CIRCUS WOLS


Eingabedatum: 26.02.2012

bilder

WOLS zählt zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts, doch kaum jemand kennt seinen Namen. Er gilt der Kunstgeschichte als Wegbereiter der Malerei des Informel und entzieht sich in der Vielschichtigkeit seiner künstlerischen Existenz doch jeder Kategorisierung. Er verlässt im Jahr 1932 als 19-Jähriger Deutschland, um in Paris am Puls der Kunst der Zeit zu sein. Er wird Teil der Pariser Bohème und bleibt doch immer ein großer Einzelgänger. Denn er kämpft zeitlebens um eine Existenz jenseits des Bürgerlichen und gerät dabei nicht zuletzt in die Wirren des nationalsozialistischen Krieges mit der Kultur Europas.

Alfred Otto Wolfgang Schulze, der sich seit 1937 WOLS nennt, ist eine der schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts. Im engen Kontakt mit den großen Künstlern und Dichtern des Paris der 1930er Jahre beginnt er seine künstlerische Karriere als Autodidakt mit dem Medium der Photographie. Auf seinen photographischen Exkursionen setzt er das andere Paris ins Bild, indem er die kleinen Wunder, das Abseitige und Fremde jenseits der schillernden Fassaden fokussiert. Als er zu Beginn des II. Weltkrieges, als Deutscher in Frankreich, in unterschiedlichen Internierungslagern zubringen muss, beginnt er zu zeichnen. Es entstehen wundersame Aquarelle, die eine skurril-phantastische Bilderwelt der menschlichen Existenz entwerfen – es entsteht die Idee eines künstlerischen Gegenentwurfs zur Welt – der CIRCUS WOLS.

Eine der bedeutendsten Sammlungen des Werkes von WOLS befindet sich in Bremen in der Privatsammlung von Karin und Uwe Hollweg. Dieses herausragende Konvolut mit über dreißig Arbeiten auf Papier aus allen Schaffensphasen und zwei Bildern wird, ergänzt durch Photographien von WOLS, zum Zentrum einer umfassenden Ausstellung, die von dem Künstler Olaf Metzel, dem die Weserburg im vergangenen Jahr eine große Einzelausstellung widmete, kuratiert wird. In einem künstlerischen Dialog werden die Werke von WOLS konfrontiert und parallel geführt mit Werken anderer bedeutender Künstler. Darunter u.a. James Ensor, László Moholy-Nagy, Marcel Broodthaers, Philip Guston, und Cy Twombly, aber auch Zeitgenossen wie Andreas Gursky, Sergej Jensen, Norbert Schwontkowski und Tatiana Trouvé.

Abb.: Wols, Tête fantastique, um 1936/37, Tuschfeder und Aquarell auf Papier, © VG Bild-Kunst, Bonn 2012, Karin und Uwe Hollweg Sammlung

Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr: 10 – 18 Uhr | Do: 10 – 21 Uhr | Sa und So: 11 – 18 Uhr
Weserburg I Museum für moderne Kunst
Teerhof 20, 28199 Bremen, Germany
weserburg.de


PT



Wols:


- Art Basel 2013

- MACBA COLLECTION

- Museo Reina Sofía Collection

- Sammlung Deutsche Bank Frankfurt

- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

- ZKM Sammlung Karlsruhe


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image

Chatbot

Was der Bot u.a. jetzt bereits beantworten kann: Was ist Kunst, was macht die Kunst, Konzeptkunst, wozu Kunst, Künstler und was macht art-in.de? Um Fragen, die er noch nicht beantworten kann, kümmern wir uns. Es ist ein Experiment im Aufbau. Wir freuen uns über alle Fragen.


Card image cap

Wilde Zeiten Fotografien von Günter Zint

4.7.-27.9.2020 | Deutsches Zeitungsmuseum Wadgassen

Card image cap

Image Wars Macht der Bilder

04. 07. - 08. 10. 2020 | Künstlerhaus Halle für Kunst & Medien, Graz

Card image cap

Linnea Semmerling neue Direktorin der Stiftung IMAI

Juli 2020 | Stiftung imai, Düsseldorf

Card image cap

NEUSPRÉCH

3.7. - 13.12.2020 | Weserburg Museum für moderne Kunst, Bremen

Card image cap

Linnea Semmerling neue Direktorin der Stiftung IMAI

Juli 2020 | Stiftung imai, Düsseldorf

Card image cap

Alles auf Abstand

Juni | FH Münster