, Mayya Bayzhanova, Mila Khatsouk, Milausha Gafurova, Nazira Saduakas, Rusudan Mirobzalova, V-L-V-SH-M-D, Vladimir Seleznev, Za Cao, Ziliä Qansurá
Collaborators: 5floora, Belova Art Gallery, Central Asian Museum of Feminist and Queer Art (MoFA+), Centre culturel Soljenitsyne YMCA-Press, Forte Kulanshi Art Space, Freizgallery, GAMAYUN Buchladen, GASP Magazin, Kolya Nakhshunov, Shoxjahon 84, TMP Space, Valery Ledenev
Projektrealisierung: Diese Ausstellung ist Teil von „Object Oriented Democracy“, kuratiert und organisiert von Manana Bold e.V. mit Unterstützung von World Design Capital 2026. WDC 2026 wird vom Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert.
Veranstaltungsort-Partner: Jacqueline Jakobi Millán, Alte Schmelze (Gutleutstr. 294, Frankfurt am Main)
„Handle with Care“ präsentiert mehr als 30 Artefakte, die auf einer sechsmonatigen Reise von der europäischen Arktis über den Kaukasus bis nach Zentralasien und von dort weiter nach Europa gesammelt wurden. Ausgangspunkte, die von Reflexionen über Familienarchive, generationenübergreifende Migration und nomadische Lebensumstände geprägt sind, schaffen eine übergreifende Kartierung der Geschichte dieser Regionen. Die rote Linie verbindet die Punkte zwischen den Vertreibungen des 20. Jahrhunderts und dem Schicksal der Vertriebenen in den letzten drei Generationen. Das Schicksal derer, die vor Kriegen und Hungersnöten flohen, ist letztlich untrennbar mit der jüngsten Migrationswelle ab 2022 verbunden.
Intime Reflexionen aus 12 Städten – beginnend in Archangelsk, Kasan, Sotschi, Naltschik, Tbilisi, Jerewan, Hochheim, Astana, Taschkent, Bischkek, Wien und Paris – münden in einer Abschlussausstellung in Frankfurt am Main, die vom 7. bis zum 30. August 2026 stattfindet. In allen Medien – von Fotografien über Videos und Stickereien bis hin zu Filmen – werden persönliche Erinnerungen konstruiert, dekonstruiert und als Heilmethoden eingesetzt.
Team: Lilit Matevosyan, Gulshat Gubaidullina, V-L-V-SH-M-D, Vladimir Seleznev, Katya Selezneva, Irina Denkmann
Curator: Irina Denkmann
Design: Denis (Gafiyatullin) Volkov
Illustration: Gulshat Gubaidullina, Denis (Gafiyatullin) Volkov
Teilnehmer:innen: aleksandr kosykh & anastasia karkot*ska, Aleksandra Aya Demina, Altyn Kapalova, Altynai Turgun, Ani Ba, Anna Malgina, Asel Bagautdinova, Aya Abdullaeva, Dalia Beshto, Denis (Gafiyatullin) Volkov, Gulshat Gubaidullina, Guram Tsibakhashvili, Jeanna Kolesova, Katya Selezneva, Ketty van Doln, Lilit Matevosyan, Lolita Futerman, Maria Motyleva, Maryam Yusifaliyeva, Masha Koshman, Mayya Bayzhanova, Mila Khatsouk, Milausha Gafurova, Nazira Saduakas, Rusudan Mirobzalova, V-L-V-SH-M-D, Vladimir Seleznev, Za Cao, Ziliä Qansurá
Collaborators: 5floora, Belova Art Gallery, Central Asian Museum of Feminist and Queer Art (MoFA+), Centre culturel Soljenitsyne YMCA-Press, Forte Kulanshi Art Space, Freizgallery, GAMAYUN Buchladen, GASP Magazin, Kolya Nakhshunov, Shoxjahon 84, TMP Space, Valery Ledenev
Projektrealisierung: Diese Ausstellung ist Teil von „Object Oriented Democracy“, kuratiert und organisiert von Manana Bold e.V. mit Unterstützung von World Design Capital 2026. WDC 2026 wird vom Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert.
Veranstaltungsort-Partner: Jacqueline Jakobi Millán, Alte Schmelze (Gutleutstr. 294, Frankfurt am Main)
07.08. - 30.08.2026
Alte Schmelze
Gutleutstraße 294, 60327 Frankfurt am Main
Presse
Kontext
Einordnung:Die Ausstellung „Handle with Care“ verortet sich präzise im zeitgenössischen Diskurs der postsowjetischen Erinnerungskultur sowie dem *Archival Turn* der Gegenwartskunst. Indem das transnationale Teilnehmerfeld – mit Positionen wie Altyn Kapalova oder Guram Tsibakhashvili – persönliche Artefakte und Familienarchive als Ausgangspunkt wählt, werden makrohistorische Flucht- und Migrationsbewegungen des eurasischen Raums gebrochen und individualisiert. Die mediale Polyphonie, die traditionelle, identitätsstiftende Handwerkspraktiken wie die Stickerei mit zeitbasierten Medien (Video, Film) und dokumentarischer Fotografie verschränkt, reflektiert formal die Fragmentierung und Rekonstruktion kultureller Identitäten. Diese Transformation des Privaten ins Öffentliche macht den künstlerischen Prozess zu einer ästhetischen Heilungspraxis für generationenübergreifende Traumata. Durch ihren nomadischen Charakter entzieht sich die Ausstellung zudem dem klassischen, statischen Kunstverständnis und fungiert stattdessen als performative Kartografie, die geopolitische Brüche durch intime Narrative überbrückt.





