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Kunst über den Wolken

HIMMELWÄRTS

18. 10. 2015 - 14. 02. 2016 | Museum Sinclair-Haus, Bad Homburg
Eingabedatum: 14.10.2015

bilder

In der Ausstellung HIMMELWÄRTS zeigt das Museum Sinclair-Haus zeitgenössische Werke, die sich den Raum über den Wolken auf unterschiedlichste Art und Weise erschließen. Der ganze thematische Kosmos zwischen Erde und Unendlichkeit, zwischen Gravitation und Schwerelosigkeit wird in Gemälden und Zeichnungen sowie in Fotografien, bewegten Rauminstallationen und Videoarbeiten zu sehen sein. In einer Zeit, in der wir diesen Welt-Raum ganz selbstverständlich erobern und nutzen, blicken auch die Künstler in diese kaum fassbare Sphäre. Der menschliche Konflikt zwischen „Bodenhaftung“ einerseits und der Sehnsucht nach dem „Immer weiter und höher“ anderseits wurde bereits von Platon in seinem Bericht über Thales von Milet thematisiert. Diese Spannung spielt auch in der künstlerischen Auseinandersetzung eine entscheidende Rolle.

„Es wird erzählt, dass Thales, als er astronomische Beobachtungen anstellte und dabei nach oben blickte, in einen Brunnen gefallen sei und dass eine witzige, reizende Magd ihn verspottet habe: Er strenge sich an, die Dinge im Himmel zu erkennen, von dem aber, was ihm vor Augen und vor den Füssen liege, habe er keine Ahnung.“
Platon „Thales von Milet“

Letztlich gilt der Blick ins Weltall oft genug der Suche nach sich selbst, nach der eigenen Verortung im „großen Ganzen“. Denn der Wunsch, den Makrokosmos zu verstehen, birgt auch die Hoffnung unsere eigene Welt besser fassen zu können. Die Kunstwerke dieser Ausstellung vereint, dass es sich dabei stets um fragmentarische Annäherungen an die unendliche Weite des Kosmos handelt. Sie eröffnen dem Betrachter assoziative Räume, die mehr oder weniger direkt mit dem wissenschaftlichen Bild-Repertoire spielen, das uns nahezu alltäglich präsentiert wird. So sind in der Ausstellung sowohl bildhafte Spuren der ersten Mondlandung 1969 zu entdecken, aber auch malerische Reaktionen auf die atemberaubenden Aufnahmen des Hubble-Teleskopes. Auch Naturphänomene wie eine Sonnenfinsternis – medial inzwischen massenwirksam begleitet und vermarktet – inspirieren die Künstler: Wenn der Mond die Sonne verschattet, werden Naturgewalten spürbar, die dem Menschen die eigene Statistenrolle sinnbildlich vor Augen führen – beim Kräftemessen zwischen Licht und Dunkelheit bleibt er nur Zuschauer.

Zu sehen sind Werke von Hans Aichinger, Christoph Brech, Vija Celmins, Björn Dahlem, Douglas Gordon, David Krippendorff, Mischa Kuball, Robert Longo, Hiroyuki Masuyama, Maximilian Prüfer, Sven Reile, Peter Sauerer, Santeri Tuori, Brigitte Waldach, Julia Willms und Bernd Zimmer.

MUSEUM SINCLAIR-HAUS
Löwengasse 15
Eingang Dorotheenstraße
61348 Bad Homburg v. d. Höhe
altana-kulturstiftung.de/
Presse






Daten zu Hiroyuki Masuyama:

- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015
- online Biennale 2013
- SAMMLUNG WEMHÖNER
- Sfeir-Semler - Galerie
- SHARJAH BIENNIAL 9, 2009

Weiteres zum Thema: Hiroyuki Masuyama



Deichtorhallen: JAPAN - Keramik und Fotografie - Tradition und Gegenwart (31.1- 4.5.03)


Nachdem die Hamburger Deichtorhallen Ende letzten Jahres (02) mit einer "Manga" - Ausstellung die japanische Comicwelt beleuchteten, zeigt das Museum nun die japanische Keramik und Fotografie. Ausstellungsbesucher haben so auch über einen längeren Zeitraum die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Aspekten japanischer Kunst vertraut zu machen.

Presseerklärung / Auszug: "... Die japanische Keramik beeindruckt durch ihre bruchlose Tradition, die in der klassischen Teekeramik bis heute besteht, auf deren Wurzeln aber auch skulpturale, keramische Objekte der freien Kunst entstehen. Die Fotografie dagegen stellt ein westliches Medium dar, deren Inhalte sowohl vom japanischen wie auch dem europäischen und amerikanischen Kulturkreis beeinflusst sind. Spezifische, „japanische“ Themen wie die unüberschaubaren Stadtlandschaften als Orte der Massengesellschaft werden hier ebenso thematisiert wie der Konflikt zwischen den traditionellen Lebensformen und der Gegenwart. Szenen aus dem pulsierenden großstädtischen Leben Tokyos, wie bei Homma, Seto oder Kasai stehen ruhige Landschaftsaufnahmen von entlegenen Gegenden gegenüber, wie sie bei Seino, Sasaoka oder Sugimoto zu finden sind. Auch die Brüche in der Kultur durch westliche Einflüsse und Modernisierung sowie das Verhältnis von Natur und Zivilisation bilden weitreichende Themengruppen.

Die Keramik hingegen ist stark ihrer tausendjährigen Tradition verhaftet. Sie genießt, anders als in Europa, einen wesentlich höheren Stellenwert. Am deutlichsten tritt dies bei den großen modernen Meistern der Teekeramik, Arakawa, Kaneshige, Miwa und Nakazato, hervor, die alle mit dem Prädikat "Menschlicher Staatsschatz" ausgezeichnet sind. Dieser Tradition folgen Künstler wie Ohi, Tsuji und Tanaka. Den Teekeramiken heutiger Künstler stehen gleichgewichtig modernste Tonplasiken (z. B. von Fukami, Matsumoto oder Akiyama) gegenüber wie auch neue, expressive Gefäßformen, wie sie bei Katsumata, Kobayashi oder Yagi zu finden sind. Die umfangreiche Präsentation dieses bei uns nur wenig wahrgenommenen Mediums soll einen weiteren Schritt zum Verständnis dieser uns oft so fremden wie auch anziehenden Kultur beitragen.
An der Ausstellung werden rund 20 Keramiker und 20 Fotografen teilnehmen."

KÜNSTLERLISTE

Keramikkünstler: Yo AKIYAMA - Sueharu FUKAMI - Kiyoyuki KATO - Chieko KATSUMATA - Hideo KOBAYASHI - Kosei MATSUI - Hideo MATSUMOTO - Kinpei NAKAMURA - Oguna NAKANO - Harumi NAKASHIMA - Toshio OHI - Hoju SAKAI - Akira SOMA - Shigemitsu TAKEUCHI - Sajiro TANAKA - Seimei TSUJI - Morihiro WADA - Akira YAGI

Fotokünstler: Nobuyoshi ARAKI - Mikiko HARA - Naoya HATAKEYAMA - Takashi HOMMA - Osamu KANEMURA - Chikashi KASAI - Norio KOBAYASHI - Hiroyuki MASUYAMA - Ryuji MIYAMOTO - Daido MORIYAMA - Yoichi NAGANO - Yurie NAGASHIMA - Asako NARAHASHI - Keiko SASAOKA - Yoshiko SEINO - Masato SETO - Hiroshi SUGIMOTO - Takashi YASUMURA - Tsukasa YOKOZAWA

Ausstellungsdauer: 31.1. - 4.5.2003

Öffnungszeiten
Di-So, 11-18 Uhr, Mo geschlossen

Deichtorhallen Hamburg | Deichtorstr. 1-2 | D-20095 Hamburg |
Tel. +49 (0) 40-321030

deichtorhallen.de







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