Shortlist "blueOrange" (1.10.03)


Eingabedatum: 01.10.2003


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Die Nominierung für Deutschlands höchstdotierten Kunstpreis (77.000 Euro), ausgelobt von den Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, wurde bekanntgegeben.

Pressemitteilung / Auszug: "Sieben international bekannte Künstler konkurrieren um den höchstdotierten Preis für bildende Kunst in Deutschland - "blueOrange 2004" -, der von den Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken ausgelobt wurde. Über die mit Spannung erwartete "Shortlist" der Künstler, die in die Endrunde gelangen, entschied eine Fachjury jetzt in Berlin. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 77.000 Euro ausgestattet. Davon sind 7.000 Euro zur Förderung eines Nachwuchskünstlers vorgesehen, den der Preisträger benennen kann.
Unter rund 170 von Kunstexperten aus aller Welt empfohlenen Kandidaten hat die Jury für den "blueOrange 2004" nominiert: die Finnin Eija-Liisa Ahtila, Jahrgang 1959, lebt in Helsinki; der Belgier Francis Alÿs, 1959 in Antwerpen geboren, lebt in Mexiko City; der Kanadier Rodney Graham, Jahrgang 1949, lebt in Vancouver; Teresa Margolles, 1963 im mexikanischen Sinaloa geboren, lebt in Mexiko City; Paul Pfeiffer, geboren 1966 in Honolulu, Hawaii, lebt in New York; Santiago Sierra, 1966 in Madrid geboren, lebt in Mexiko City; Rirkrit Tiravanija, 1961 in Buenos Aires geboren, lebt in Berlin, New York und Bangkok.
Die Preisanwärter sind mit Einzelausstellungen in renommierten Kunstinstitutionen sowie internationalen Kunstereignissen hervorgetreten. Allen Nominierten sprach die Jury herausragende Leistungen zu, die auch in Zukunft viel versprechende Anstöße innerhalb des künstlerischen Diskurses erwarten ließen. Gattungsübergreifend, so die Juroren, stehe die "Shortlist" für die kulturelle wie geografische Vielfalt der aktuellen Kunstproduktion weltweit. . . .
Die Juroren sind: Klaus Biesenbach, Chefkurator des P.S.1/MoMA in New York und künstlerischer Leiter der Kunstwerke Berlin; Daniel Birnbaum, Rektor der Städelschule in Frankfurt am Main; Maria de Corral, international tätige Kuratorin; Wolfgang Herles, Redaktionsleiter Kultur des ZDF, Mainz; Luminita Sabau, Kunstexpertin des BVR, Berlin, und Gertrud Wagenfeld-Pleister, Vorsitzende des Oldenburger Kunstvereins.

Über die Shortlist wird online debattiert

Die Entscheidung, welcher der Kandidaten Gewinner des "blueOrange 2004" sein wird, fällt im Februar 2004. Die Preisverleihung und eine Ausstellung, die entscheidende Werkphasen des Preisträgers präsentiert, findet im Herbst 2004 im Martin-Gropius-Bau in Berlin statt. Die Auszeichnung wird erstmals 2004 im Zwei-Jahres-Rhythmus an eine international herausragende Künstlerpersönlichkeit vergeben. Als Partner konnten die Berliner Festspiele und das ZDF gewonnen werden. . . ."

weiter Infos: http:// bvr.de

ch








Weiteres zum Thema: BlueOrange



Kunstpreis "blueOrange" (16.06.03)


Einen neuen hochkarätigen Kunstpreis, der mit 77 000EUR dotiert ist, loben die Volksbanken und Raiffeisenbanken aus.

Pressemitteilung / Auszug: "blueOrange" heißt der höchstdotierte Kunstpreis in Deutschland. Die mit einer Preissumme von 77 000 Euro verbundene Auszeichnung wird erstmals 2004 im Zweijahres-Rhythmus an eine international herausragende Künstlerpersönlichkeit vergeben. Eine Ausstellung im Martin-Gropius-Bau in Berlin wird die entscheidenden Werkphasen des Preisträgers präsentieren. Von der Dotierung sind 7 000 Euro der Förderung eines Nachwuchskünstlers vorbehalten, den der Preisträger benennt.
Ausgelobt und organisiert wird das neue Schwergewicht unter den internationalen Kunstpreisen vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).
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"blueOrange" greift die Farben des Markenzeichens der gut 15 Millionen Mitglieder zählenden Bankengruppe im Namen auf. Mit neuem Profil geht die Auszeichnung aus dem seit 1992 verliehenen Kunstpreis der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken hervor.
Gegenwartskunst auf höchstem Niveau einem großen Publikum nahe zu bringen, ist ein bedeutendes Ziel des Projektes, für das die Initiatoren ein breites Bündnis gewinnen konnten. Kooperationspartner des BVR sind die Berliner Festspiele, die mit dem Martin-Gropius-Bau einen renommierten und vielbesuchten Veranstaltungsort zur Verfügung stellen, sowie als Hauptmedienpartner das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF).
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Im Auswahlverfahren, das im Kunstbetrieb hierzulande ein Novum darstellt, spielt die Zahl 7 nicht nur in der Preissumme eine zentrale Rolle. Zur Gründung von Genossenschaften, den vom Stifter repräsentierten Institutionen, werden jeweils 7 Mitglieder benötigt. 7 Mitglieder zählt auch die international besetzte Jury, die in diesem Herbst 7 Teilnehmer in das
Rennen um den "blueOrange 2004" schickt.
Die Juroren sind Klaus Biesenbach, Chefkurator des Museum of Modern Art, P.S. 1/MoMA, in New York und künstlerischer Leiter der Kunstwerke Berlin; Daniel Birnbaum, Rektor der Städelschule in Frankfurt am Main; Maria de Corral, international tätige Kuratorin; Wolfgang Herles, Redaktionsleiter Kultur des ZDF, Mainz; Luminita Sabau, Kunstexpertin des BVR, Berlin; Nikolaus Schafhausen, Direktor des Frankfurter Kunstvereins und Gertrud Wagenfeld-Pleister, Vorstandsvorsitzende des Oldenburger Kunstvereins.
Gestartet wird in den nächsten Wochen mit Nominierungen, die von über 400
ausgewählten Kunstfachleuten aus der ganzen Welt abgegeben werden. Aus den
Vorschlägen ermittelt die Jury im Spätherbst eine "shortlist" mit den 7 Favoriten. Über diese "shortlist" soll bis zum Jahresende im Internet und in anderen Medien nach allen Regeln der Kunst öffentlich diskutiert werden. Wesentliche Trends der Debatte werden veröffentlicht. Die Entscheidung fällt im Februar 2004. Preisverleihung und Ausstellung finden im Herbst 2004 im Martin-Gropius-Bau in Berlin statt."

Wir werden darüber berichten.

Internet: bvr.de (ab 15. Juni 2003)

blueOrange 2004 (19.2.04)


Mit 77 000 Euro ist der neue Preis, ausgelobt von den Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, der höchstdotierte Kunstpreis in Deutschland. Die Auszeichnung, die dieses Jahr erstmals vergeben wird, umfasst außerdem eine Ausstellung im Martin-Gropius-Bau in Berlin (ab 29.9.04). Von der Dotierung sind 7 000 Euro der Förderung eines Nachwuchskünstlers vorbehalten, den der Preisträger benennt.

"Informationen zum blueOrange-Preisträger Francis Alÿs: Mal schiebt er einen Eisblock durch die Stadt, bis dieser geschmolzen ist. Mal läuft er mit einer Waffe durch die Straßen, bis die Polizei ihn festnimmt. Dann führt er, nicht weniger kurios, einen Magnet-Hund spazieren, der allerlei Schrott anzieht. Oder er setzt, wie auf der Biennale in Venedig, wunderschöne Pfauen aus, die nach Gutdünken den eitlen Auftrieb der Kunstszene kreuzen und kommentieren.

Francis Alÿs, der 1959 in Antwerpen geborene Künstler, ..., beschäftigt sich immer wieder mit dem öffentlichen Raum. Dabei vermeidet es der in Mexico City lebende Konzept-Artist, raumgreifende Skulpturen oder Installationen zu hinterlassen.

"Manchmal führt es zu nichts, wenn man etwas macht", erläutert der als Ingenieur und Architekt ausgebildete Ideen-Produzent, "manchmal führt es zu etwas, wenn man nichts macht." Das künstlerische Spar-Programm, als Gratwanderung der intellektuellen Art längst anerkannt, wie Ausstellungen im Kunsthaus Zürich (2003) oder im Museum of Modern Art in New York (2002) dokumentiert haben, besteht aus Performances, Zeichnungen, Fotoserien, Videos, aber auch aus figurativer Malerei. ..." (Quelle: Presse/blueorange)

bvr.de