Lukas Pürmayr. Solange du bleibst
19.09. - 08.11.2026 | kunst galerie fürth
Eingabedatum: 17.09.2026

Das Moment der Schwebe, wie es im Ausstellungstitel "Solange du bleibst" mitschwingt, durchzieht das künstlerische Schaffen von Lukas Pürmayr (geboren1994 Reutte in Tirol, AT).
Nicht die Suche oder der Wunsch nach einem bestimmten Motiv, sondern vielmehr Fragen nach dem “Scheinbaren”, dem Ungefähren und einer interpretatorischen Freiheit, die Pürmayr den Betrachtenden gewährt, sind Teil seines fotografischen Ansatzes. Am Anfang steht oft die Frage, wie sich die Wahrnehmung eines Ortes oder einer Szenerie durch die Inszenierung der Fotografie verändert. Lukas Pürmayr bewegt sich in seiner Kunst zwischen analoger und digitaler Fotografie, erweitert sein Spektrum um filmische und textliche Arbeiten sowie um kooperative Projekte. Neben der Auseinandersetzung mit dem “Scheinbaren” sind es auch Fragen nach Identität und sozialen Gefügen, die er in seinen Arbeiten unaufgeregt verhandelt. Die von einem analytischen und ebenso poetischen Blick geprägten Werke laden gleichsam zu philosophischen Reflexionen ein.
In der Ausstellung sind Werke zu sehen, denen etwas Mystisches innewohnt, und die vielleicht sogar symbolisch gedeutet werden können: Nächtliche Szenen, schleierhafte Situationen changieren zwischen fotografischer Abstraktion und konkreter Erzählung. Meist sind die Fotografien menschenleer und erzählen doch von zivilisatorischer Anwesenheit und unterschiedlichen Identitäten. In einer Gemeinschaftsarbeit mit seinen beiden Schwestern wird ein unwirtlicher Urlaubsort in der Off-Season mit fiktiven Tagebucheinträgen verknüpft. Konkret und ungreifbar zugleich zeigt sich auch eine Videoarbeit in Stop-Motion. Buchstäblich zur überragenden Gestalt in der Ausstellung wird das raumhohe Motiv einer Schleiereule, die als Beobachterin und Wegweiserin zugleich fungiert.
English summary:
The solo exhibition 'Solange du bleibst' at kunst galerie fürth presents the photographic and multimedia work of Austrian artist Lukas Pürmayr (b. 1994). Moving between analog and digital photography, film, and collaborative projects, Pürmayr explores questions of perception, the elusive, identity, and social structures. His mostly deserted, nocturnal compositions oscillate between abstraction and subtle narrative, reflecting traces of human presence. Alongside poetic and mystical photographs, the exhibition features a collaborative narrative project, a stop-motion video piece, and a monumental, floor-to-ceiling image of a barn owl acting as both observer and guide.
Nicht die Suche oder der Wunsch nach einem bestimmten Motiv, sondern vielmehr Fragen nach dem “Scheinbaren”, dem Ungefähren und einer interpretatorischen Freiheit, die Pürmayr den Betrachtenden gewährt, sind Teil seines fotografischen Ansatzes. Am Anfang steht oft die Frage, wie sich die Wahrnehmung eines Ortes oder einer Szenerie durch die Inszenierung der Fotografie verändert. Lukas Pürmayr bewegt sich in seiner Kunst zwischen analoger und digitaler Fotografie, erweitert sein Spektrum um filmische und textliche Arbeiten sowie um kooperative Projekte. Neben der Auseinandersetzung mit dem “Scheinbaren” sind es auch Fragen nach Identität und sozialen Gefügen, die er in seinen Arbeiten unaufgeregt verhandelt. Die von einem analytischen und ebenso poetischen Blick geprägten Werke laden gleichsam zu philosophischen Reflexionen ein.
In der Ausstellung sind Werke zu sehen, denen etwas Mystisches innewohnt, und die vielleicht sogar symbolisch gedeutet werden können: Nächtliche Szenen, schleierhafte Situationen changieren zwischen fotografischer Abstraktion und konkreter Erzählung. Meist sind die Fotografien menschenleer und erzählen doch von zivilisatorischer Anwesenheit und unterschiedlichen Identitäten. In einer Gemeinschaftsarbeit mit seinen beiden Schwestern wird ein unwirtlicher Urlaubsort in der Off-Season mit fiktiven Tagebucheinträgen verknüpft. Konkret und ungreifbar zugleich zeigt sich auch eine Videoarbeit in Stop-Motion. Buchstäblich zur überragenden Gestalt in der Ausstellung wird das raumhohe Motiv einer Schleiereule, die als Beobachterin und Wegweiserin zugleich fungiert.
English summary:
The solo exhibition 'Solange du bleibst' at kunst galerie fürth presents the photographic and multimedia work of Austrian artist Lukas Pürmayr (b. 1994). Moving between analog and digital photography, film, and collaborative projects, Pürmayr explores questions of perception, the elusive, identity, and social structures. His mostly deserted, nocturnal compositions oscillate between abstraction and subtle narrative, reflecting traces of human presence. Alongside poetic and mystical photographs, the exhibition features a collaborative narrative project, a stop-motion video piece, and a monumental, floor-to-ceiling image of a barn owl acting as both observer and guide.
19.09.2026 - 08.11.2026
kunst galerie fürth
Königsplatz 1, 90762 Fürth
Presse
Kontext
Einordnung:Lukas Pürmayrs (*1994) Schaffen verortet sich in der Tradition einer poetisch-analytischen Konzeptfotografie, die das Spannungsfeld zwischen Realität, Inszenierung und subjektiver Wahrnehmung auslotet. Indem er analoge wie digitale Bildgebungsverfahren mit narrativen Texten und Stop-Motion-Elementen verschränkt, bedient er einen zeitgenössischen, intermedialen Ansatz, der Fotografie als reflexiven Möglichkeitsraum begreift. Seine menschenleeren, atmosphärisch aufgeladenen Szenerien thematisieren das Phänomen der Liminalität („Moment der Schwebe“) und knüpfen an Diskurse über zivilisatorische Nicht-Orte und Entfremdung an. Das Changieren zwischen Abstraktion und mystischer Aufladung – pointiert im Motiv der Schleiereule – aktiviert zudem kunsthistorische Motive des Symbolismus und der Romantik, wodurch das Vage und „Scheinbare“ zur philosophischen Reflexionsfläche über menschliche Identität und Absenz wird.







