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Nina Emge – In der Wiederholung beginnen wir

13.9.– 8.11.2026 | Künstler:innenhaus Bremen, Bremen

Eingabedatum: 12.09.2026

Werkabbildung
Abb.: © Bahar Kaygusuz
Das Künstler:innenhaus Bremen lädt herzlich zur Eröffnung der Ausstellung Nina Emge – In der Wiederholung beginnen wir ein – am Sonntag, den 13. September 2026, um 15 Uhr. Mit einer Soundperformance von Nina Emge und freiem Eintritt.

Im Herbst 2026 präsentiert das Künstler:innenhaus Bremen die Einzelausstellung In der Wiederholung beginnen wir der Schweizer Künstlerin Nina Emge (*1995, in Zürich, wo sie lebt und arbeitet). Ihr Werkkörper umspannt Sound-Arbeiten sowie Skulpturen, wobei sich die Künstlerin in ihrer Praxis mit unterschiedlichen Methoden des Hörens beschäftigt.

Übertragen auf den Bereich des Klangs versteht Emge Hören als einen geteilten Prozess, der sich zwischen Körpern, Räumen und Situationen entfaltet. Die Künstlerin unterscheidet hier zwischen Zuhören und Hören als eine aktive und passive Haltung und nutzt Sound und Ton als Medium, Geschichten zu vertiefen und Wissensformen zu vermitteln. In der Wiederholung beginnen wir versteht künstlerische Produktion dabei als fortlaufenden Prozess, in dem unterschiedliche Arbeiten, Perspektiven und Techniken miteinander in Beziehung treten und sich wechselseitig beeinflussen. Zugleich lädt sie dazu ein, diese Beziehungen im kollektiven Erleben immer wieder neu wahrzunehmen.

English summary:
In autumn 2026, Künstler:innenhaus Bremen presents the solo exhibition "In der Wiederholung beginnen wir" by Swiss artist Nina Emge. Emge’s artistic practice spans sound installations and sculptures, focusing deeply on various modalities and methods of listening. In her work, listening is conceptualized as a shared, relational process unfolding between bodies, spaces, and specific situations. By exploring the nuances between active and passive listening, Emge employs sound to convey layered narratives and forms of knowledge. The exhibition views artistic creation as an ongoing dialogue, inviting visitors to experience shifting perspectives through collective reception.

13.09.2026
Künstler:innenhaus Bremen, Bremen

Am Deich 68/69, 28199 Bremen

https://www.kh-bremen.de

Presse

Kontext

Einordnung:
Nina Emges intermediale Praxis verortet sich an der Schnittstelle von zeitgenössischer Sound Art, Skulptur und Performance. Ihre theoretische Differenzierung zwischen passivem Hören und aktivem Zuhören knüpft an Konzepte des *Deep Listening* und der akustischen Epistemologie an, in denen Klang als relationales Erkenntnis- und Erzählmedium begriffen wird. Indem Emge auditive und plastische Elemente verschränkt, transformiert sie den Ausstellungsraum in ein situatives Beziehungsgefüge zwischen Körpern und Raum. Der rekursive Ansatz der Wiederholung greift prozesshafte Methoden der Post-Minimal Art auf, während die Betonung des geteilten, kollektiven Erlebens Diskurse der *Relational Aesthetics* fortschreibt und das Publikum zu aktiven Akteuren der Wissensproduktion macht.
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