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Der Begriff - Ordnungssysteme - in Texten zur zeitgenössischen Kunst

Arbeit mit dem Textkorpus

Textmining

Eingabedatum: 24.05.2020

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In der Kategorie Textmining untersuchen wir im Textkorpus unter anderem Begriffe, die Bestandteil des Kunstdiskurses sind.
Durch diese digitale, algorithmische Art der Textaufbereitung ergeben sich mannigfaltige Vorteile bei Selektion, Identifikation und Redescription. Wir lassen Sie gerne teilhaben an den ersten Ergebnissen der Arbeit mit diesem Instrument.


Der Begriff Ordnungssysteme

(eine Auswahl).

Beispielsätze:
Franz Ackermann, Christiane Möbus, Stephan Huber oder Alfredo Jaar, die auf der Grundlage von kartografischen Ordnungssystemen die Kernidee von Codierung oder der Herausbildung von Identitäten nachgehen.

Mit Themen, die um scheinbare Sicherheit, Geometrie, Ordnungssysteme, Verteidigungsstrategien und Widerstand kreisen, werden die Foto, Film- und Videoarbeiten von Tarek Al-Ghoussein, Francis Alys, Tacita Dean und Rula Halawani in den Kasematten der die Stadt umlaufenden Festungsanlage in einen eindrucksvollen Rahmen gesetzt.

Dabei soll gezeigt werden, wie Wertesysteme, Ordnungssysteme, Gesellschaftssysteme, technologische Systeme oder auch ökonomische und politische Systeme den eigenen Lebensraum beeinflussen.

Mit scheinbar beiläufig gefundenen, künstlerischen Lösungsideen werden jedoch vorgegebene, tradierte Ordnungssysteme irritiert und kritisiert. In diesem Sinne befragt die Ausstellung die Art und Weise, wie zeitgenössische Kunst Ordnungssysteme entwirft und legt einen Fokus auf den Akt des Vermessens.

Janice Kerbels Arbeiten nehmen häufig die Form von Plänen oder Skripts an, die sich auf bestehende Ordnungssysteme und -strukturen berufen, diese aber so verändern, dass neue Räume der Imagination entstehen.

So minimal, kontrolliert und objektiv ihre Ordnungssysteme scheinen, so komplex und sinnlich-poetisch ist doch ihr Verfahren, gar jeder einzelne Druck.

Oft fern üblicher Ausdrucksformen und Techniken, sind die Arbeiten der Ausstellung in der Auseinandersetzung mit Situationen und Ordnungssystemen des Alltags entstanden.

Es lehnt sich an bereits etablierte Ordnungssysteme an, die in ironischer Brechung, absurder Übersteigerung oder auch vorgeblicher Sinnverweigerung für eigene Zwecke modifiziert werden.

Die Öffnung von Sprache und Kommunikation, die Durchmischung verschiedener Medien wie Bild, Sprache, Musik und Performance, die Strukturierung von Zeit und Raum, die Entwicklung künstlerischer Ordnungssysteme und eigener Grammatiken interpretieren Chopin, de Cointet und Horwitz auf ihre je spezifische Weise.

In Dresden durchforstet Dion die Depots und Archive der weltberühmten Einrichtungen, um tradierte Ordnungssysteme zu befragen, mit denen Objekte aus der ganzen Welt gesammelt und präsentiert werden.

Seiner Auffassung nach sagen klassifizierende Ordnungssysteme, mit denen wir uns natürliche Prozesse erklärbar machen, eher etwas über gesellschaftliche und politische Ideologien aus als über die Natur selbst.

Broodthaers Kritik gründet in einer tiefgreifenden Beschäftigung mit den Ordnungssystemen des Alltags, den Mechanismen der Sinnproduktion und ihrer Verankerung in einem kollektiven, kulturellen Gedächtnis.

Die Galerie Judith Andreae (Bonn) konzentriert sich auf Werkserien von Rune Mields, die sich mit Strukturen und Ordnungssystemen befasst, die der Mensch im Laufe der Kulturgeschichte schuf.

Modul 3 - Positionen ergründen: Künstlerische Programmatiken und Ordnungssysteme.

Die für Darboven charakteristische Verknüpfung von abstrakter, übergreifender Struktur und individueller Selbstverortung findet sich dabei sowohl in den Zeichenstrukturen, beispielsweise von Channa Horrwitz oder Michael Müller, als auch in den Textarbeiten und Schreibsystemen von Fiona Banner, Irma Blank, Natalie Czech, den Zeitverläufen von Sigrid Sigurdsson oder der Geschichtsaneignung von Daniela Comani, Lia Perjovschi und Rayyane Tabet sowie in den Collagen des Zeitgeschehens und der Populärkultur von Isa Genzken, und Robert Heinecken oder den enzyklopädischen, materialästhetischen Ordnungssystemen von Henrik Olesen und Joëlle Tuerlinckx wieder.

Die Wunderkammer steht in Kontrast zu Ordnungssystemen, welche Naturalia und Artificialia separieren, eine Trennung, die seit der Industrialisierung zu spezialisierten Museen und Forschungsinstitutionen führte.

In Pappfiguren, die zu begehbaren Bildern zusammengefügt sind, in einem Videoloop, bei dem eine Frau beim Geschlechtsakt über einen Text über die Entstehung des Kalenders sinniert oder auch in konzeptuellen Arbeiten, die alltägliche Ordnungssysteme infrage stellen, wird eine Welt voller Kunst eröffnet.

Räume entstehen durch mathematische Ordnungssysteme aus Flächen, Linien und Punkten.

Viele der damals geschaffenen Ordnungssysteme brechen heute zusammen: Nationalstaaten implodieren und Millionen Menschen sind auf der Flucht. Mittels seines bevorzugten Mediums Fotografie und inspiriert von der industriellen Kultur des Spätkapitalismus untersucht Williams Bedeutungs- und Ordnungssysteme.

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