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Malewitsch-Gemälde der Kunstsammlung Nordrhein- Westfalen - eine Fälschung

November 2017
Eingabedatum: 10.11.2017

Ein angeblich von dem russischen Avantgardekünstler Kasimir Malewitsch (1878-1935) stammendes Gemälde in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ist offensichtlich nicht echt. Dies haben naturwissenschaftliche Materialuntersuchungen des Bildes durch zwei Expertenteams ergeben. Das Werk war 2014 als Schenkung einer Privatsammlung in die NRW-Landesgalerie nach Düsseldorf gekommen und hatte zuvor lange als Leihgabe im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen gehangen. Nach den Untersuchungen an Farbe und Leinwand durch die Gutachter kann das zunächst auf etwa 1915 datierte Bild „Schwarzes Rechteck, rotes Quadrat“ jedoch nicht vor 1950 gemalt worden sein. Darüber berichtet auch das in Düsseldorf erscheinende Handelsblatt in seiner Ausgabe von Freitag (10.11.2017). Bei der Schenkung der Dr.- Harald-Hack-Stiftung war eine Erforschung der Provenienz des 83 mal 58 Zentimeter großen Kunstwerkes durch die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen vereinbart worden.

„Wir wollten nach endgültiger Klarheit über die beiden Gutachten und nach Gesprächen mit allen an der Schenkung Beteiligten im Januar an die Öffentlichkeit gehen. So schwer es auch fällt, eine Fälschung muss benannt werden“, erklärte die Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Susanne Gaensheimer. „Das Werk kam als Schenkung einer Privatsammlung zu uns; es war ein grosszügiges Geschenk aus bestem Wissen und Gewissen. Das Ergebnis der Gutachten trifft uns sehr. Aber andererseits wissen wir auch, dass Fälschungen bei Malewitsch leider keine Einzelfälle sind. Aus diesem Grund hat ja die Kunstsammlung unter meiner Vorgängerin Marion Ackermann die zwei Gutachten in Auftrag gegeben. Wichtig ist, dass man mit einer solchen Situation transparent umgeht“, sagte Gaensheimer, die im September ihr Direktorenamt in Düsseldorf übernommen hat.

Eine C 14-Analyse der Gemälde-Leinwand hatte zunächst ergeben, dass das Faser- Material nicht vor 1950, wahrscheinlich sogar erst zwischen 1972 bis 1975 entstanden ist.
Weitere maltechnische Untersuchungen durch Experten der TH Köln sowie der Vergleich mit einem authentischen Malewitsch-Gemälde in den USA hatten gegen eine Echtheit des Düsseldorfer Gemäldes gesprochen. Das zweite Gutachten eines Labors an der Universität Kiel mit gezielter C 14-Analyse von Farbproben hatte ebenso gezeigt, dass das Bild „jünger als 1955“ sein muss und wahrscheinlich nicht vor den 1970er Jahren entstanden sein kann. Das unsignierte Gemälde war erstmals 1975 in einem Buch über Kasimir Malewitsch dokumentiert worden.

Ein zur Schenkung gehörendes Konvolut von mehr als 40 Zeichnungen, die ebenfalls bisher Malewitsch zugeschrieben worden sind, wird ebenfalls seit längerem untersucht. Allerdings sind hier die zur Verfügung stehenden Methoden der Altersbestimmung wesentlich schwieriger.

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