Was tun wir. Bilder in Zeiten zerfallender Gewissheiten.
29.08. - 08.11.2026 | Robotron-Kantine, Dresden
Eingabedatum: 25.08.2026

Die Ausstellung mit neuen Werkserien wie auch historischen Fotografien von 25 Fotograf*innen des Kollektivs OSTKREUZ stellt der Liebe zum Bild Fragen nach der Rolle und den Entstehungsbedingungen zeitgenössischer Fotografie gegenüber: Welche Verantwortung tragen Fotograf*innen heute, mit welchen Bildern können radikale gesellschaftliche Transformationen, (geo)politische Machtverschiebungen und fortschreitende ökologische Veränderungen sichtbar gemacht werden? Die ausgewählten Arbeiten entstehen in Zeiten, in denen sich Produktionsbedingungen unaufhaltbar verändern und an den Fundamenten jener Fotografie rütteln, die OSTKREUZ nach dem Fall der Mauer bekannt gemacht haben: Teilnehmende Beobachtungen des Zeitgeschehens, die eine Brücke zwischen dokumentarischer Verpflichtung und künstlerischem Ausdruck schlagen, und ein distanzierter Blick auf die Macht gehen inmitten der radikalen Veränderung klassischer Medienlandschaften zunehmend verloren. Und doch sind es gerade diese Werkserien, die verstehende Blicke, Empathie und Einsichten in Entwicklungsprozesse und Lebenswelten ermöglichen.
In Zeiten zerfallender Gewissheiten zeigt die Ausstellung „Was tun wir“ in der historischen Dresdner robotron-Kantine – noch vor der anstehenden Sanierung des Gebäudes – Erfahrungshorizonte und Bilder von Ende und Neuanfang, Krieg, aber auch Solidarität und Zusammenhalt, wie auch von grundlegenden Umbrüchen von Lebensbedingungen und den unglaublichen Kraftanstrengungen sowie der wiederholten Suche nach Heimat und Identifikation, die es benötigt, um eine positive Entwicklung zu bewirken, die manchmal im Nichts anfängt.
Auf diese Entwicklungen reagierend versteht sich „Was tun wir. Bilder in Zeiten zerfallender Gewissheiten“ auch als eine Ausstellung und Reflektion über die Rolle von Fotografie heute als professionelle künstlerische und gesellschaftliche Praxis.
Eine Ausstellung zur Rolle zeitgenössischer Fotografie in Zusammenarbeit mit den Fotograf*innen der Agentur OSTKREUZ
Mit Sibylle Bergemann, Jörg Brüggemann, Emile Ducke, Tamara Eckhardt, Espen Eichhöfer, Sibylle Fendt, Johanna Maria Fritz, Lea Greub, Annette Hauschild, Harald Hauswald, Heinrich Holtgreve, Elliott Kreyenberg, Tobias Kruse, Ute Mahler, Werner Mahler, Dawin Meckel, Thomas Meyer, Jordis Antonia Schlösser, Ina Schoenenburg, Anne Schönharting & Linn Schröder, Stephanie Steinkopf, Heinrich Völkel, Maurice Weiss, Sebastian Wells sowie Ludwig Schirmer und Paula Winkler
In Zeiten zerfallender Gewissheiten zeigt die Ausstellung „Was tun wir“ in der historischen Dresdner robotron-Kantine – noch vor der anstehenden Sanierung des Gebäudes – Erfahrungshorizonte und Bilder von Ende und Neuanfang, Krieg, aber auch Solidarität und Zusammenhalt, wie auch von grundlegenden Umbrüchen von Lebensbedingungen und den unglaublichen Kraftanstrengungen sowie der wiederholten Suche nach Heimat und Identifikation, die es benötigt, um eine positive Entwicklung zu bewirken, die manchmal im Nichts anfängt.
Auf diese Entwicklungen reagierend versteht sich „Was tun wir. Bilder in Zeiten zerfallender Gewissheiten“ auch als eine Ausstellung und Reflektion über die Rolle von Fotografie heute als professionelle künstlerische und gesellschaftliche Praxis.
Eine Ausstellung zur Rolle zeitgenössischer Fotografie in Zusammenarbeit mit den Fotograf*innen der Agentur OSTKREUZ
Mit Sibylle Bergemann, Jörg Brüggemann, Emile Ducke, Tamara Eckhardt, Espen Eichhöfer, Sibylle Fendt, Johanna Maria Fritz, Lea Greub, Annette Hauschild, Harald Hauswald, Heinrich Holtgreve, Elliott Kreyenberg, Tobias Kruse, Ute Mahler, Werner Mahler, Dawin Meckel, Thomas Meyer, Jordis Antonia Schlösser, Ina Schoenenburg, Anne Schönharting & Linn Schröder, Stephanie Steinkopf, Heinrich Völkel, Maurice Weiss, Sebastian Wells sowie Ludwig Schirmer und Paula Winkler
29.08. - 08.11.2026
Robotron-Kantine
Lingnerallee am Skatepark, 01069 Dresden
Presse
Kontext
Einordnung:Die Ausstellung des Kollektivs OSTKREUZ verortet sich an der Schnittstelle von klassischer Autorenfotografie und engagierter Sozialdokumentation, einer fotografischen Tradition, die die Agentur seit der Wendezeit maßgeblich prägt. Positionen von historischen Gründungsmitgliedern wie Sibylle Bergemann, Harald Hauswald sowie Ute und Werner Mahler bis hin zu zeitgenössischen Akteur*innen stehen für eine humanistische, teilnehmende Beobachtung, die dokumentarische Faktizität mit ästhetischer Subjektivität vereint. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels traditioneller Medienlandschaften nimmt die Schau eine medienreflexive Haltung ein, welche die epistemologische Rolle und Handlungsfähigkeit der Fotografie selbst hinterfragt. Thematisch spiegeln die Serien eine globalisierte Krisenikonografie wider – von geopolitischen Machtverschiebungen über ökologische Transformationen bis hin zur Suche nach Identität. Die Präsentation in der ostmodernen robotron-Kantine fungiert dabei als architektonischer Resonanzraum, der die spezifisch ostdeutsche Erfahrung von Systemumbruch und Neuanfang in einen universellen Diskurs über gesellschaftliche Resilienz im Zeitalter tiefgreifender Verunsicherung überführt.






