Paul Goesch & Matthias Noggler
09.08. - 11.10.2026 | Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern, Schwerin
Eingabedatum: 02.08.2026

Der Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin freut sich, eine Duoausstellung zu präsentieren, die das Werk des in Schwerin geborenen Künstlers und Architekten Paul Goesch (1885–1940) mit zeitgenössischen Malereien von Matthias Noggler (*1990) zusammenbringt. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Interesse beider Künstler an Fragen des Raums, der Bildproduktion und der Darstellung gesellschaftlicher Strukturen.
Paul Goesch zählt zu den bedeutenden, lange jedoch verkannten Positionen der künstlerischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts. Sein Werk steht exemplarisch für eine Praxis, in der architektonische Utopie, ästhetische Vision und subjektive Grenzerfahrung auf einzigartige Weise verschränkt werden. Goeschs Entwürfe und Bildräume sind dabei weniger als konkrete Bauvorschläge zu verstehen, sondern als integrative Denkmodelle für alternative Formen von Gemeinschaft, Wahrnehmung und gebautem sowie imaginiertem Raum. Die Ausstellung im Kunstverein ist die erste Präsentation seines Werks in seiner Geburtsstadt Schwerin und würdigt damit einen Künstler, dessen außergewöhnliches Schaffen erst in den vergangenen Jahren zunehmend kunsthistorische Anerkennung erfahren hat.
Matthias Nogglers malerische Praxis setzt sich ebenso mit der Darstellung von Raum als sozialem und symbolischem Gefüge auseinander. Ausgehend von Architektur, Interieurs und alltäglichen Situationen entwickelt er malerische Bildräume, in denen sich gesellschaftliche Ordnungen, institutionelle Strukturen und Formen zwischenmenschlicher Beziehung einschreiben. Dabei greift er Motive und Bildtraditionen aus der Architekturgeschichte, der Moderne und der dokumentarischen Bildkultur auf – darunter auch Arbeiten von Paul Goesch – und überführt sie in eine präzise, reduzierte Bildsprache. Durch formale Konstruktion, perspektivische Verschiebungen und eine flächige Farbigkeit entstehen Bildräume, die gleichermaßen konkret und psychologisch aufgeladen wirken.
Anstelle einer biografischen Gegenüberstellung möchte die Ausstellung einen bildnerischen Dialog zwischen Goeschs architektonischen und visuellen Konzepten und Nogglers zeitgenössischen Malereien eröffnen. Raum erscheint dabei als weit mehr denn bloße Kulisse: Beide Künstler begreifen ihn als Träger sozialer, psychologischer und ideeller Bedeutungen. Zwischen architektonischer Vision und malerischer Konstruktion treten dabei unterschiedliche Strategien der Raumerzeugung, Bildproduktion und gesellschaftlichen Reflexion in Beziehung zueinander und machen die anhaltende Aktualität und Verbindung beider Positionen sichtbar.
Paul Goesch zählt zu den bedeutenden, lange jedoch verkannten Positionen der künstlerischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts. Sein Werk steht exemplarisch für eine Praxis, in der architektonische Utopie, ästhetische Vision und subjektive Grenzerfahrung auf einzigartige Weise verschränkt werden. Goeschs Entwürfe und Bildräume sind dabei weniger als konkrete Bauvorschläge zu verstehen, sondern als integrative Denkmodelle für alternative Formen von Gemeinschaft, Wahrnehmung und gebautem sowie imaginiertem Raum. Die Ausstellung im Kunstverein ist die erste Präsentation seines Werks in seiner Geburtsstadt Schwerin und würdigt damit einen Künstler, dessen außergewöhnliches Schaffen erst in den vergangenen Jahren zunehmend kunsthistorische Anerkennung erfahren hat.
Matthias Nogglers malerische Praxis setzt sich ebenso mit der Darstellung von Raum als sozialem und symbolischem Gefüge auseinander. Ausgehend von Architektur, Interieurs und alltäglichen Situationen entwickelt er malerische Bildräume, in denen sich gesellschaftliche Ordnungen, institutionelle Strukturen und Formen zwischenmenschlicher Beziehung einschreiben. Dabei greift er Motive und Bildtraditionen aus der Architekturgeschichte, der Moderne und der dokumentarischen Bildkultur auf – darunter auch Arbeiten von Paul Goesch – und überführt sie in eine präzise, reduzierte Bildsprache. Durch formale Konstruktion, perspektivische Verschiebungen und eine flächige Farbigkeit entstehen Bildräume, die gleichermaßen konkret und psychologisch aufgeladen wirken.
Anstelle einer biografischen Gegenüberstellung möchte die Ausstellung einen bildnerischen Dialog zwischen Goeschs architektonischen und visuellen Konzepten und Nogglers zeitgenössischen Malereien eröffnen. Raum erscheint dabei als weit mehr denn bloße Kulisse: Beide Künstler begreifen ihn als Träger sozialer, psychologischer und ideeller Bedeutungen. Zwischen architektonischer Vision und malerischer Konstruktion treten dabei unterschiedliche Strategien der Raumerzeugung, Bildproduktion und gesellschaftlichen Reflexion in Beziehung zueinander und machen die anhaltende Aktualität und Verbindung beider Positionen sichtbar.
09.08.2026 - 11.10.2026
Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern
Spieltordamm 5, 19055 Schwerin
Presse
Kontext
Einordnung:Die Gegenüberstellung von Paul Goesch und Matthias Noggler markiert einen spannungsreichen Dialog zwischen der utopischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts und der zeitgenössischen, reflexiven Malerei. Goeschs visionäre Entwürfe verorten sich historisch im Umfeld des Architektur-Expressionismus, in dem der imaginierte Raum nicht als pragmatischer Bauplan, sondern als psychologisch aufgeladenes Denkmodell für gesellschaftliche Erneuerung fungiert. Noggler transformiert dieses Erbe in eine zeitgenössische Bildsprache: Mittels flächiger Farbigkeit, formaler Reduktion und perspektivischen Verschiebungen analysiert er gebaute Umgebungen als Manifestationen institutioneller Macht und sozialer Ordnungen. Kunsthistorisch vollzieht sich in der Ausstellung ein Brückenschlag von Goeschs utopisch-ideeller Raumerzeugung hin zu Nogglers kritisch-analytischer Bildkonstruktion. Verbindendes Element bleibt die Definition des Raumes als sozialer und symbolischer Bedeutungsträger, wodurch die historische Avantgarde als hochaktueller Resonanzraum für die Erforschung gegenwärtiger Gesellschaftsstrukturen lesbar wird.





