Adib Fricke „Bedeutungslabor“

Ausstellung im Kunstverein Ingolstadt

21.02. – 20.04.2014 | Kunstverein Ingolstadt
Eingabedatum: 19.02.2014

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Wie entstehen neue Ideen? Wie denken wir Neues? Adib Fricke beschäftigt sich mit dem menschlichen Gehirn und den Erklärungsmodellen, die Denkprozesse, Verhalten und Ideenfindung zu beschreiben versuchen. Der Kunstverein Ingolstadt konnte den Künstler dafür gewinnen, sein Projekt Bedeutungslabor nach Berlin auch in Ingolstadt vorzustellen. Ausgangspunkt für seine Textinstallationen „Big Ideas“ im Ausstellungsraum des Kunstvereins und „Your Brain is Your Brain“ im öffentlichen Raum sind neurowissenschaftliche Erkenntnisse und die Beschreibung von kreativen Prozessen sowie die Frage, wie unser Gehirn Bedeutungen schafft.
Mit der neuen Arbeit „Big Ideas“ spricht Adib Fricke mit Sätzen wie „Share your Enthusiasm“ und „Ideas are connected to Reality“ die Besucher im Kunstverein aus seiner Perspektive als Künstler direkt an. Visuell verstärkt durch die Präsentation in Leuchtkästen lädt er sie ein, sich mit Aspekten des kreativen Denkens und des kreativen Akts auseinanderzusetzen, und schafft damit einen Erfahrungsraum der Kreativität.

„Your Brain is Your Brain“ konfrontiert die Menschen im öffentlichen Raum, u.a. in Bussen des Ingolstädter Nahverkehrs, mit zehn Schlagzeilen zum menschlichen Gehirn. Auf farbigen Plakaten treten Sätze wie „du denkst niemals dasselbe“ oder „dein Gehirn sucht Freunde“ in einen direkten Dialog mit den Passanten. Das Kunstprojekt befasst sich mit Neuroplastizität – der Fähigkeit des menschlichen Gehirns, sich permanent zu verändern. Adib Fricke schafft mit dem „Bedeutungslabor“ in Ingolstadt eine dynamische Situation für Neugierde und Austausch. Die Aktivitäten finden im realen wie im virtuellen Raum statt – die Website http://bedeutungslabor.com ist zugleich das öffentliche Projekt-Archiv. Alle Ingolstädter sind eingeladen, sich am Projekt zu beteiligen und Fotos der Plakate im Außenraum zur Veröffentlichung auf der Projektwebseite per E-Mail zu senden.

Alexandra Le Faou ist eine Künstleragentin und Kuratorin, die zwischen Paris, Berlin und New York lebt. Sie war mehrere Jahre für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing bei der deutschen Dependance von Phaidon Press in Berlin tätig und anschließend Leiterin des Berliner Büros. Seit 2005 vertritt sie die Agentur Foto+Synthesis aus New York und betreut internationale Ausstellungsprojekte, die die Arbeit zeitgenössischer Künstler und Fotografen präsentiert. Neben ihrer Tätigkeit bei Foto+Synthesis arbeitet sie als selbstständige Agentin und Kuratorin.

Adib Fricke, 1962 in Frankfurt/Main geboren, arbeitet seit Ende der 80er Jahre mit Wörtern und Text. 1994 gründete er The Word Company. Mit seinem Künstlerunternehmen schuf und vertrieb er Wörter ohne Bedeutung – Protonyme – und „aus Wörtern bestehende Einheiten“. Mit ONTOM (1998, Galerie für zeitgenössische Kunst, Leipzig) und QUOBO (2000 ff, weltweite Tour durch das ifa/Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart) beispielsweise waren seine Wortschöpfungen Titel und Ausstellungsbeitrag zugleich.
Darauf folgten die Textkorpora-Arbeiten, bei denen Fricke Fragmente aus Fundtexten herausfilterte und sie assoziativ zusammensetzte.
Als Künstler interessiert sich Fricke für Kommunikation und die Verwendung von Sprache. Dabei konzentriert er sich auf die Bedeutungsgrenzen von Wörtern und Sätzen sowie auf die Materialisierung von Sprache.
http://adibfricke.com

Galerie im Theater,
Schlosslände 1,
85049 Ingolstadt
kunstverein-ingolstadt.de/

PM




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