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Boris Lurie

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Peter Doig STUDIOFILMCLUB, Museum Ludwig, Köln (bis 24.07.05)


Eingabedatum: 29.04.2005

Peter Doig STUDIOFILMCLUB, Museum Ludwig, Köln (bis 24.07.05)

bilder


Vom 23. April bis zum 24. Juli 2005 präsentiert das Museum Ludwig Peter Doigs Filmplakate für den STUDIOFILMCLUB – und rückt damit zum ersten Mal den cineastischen Aspekt im Werk des schottischen Malers in den Mittelpunkt einer Ausstellung. Gezeigt werden 76 Plakate, die in den letzten zwei Jahren zu den Filmvorführungen im STUDIOFILMCLUB entstanden sind.

Den STUDIOFILMCLUB betreibt Peter Doig in seiner Wahlheimatstadt Port of Spain auf Trinidad gemeinsam mit dem Künstler Che Lovelace. Zu den dort gezeigten Filmen malt Peter Doig die Plakate. Die Filmposter verweisen auf erinnerte Schlüsselszenen, spielen assoziativ auf die Inhalte der Filme an oder lassen Bezüge zu seiner Malerei erkennen. Am Eingang zum STUDIOFILMCLUB machen die Plakate auf die Filmabende aufmerksam.

Auch in Köln wird dieser Zusammenhang von Kunst und Film aufrechterhalten: Ein umfangreiches Filmprogramm, das in Zusammenarbeit mit Peter Doig und Che Lovelace entstanden ist, begleitet die Ausstellung. Den Schwerpunkt bilden Filme „from close to home" aus Perspektive der beiden STUDIOFILMCLUB-Initiatoren – Filme also wie Perry Henzells Kultklassiker „The Harder They Come" über den jamaikanischen Musiker Jimmy Cliff oder „King Carnival" des Pioniers des British Black Filmmaking Horace Ové über den trinidadischen Karneval. Aber auch Film zwischen den Kulturen ist ein Fokus und so werden auch fühere Filme von Isaac Julien über den Notting Hill Karneval oder Frantz Fanon in das Kino im Museum Ludwig geholt.


Bezüge zum Film liegen auch in anderen Arbeiten Peter Doigs nahe. Oft wirken die Bilder des 1959 in Edinburgh geborenen Künstlers, der heute als einer der maßgeblichen und einflussreichsten Maler seiner Generation gilt, wie Standbilder von Filmen, die jedoch weniger dem Kino als unserer Erinnerung entsprungen zu sein scheinen. Sie erinnern an Bildstrategien und Erzählweisen des Kinos, auch wenn weniger Filmstandbilder als vielmehr Motive aus der Kunstgeschichte oder der Popkultur Ausgangsmomente für Peter Doig in seiner Malerei sind.

Ausstellung in Kooperation mit der Sammlung Rheingold und mit Unterstützung von Contemporary Fine Arts, Berlin und des British Council. Filmprogramm mit Unterstützung der Sammlung Rheingold.

Fotos: Peter Doig - "Black Orpheus", 2003
Öl auf Papier, 46,5 x 47,5 cm
copyright: Peter Doig, 2005
Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin
Foto: Jochen Littkemann, Berlin

Peter Doig - Poster for Köln, 2005
Öl auf Papier, 151x117,5 cm
copyright: Peter Doig, 2005


museum-ludwig.de





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