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Rachel Rose

04. 02. - 17. 04.2017 | Kunsthaus Bregenz
Eingabedatum: 21.01.2017

bilder

»Eine Arbeit beginnt mit einem alltäglichen, oft unterschwelligen Gefühl. Das Werk wird zu einer Chance, etwas über einen anderen Ort und eine andere Zeit zu erfahren und zu überlegen, wie diese mit der Gegenwart verbunden sein könnten.«
Rachel Rose, New York, Mai 2015

Rachel Rose (*1986, New York) ist der Shootingstar der gegenwärtigen US-amerikanischen Kunstszene. Ausgangspunkt für ihre präzisen Videos ist ein konkreter räumlicher Bezug, eine Reverenz an modernes oder zeitgenössisches Bauen. Die Beschäftigung mit Architektur wird zu einem fluidalen Erleben. So ließ sie sich von dem berühmten 1949 gebauten Glass House von Philip Johnson in New Canaan, Connecticut, inspirieren oder in einer ihrer jüngsten Arbeiten, die im Neubau des Whitney Museum of American Art in New York zu sehen war, von den Erlebnissen eines Astronauten, der im Weltraum spazieren geht.

Ihr Werkstoff sind nicht Bilder, sondern die Sinne. In der Serpentine Gallery in London zeigt sie Videos und verschränkt dabei die Tonspuren. Innen und außen greifen ineinander. In empfindsamer Wahrnehmung verlieren sich die Trennlinien zur Außenwelt. Alles ist durch die Sinne gegeben, nicht nur Bilder und Gerüche, auch Dinge und der eigene Körper. Das Kunsthaus Bregenz – von Architekt Peter Zumthor als Raum intensiver Körpererfahrung geplant – ist bestens geeignet für Ihre Filme. Für ihre Präsentationen bezieht Rose die konkrete Situation vor Ort immer mit ein. Bregenz ist für ihre Kunst ein ideales
Umfeld: Ort und Geschichte, Architektur und Natur, Sein und Sehen am See bieten die für ihr Werk maßgebliche Inspiration.

Rachel Rose sieht Flächen nicht als Barriere, sondern als Folien und durchlässige Schichten. So wie Erlebnisse von Erinnerungen gefärbt sind, so sind es die Gegenstände von ihren sensuellen Wirkungsfeldern im Raum. Die Architektur der Moderne erfindet durchsichtige Fronten, um Innenräume zu öffnen. Manche Gebäude der Moderne sind nur mit Glas verschalt. Eines dieser Gebäude ist das Glass House von Philip Johnson in New Canaan, Connecticut. Rose zeigt den Pavillon in einem filmischen Porträt. Eindrücke eines Gemäldes von Nicolas Poussin aus dem Inneren überlagern sich mit der Natur des Umraums. Der Architekt tritt als Geist auf. Als Leerstelle führt er durch das eigene Gebäude, durchdringt Raum, Garten und Grenzen, Geschichte und Jetzt, Bild und Sinnbild verschmelzen.

Sie ist die jüngste Künstlerin, die jemals für eine Einzelausstellung ins Kunsthaus Bregenz eingeladen wurde.

Ihre Wahl ist nicht unbegründet: Nicht nur das Whitney Museum, New York, die Serpentine Gallery, London, das Museo Serralves in Porto, das Castello di Rivoli in Turin oder die Biennale in São Paulo feiern sie.
Für die Ausstellung in Bregenz ist auch die Arbeit des New Yorker Architekturbüros MOS bedeutend. Das Büro, das die USA im vergangenen Jahr auf der Architekturbiennale in Venedig vertreten hat, entwirft das begleitende Inventar für die Ausstellung. Teppiche, Screens und Lautsprecher sind in Zusammenarbeit mit Rose entworfen und für die Räume in Bregenz angefertigt worden. Gemeinsam mit dem eintreffenden Licht schaffen sie ein Ambiente, in
dem Sinnliches gefiltert, angereichert und vertieft wird.

In ihren Videocollagen verwebt die New Yorker Künstlerin Rachel Rose historische Aufnahmen mit eigenem Bildmaterial, kombiniert Stimmen, Zeiten und Orte zu collageartigen Bewegtbildern. Die studierte Kunsthistorikerin und Malerin findet im Medium Film ihre spezifische Bildsprache.

Das Katalogbuch dokumentiert die Installation ihrer Werke im Kunsthaus Bregenz, in ihren Textbeiträgen setzen sich Thomas D. Trummer, die Kunsthistorikerin Chus Martínez, die Autorin Claudia La Rocco und die Autorin und Kuratorin Laura McLean-Ferris mit der Vielschichtigkeit ihrer Arbeiten auseinander.

Der Ausstellungskatalog wird voraussichtlich im April 2017 erscheinen.
Zur Ausstellung wird eine Edition erscheinen.


Kunsthaus Bregenz
Karl Tizian Platz, 6900 Bregenz

kunsthaus-bregenz.at

Presse




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