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DIE ZELLE

24. 02. - 6. 05. 2018 | KUNSTHALLE BERN
Eingabedatum: 26.02.2018

bilder

Die Ausstellung Die Zelle versammelt Werke mit einer Neigung zum Einrichtungsgegenstand. Es sind weniger Einrichtungsgegenstände, die Wohnungen möblieren, als solche, die ihren Auftrag gewechselt, verloren oder gar nie dazu gefunden haben und nur für weisse Zellen zu gebrauchen sind. Viele Arbeiten wechseln zwischen skulpturalem Objekt und Möbelstück. Sie pflegen einen spielerischen Umgang zwischen Funktion und Funktionslosigkeit und verbinden sich manchmal mit konstruktivistischen Ansätzen. Regale bleiben leer und zeigen sich selbst. Das wenige, das sie bieten, gilt es zu bedenken. Manche Künstler*innen bauen ihre Fragen, um sie bearbeiten zu können. Eine grundlegende Frage wäre, was eine Form, die für den alltäglichen Gebrauch entwickelt wurde, von Kunst unterscheidet und umgekehrt. Was sind diese geringfügigen Eingriffe, die einen Alltagsgegenstand zu einer minimalistischen Skulptur machen und worin liegt der Unterschied? Es handelt sich auch um ein künstlerisches Interesse an Wechselbeziehungen zwischen gebauter dreidimensionaler Form, dem menschlichen Körper und der räumlichen Umgebung. Wann stimmt eine gebaute Form im Raum und in Bezug auf den Körper? Es geht um grundlegende Fragen von Proportionen und Körper-Raum-Verhältnissen. Wie und mit welchen (einfachen) Mitteln kann ich eine Umgebung schaffen, die zu dem passt, wofür man sie braucht?
Künstler und Künstlerinnen richten eine Ausstellung aus und richten sie ein. Einrichten kann bedeuten, Dinge zuzurichten, auszurichten. Ein Stuhl lässt sich auch hinrichten. Richten kann bedeuten vor Gericht zu urteilen, zu verurteilen oder eine Einrichtung herzustellen, die sich weigert zu passen.

Mit Werken von John Armleder, Bianca Baldi, Cosima von Bonin, Manuel Burgener, Tom Burr, Marc Camille Chaimowicz, Beat Feller, Beat Frank, Anita Leisz, Annina Matter / Urs Zahn, Park McArthur, Edit Oderbolz, Vaclav Pozarek, Magali Reus, Nicole Wermers, Joseph Zehrer und Heimo Zobernig

Kunsthalle Bern
Helvetiaplatz 1, CH – 3005 Bern
kunsthalle-bern.ch
Presse






Daten zu Nicole Wermers:

- Art Basel 2013
- Art Basel Miami Beach 2013
- art berlin 2017
- art cologne 2015
- Frieze London 2016
- Halle für Kunst Lüneburg 2015
- Herald St - Gallery
- Kunstverein Münster
- Sammlung MMK, Frankfurt
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- Tanya Bonakdar Gallery

Weiteres zum Thema: Nicole Wermers



Therefore Beautiful - Ursula Blickle Stiftung, Kraichtal (13.3.-24.4.05)


Gibt es für die Schönheit anerkannte Normen oder folgt sie dem Prinzip des subjektiven Geschmacks? Liegt Schönheit im Auge des Betrachters oder gibt es Formeln, sie zu produzieren? Vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, die den Begriff des Schönen ins Zentrum ihrer Lebensentwürfe gerückt hat, stellt sich diese Frage aus einer anderen Perspektive neu.
Der Schein des Schönen verleiht den Dingen glanzvolle Oberflächen und macht sie kommerziell attraktiv. Schönheit ist insofern weniger ein Phänomen als ein Produkt, das selbst in den Dienst anderer Produkte gestellt wird. Schönheit verspricht Erfolg, Attraktivität, Profit. In unseren kommerziell ausgerichteten Lebenswelten ist verführerisches Design ein wesentlicher Bestandteil jener Argumentation, die das Schöne, Wahre und Gute in Einklang zu bringen sucht. Die Ausstellung "Therefore Beautiful" stellt solche Werke zeitgenössischer Kunst in den Mittelpunkt, die um die Ambivalenz des Schönen und seine Konstruiertheit wissen. Das Schöne wird hier nicht als selbstgenügsame Kategorie verstanden, sondern in seinen verschiedenen Funktionalisierungen begriffen, ohne seine Faszination zu bestreiten. Das Schöne wird zum Material für etwas anderes, ohne dass es seinen Glanz verliert.
Sunah Chois Videoarbeit "Views" beispielsweise zeigt Immobilienanzeigen asiatischer Zeitungen, die fiktive idealisierte Stadtlandschaften entwerfen. Die detailliert gestalteten, verschiedene Maßstäbe ineinander blendenden Zeichnungen suggerieren eine Form von Urbanität, die sämtliche Versprechen europäischen Lifestyles zu verkörpern scheint. Die sanft im Wind raschelnden Zeitungsseiten bleiben in ihrer Materialität jedoch fragile Panoramen einer ungewissen, weil in dieser Form nie zu verwirklichenden Zukunft.
Schönheit ist immer wieder ein gefragtes Thema: im Alltag, in der Kunst oder in der Wissenschaft. Der Ambivalenz des Schönen in der zeitgenössischen Kunst widmet sich eine Ausstellung in der Ursula Blickle Stiftung:

Janice Kerbel Serie "Home Climate Gardens" präsentiert Zeichnungen, in denen Begrünungen für Innenräume in abstrakte grafische Systeme übersetzt werden. Ihre designte Natur folgt den Anforderungen der jeweiligen räumlichen Umgebung: Loft, Büro oder Panoramarestaurant erhalten Pflanzenarrangements, die perfekt auf das Leben in diesen Räumen abgestimmt sind. Henning Bohl verwandelt Ikea-Möbel in Installationen, die sich an Fin de Siècle Vorstellungen asiatischer Exotik anlehnen, Nicole Wermers collagiert Formen kommerziellen Glamours zu abstrakten Bildern von faszinierender Eleganz. Auf diese Weise werden standardisierte Formen der Ästhetisierung gebrochen, um neue Bilder des Schönen zu entwerfen. "Therefore Beautiful" versammelt Künstler, die zum Teil eigens für die Räumlichkeiten der Stiftung Arbeiten entwickeln werden und präsentiert Kunstwerke bekannter Künstler, die bisher noch nicht in größeren Ausstellungszusammenhängen zu sehen waren. Luxusgüter als Inbegriff des Schönen werden in den Arbeiten ebenso zum Thema wie zeitgenössisches Interieurdesign oder urbane Utopien. Dabei treten Faszination und Kritik am Glamourösen in einen spannenden Dialog.
Mit dieser Ausstellung möchte sich die Ursula Blickle Stiftung der Förderung junger KuratorInnen-Positionen widmen. Bereits mit der Ausstellung Anti Pure, 2002, kuratiert von Gianni Jetzer und M/M (Paris), 2004, kuratiert von Christina Ricupero, setzte die Stiftung auf neue kuratorische Tendenzen. Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler: Henning Bohl, Sunah Choi, Jason Dodge, Janice Kerbel, An Te Liu, Jeroen de Rijke / Willem de Rooij, Nicole Wermers (Pressetext)

Abbildung: Copyright Ursula Blickle Stiftung: Henning Bohl, Ohne Titel, 2004, Ikea Tisch, Bambus, Keramik

Ausstellungsdauer: 13. März – 24. April 2005

Öffnungszeiten: Mi. 14.00 bis 17.00, So. 14.00 bis 18.00 Uhr und nach Vereinbarung

URSULA BLICKLE STIFTUNG Mühlweg 18 | 76703 Kraichtal-Unteröwisheim | Tel 0049- (0) 7251 – 609 19

ursula-blickle-stiftung.de





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