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Kyrill Koval


Eingabedatum: 30.05.2011

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Unter dem Titel "Radikalbaustellen" – Die neuen Antworten des Materials zeigt der russische Künstler Kyrill Koval im Kunstverein Grafschaft Bentheim Installationen, Fotografien und Zeichnungen.

Kyrill Koval wurde 1968 in Sankt Petersburg geboren, studierte von 1991 bis 1992 an der Kunstakademie St. Peterburg und von 1994 bis 2000 an der Kunstakademie Düsseldorf.

Man sieht sie überall, Baustellen, Gruben, Löcher, Gerippe aus Gerüstteilen, Baustützen und Armaturstäben. Diese Orte als Kunstmaterial zu begreifen und als Quellen für seine Materialien zu benutzen, ist ein zentrales Thema seiner künstlerischen Arbeit der letzten Jahre.
Die Referenzen zur Minimal Art und und zum Konstruktivismus der 1920er Jahre wie auch zu seinen Düsseldorfer Lehrern Gerhard Merz und David Rabinowitch sind in Kovals Arbeiten erkennbar.

Der hohe Grad an Abstraktion seiner Arbeiten verweist auf die zunehmende Gesichtslosigkeit des modernen Stadtraums überall auf der Welt, wo man charakteristische Merkmale zunehmend verdrängt und mit genormten visuellen Elementen überlagert, die global gelesen werden können.
Wenn der Künstler über die Ästhetik eines industriell gefertigten, normierten Gegenstandes reflektiert, denkt er zugleich auch über dessen Gestaltungsprinzipien nach.

Das Bauhaus z.B. nahm industriell verarbeitete Materialien in das Repertoire der künstlerischen Gestaltungsmittel auf. Bauhauskünstler glaubten an eine Welt, in der sich Kunst und Leben durchdringen und sich allein durch reine Formen und Farben eine ästhetisch gute Umwelt schaffen ließe.
Heute findet Koval vor allem auf Baustellen noch Überbleibsel dieser Idee und holt sie in den Kunstraum zurück – und damit an jenen Ort, an dem grundlegende Ordnungsprinzipien einst präzise definiert wurden.

Was ist konsequenter in der Rückbesinnung auf den Raum und seine philosophische Erfassung, als Kyrill Kovals Forderung nach „Radikalbaustellen“? Denn, wie Donald Judd sagte: „Es liegt etwas von Objektivität in der nackten Identität eines Materials.“ (D. Judd, „Specific Objects“, 1964)

Abbildung: Copyright Kyrill Koval

Öffnungszeiten: mi–sa 15 –18, so 11–18 Uhr

Kunstverein Grafschaft Bentheim
D 49828 Neuenhaus
tel. +49 5941-9 80 19
kunstverein-grafschaft-bentheim.de

Medienmitteilung




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